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Der optimalen Lösung angenähert

In den kommenden Jahren wird der Prediger innen umfangreich umgestaltet. Außerdem soll es einen neuen Eingangsbereich geben. Gestern wurden die Wettbewerbs-​Ergebnisse vorgestellt. Ein Gmünder Büro hat gewonnen. Von Manfred Laduch

Mittwoch, 29. April 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 10 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND. Als eines der zentralen Hochbauprojekte in der Gmünder Innenstadt bezeichnete Oberbürgermeister Wolfgang Leidig gestern die Umgestaltung und Modernisierung des Predigers. Im kleinen Saal des Kulturzentrums wurde das Ergebnis des Plangutachten-​Wettbewerbs vorgestellt. Der Siegerentwurf stammt vom Gmünder Büro „architektur:labor Hoiker“.
„Dieses Gebäude wollte ich schon umbauen, seit meine Frau in Gmünd studiert hat“, freute sich Martin Hoiker über seinen Erfolg. Die Gmünder hatten die Stuttgarter Architekturbüros „Manderscheid Partnerschaft“ und „Cheret + Bazic“ hinter sich gelassen.
Jury tagte bis in den späten Montagabend hinein
Bis in den späten Montagabend hinein hatte die Jury getagt, die sich aus mehreren Bauexperten, der Spitze der Stadtverwaltung und Repräsentanten der Predier-​Nutzer (Museum, Kulturbüro, Arbeitskreis Kultur, Stadtverband Musik & Gesang) zusammensetzte. „Der Prediger ist auch für das Stadtjubiläum 2012 und die Landesgartenschau 2014 wichtig. Deshalb wollen wir noch dieses Jahr mit den Arbeiten beginnen“, sagte OB Leidig. Kulturbürgermeister
Joachim Bläse betonte, dass die Nutzer in der Jury vom einstimmig erkorenen Siegerentwurf begeistert gewesen seien.
Es sei keine einfache Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer gewesen, machte der Vorsitzende der Jury, Prof. Hans Klumpp aus Aichtal, deutlich. Deshalb sei das kooperative Verfahren gewählt worden, bei dem die Arbeiten nicht anonym eingereicht werden, sondern im Kreise von Jury und Teilnehmern in mehreren Treffen gemeinsam diskutiert und weiterentwickelt wurden. Auf diese Art und Weise habe man sich der optimalen Lösung angenähert.
Auch Klumpp betonte die Schwierigkeit, dass es hier um eines der bedeutendsten Gebäude der Stadt gehe. Eine wichtige Aufgabe sei neben der Verbesserung des Eingangsbereichs die Abgrenzung der beiden Nutzungsbereiche Kultur und Museum gewesen.
Der dritte Preisträger (Cheret + Bazic) hatte dem Prediger einen riesigen gläsernen Vorbau über zwei Stockwerke für die äußere Erschließung verpasst. Der schien der Jury letzten Endes als überzogen. Der zweite Preisträger (Manderscheid Partnerschaft) habe, so Hans Klumpp, einen „sehr introvertierten Entwurf“ geliefert, der stark die klösterliche Bausubstanz aufgegriffen habe. Hier sei der Eingang allerdings etwas zu unauffällig geraten.
Als „sehr geschickten Mittelweg“ bezeichnete der Professor den Siegerentwurf. Hier ist das Museums-​Café im hinteren Bereich angeordnet, und könnte damit das Predigergässle aufwerten. Die Bühne kommt – wie schon beim zweiten Preisträger – an das andere Ende des großen Saales; eine Empore ist nicht notwendig, um auf die geforderten 400 Plätze zu kommen. Der Eingangsbereich bekommt einen gut sichtbaren, aber nicht zu großen Vorbau. Die innere Erschließung erfolgt neben dem bestehenden barock-​Treppenhaus über eine Treppe im Innenhof, die allerdings nicht – wie die bestehende – mitten in diesen ehemaligen Kreuzgang führt, sondern an der Südseite liegen soll.
„Dieser Umbau dürfte in überschaubarer Zeit ein prima Ergebnis liefern, mit dem die Nutzer für lange Zeit zufrieden sein können“, freuten sich Hans Klumpp, OB Leidig und Bürgermeister Bläse.
Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind bis zum 6. Mai zu den im Museum üblichen Öffnungszeiten (Dienstag, Mittwoch, Freitag 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 14 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 17 Uhr) im kleinen Prediger-​Saal ausgestellt.

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