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Ziegler knackt die EM-​Norm

Dass bei den reichlich verspätet ausgetragenen baden-​württembergischen Wintermeisterschaften der Hammerwerfer in Dischingen nahezu hochsommerliche Bedingungen herrschten, dafür konnten die Athleten nichts. Auf jeden Fall nutzten die Vertreter der LG Staufen die günstigen Voraussetzungen zu einer Reihe von starken Ergebnissen. Von Hans Bendl

Mittwoch, 29. April 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 51 Sekunden Lesedauer

Mit zwei goldenen sowie je einer silbernen und einer bronzenen Medaille kehrten die Rot-​Weißen nach Gmünd zurück. Höhepunkt des Tages war natürlich der neue württembergische Rekord, den Alexander Ziegler in der Männerklasse erzielte. Der Titelverteidiger, im vergangenen Jahr mit 65,25 m siegreich, begann gleich mit 65,52 m. Über 67,28 m und 69,66 m steigerte sich der Europacup-​Teilnehmer im vierten Versuch auf glänzende 70,21 m und kam damit bereits bis auf 21 Zentimeter an seinen württembergischen Rekord heran, den er im Juli 2008 im nordrhein-​westfälischen Leichlingen aufgestellt hatte.
Nach 69,72 m im fünften Durchgang krönte der 21-​Jährige danach seine Serie mit der neuen Bestleistung von 70,96 m. Damit übertraf er die vom DLV geforderte Norm von 70 Metern für die U-​23-​Europameisterschaften im litauischen Kaunas, worüber sich natürlich besonders sein Coach Fred Eberle freute. Damit ist schon das zweite Saisonziel erreicht, nach dem Ziegler die Teilnahme am Winterwurf-​Europacup in Teneriffa ebenfalls geschafft hatte. Allerdings hat Ziegler die EM-​Nominierung noch längst nicht in der Tasche. Es muss abgewartet werden, wie weit die nationale Konkurrenz wirft.
Obwohl erst 26 Jahre alt, muss sich der vielfache Titelträger Dirk Rösiger nach der Ablösung durch Ziegler schon als „Altmeister“ bezeichnen lassen. Der Gmünder zeigte es der jüngeren Konkurrenz aber noch einmal und wurde mit 50,22 m Vizemeister. Für den dreifachen LG-​Erfolg sorgte Raphael Krätschmer. Mit 49,66 m blieb der 20-​jährige Pfahlbronner zwar zwei Meter unter seiner Bestleistung, erfüllte jedoch klar die Norm von 47,00 m für die deutschen Juniorenmeisterschaften.
Eine erstaunliche Entwicklung nimmt der junge Michael Gütlin. 2008 hatte der Horner erst mit dem Hammerwerfen begonnen und wurde mit dem Vier-​Kilogramm-​Gerät bereits württembergischer Vizemeister der Schülerklasse M 15. Seine damalige Bestmarke von 38,85 m ließ er nun bei seinem ersten Auftritt in der B-​Jugend, wo mit dem Fünf-​Kilogramm-​Hammer geworfen wird, schnell vergessen. Schon sein zweiter Versuch ging auf 41,82 m hinaus. Anschließend erzielte er 43,53 m und im letzten Durchgang sogar bravouröse 45,14 m, was ihm Platz fünf einbrachte.
Eine Klasse für sich war Saskia Rösiger bei der weiblichen Jugend B. Die Titelverteidigerin, 2008 mit 41,38 m erfolgreich, schlug ebenfalls im letzten Versuch zu: Mit ausgezeichneten 44,63 m hatte sie runde sieben Meter Vorsprung vor der Zweitplatzierten Anja Wittmann (TV Sinsheim). Die Norm für die deutschen Meisterschaften (40,00 m) war für die 17-​Jährige überhaupt kein Problem. Zu ihrem eigenen ostwürttembergischen Rekord fehlten gerade mal 73 cm. Der dürfte wohl diese Saison kaum überleben.

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