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Skurriler Erbschaftsstreit: „A Mädle muss her“

Die Theatergruppe des Musikvereins Edelweiß Weitmars begeisterte ihr Publikum beim jüngsten Stück „A Mädle muss her“. Drei Aufführungen fanden in der Hohberghalle in Weitmars statt – und alle waren schon vorher ausverkauft.

Dienstag, 28. April 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 58 Sekunden Lesedauer

LORCH-​WEITMARS. Die Schwestern Mina Brummel (Iris Heller) und Magda Schlumberger (Andrea Kaufmann) sind unzertrennlich. Gemeinsam mit ihren Männern Franz (Helmut Fruck) und Emil (Anton Reiter) wohnen sie in einer großen Wohnung. Sie lassen sich auch nicht von den Männern, die lieber am Stammtisch sitzen, in ihrem harmonischen Familienleben stören. Da stirbt die ungeliebte Schwester Lisa. Der Pfarrer (Volker Rauh) bringt mit dem Testament, mit dem keiner gerechnet hat, jedoch alles durcheinander. Die Verstorbene vererbt das ganze Vermögen (immerhin zwei Millionen Euro) an die Familie, in der zuerst ein Mädchen geboren wird. Wenn sich nicht innerhalb von zwei Jahren Nachwuchs einstellt, erhalten die Kirche und der örtliche Tierschutzverein das ganze Geld.
Da entfacht ein gnadenloser Erbschaftsstreit, denn jede von den Schwestern möchte das Geld haben. Und so müssen Franz und Emil mehrmals täglich herhalten, obwohl doch alles so sinnlos ist — denn keiner der Beiden kann noch Nachwuchs zeugen.
Die Frauen einfach mit
K.O.-Tropfen lahm gelegt
Als beide die Nase voll davon haben, legen sie die Frauen mit K.O-Tropfen lahm und verfrachten sie ins Schlafzimmer, um zum Stammtisch zu können. Gerade zum rechten Zeitpunkt kommt wieder einmal Polizeiwachtmeister Willi Lebertran (Eckhard Lubinsky) vorbei. Er möchte alle vernehmen, um herauszufinden, ob der Tod von Lisa ein Unfall oder Mord war. Auch er bekommt die Wirkung der Tropfen zu spüren, genauso wie der Pfarrer. Als die Männer tief und fest schlafen, werden sie zu den Frauen ins Bett gelegt.
Am nächsten Morgen sind Franz und Emil in Erklärungsnöten
Am nächsten Tag sind Franz und Emil in argen Erklärungsnöten, als alle vier aufwachen. Während sie von ihren Frauen verhört werden, beschließen der Pfarrer und Willi (der ja Vorsitzender des Tierschutzvereins ist) den Männern Tropfen unterzujubeln, die impotent machen, um selbst das Erbe einstecken zu können.
Doch niemand denkt dabei an die Kinder Manuela Schlumberger (Micha Visockis) und Fabian Brummel (Dominik Machau). Die zwei sind schon lange heimlich ein Paar. Erst geschockt, doch dann überglücklich sind die zwei Familien, als das ans Licht kommt. Denn Manuela ist schwanger, und erwartet gleich zwei Mädchen. So ist das Erbe gerettet und beide Familien haben etwas davon. Neben den langjährigen Theaterspielern gab es heuer auch zwei neue Gesichter und ein „altes“: Helmut Fruck hat es nach einigen Jahren Pause wieder auf die Bühne gezogen, und Micha Visockis und Dominik Machau haben sich zum ersten Mal auf der Bühne bewiesen — und das gar nicht schlecht. Die Regie hat wie immer Volker Rauh übernommen und für die Maske war Edeltraut Lubinsky zuständig. Als Souffleuse ist Sabine Machaunicht mehr weg zu denken. Das Publikum war begeistert, so kann die Theatergruppe auf eine tolle Saison 2009 zurückblicken.

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