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Einweihung mit einem großen Römerfest

Das neue Limes-​Informations– und Besucherzentrum im Rotenbachtal steht kurz vor seiner Fertigstellung. Es wird am Sonntag, 17. Mai, im Rahmen des Aktiontages „Am Limes grenzenlos“ eingeweiht. Stadt und der Arbeitskreis Archäologie informierten gestern vor Ort.

Donnerstag, 30. April 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 28 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Enormes und Sehenswertes tut sich im Gmünder Römerwald: Zusätzlich zur Rekonstruktion der Limes-​Grenzanlagen (wir berichteten) entsteht derzeit ein Infopavillon, welcher einen Einblick in die römische Vergangenheit unserer Stadt gibt und auf Schautafeln umfangreiche Informationen über das Leben und Arbeiten in der Römerzeit bietet. „Mit dem Informationszentrum im Rotenbachtal ist es uns gelungen, die am gesamten Limes einmalige Situation des Aufeinandertreffens von unterschiedlichen Grenzbefestigungen plastisch und anschaulich darzustellen“, erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Leidig. Das Herzstück des neuen Pavillons stellt ein Landschaftsmodell dar, welches die topografische Lage der Kastelle und des Grenzverlaufs im 2. Jahrhundert n. Chr. veranschaulicht. Zwischen dem Informationspavillon und den Rekonstruktionen der Grenzbefestigungen wird eine Nachbildung eines römischen Meilensteins errichtet, welcher über die Entfernung Schwäbisch Gmünds zu bedeutenden römischen Städten, wie z.B. Mainz (Moguntiacum), informiert. Das gesamte Informationsgelände wird landschaftlich neu gestaltet und mit Sitzgelegenheiten versehen. Ein neuer Besucherparkplatz entsteht am Eingang der Informationsanlagen. Nachbildungen römischer Weihesteine und Reliefs werden entlang des Wegs zu den Originalstätten im Talinneren aufgestellt. Mit den Limesinformationsanlagen in Schwäbisch Gmünd wird die Vermittlung des Welterbes im Landkreis um einen weiteren Baustein reicher und der Besucher bzw. Tourist hat, so Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, ausgezeichnete Voraussetzungen, um sich umfassend über den Limes zu informieren. Hasso Kaiser vom Arbeitskreis Archäologie, welcher sich für den Limesrundwanderweg verantwortlich zeichnet, freut sich über die verbesserte Darstellung der einmaligen Grenzsituation durch die Rekonstruktionen und ist sich sicher, dass im Zusammenspiel mit den Kastellen Freimühle und Schirenhof das Weltkulturerbe Limes in Schwäbisch Gmünd eindrucksvoll vermittelt wird. Mit dem Römerfest „Gamundia Apud Limitem“ (Gmünd am Limes) feiert die Stadt Schwäbisch Gmünd die Errichtung des Limes-​Informationszentrums. Von 11 bis 18 Uhr wird ein spannendes römisches Programm für Jung und Alt geboten. Michael Schaumann von der Zentralstelle Kultur, welcher mit der Koordination des Gesamtprojekts beauftragt ist, stellte die einzelnen Programminhalte vor
Eine Ehre ist es für die Stadt Gmünd, dass mit dieser Veranstaltung auch die zentrale Eröffnungsfeier für die landesweite Aktion „Am Limes grenzenlos“ verbunden ist. Viel Prominenz wird deshalb an der einstigen Provinzgrenze des römischen Reiches erwartet. Nach dem Festakt folgt das Römerfest mit einem informativen und spektakulären Programm. So die Vorführungen des Torsionskatapults der LEGIO VIII AVGVSTA. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe um Alexander Zimmermann aus Pliezhausen, die sich der experimentellen Archäologie widmet. Das heißt: Die Mitglieder versuchen Technik und Leben aus der Römerzeit realistisch darzustellen und nachzuempfinden. Weiterer Programmpunkt: Gladiatorenkämpfe der Familia Gladiatoria Pannonica. Es gibt auch Tanzaufführungen und eine Weihezeremonie. Im nahen Kastellgelände Freimühle werden antike Landvermessungen und römische Rechenspiele mit Limes-​Cicerone Dr. Georg Zemanek präsentiert. Der Arbeitskreis Archäologie unter Leitung von Hasso Kaiser, der auch ehrenamtlicher Beauftragter des Denkmalamts ist, informiert an einem eigenen Stand. Der Verband der Limes-​Cicerones bietet Führungen zum Limes und zum Kastell Freimühle an. Zum Programm gehören auch ein Kinder– Mitmachaktionen. Die Besucher werden auch kulinarisch verwöhnt, so zum Beispiel mit Wildschwein am Spieß
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Wer sich schon vor dem Römerfest schlau machen will: Im Verlagshaus der Rems-​Zeitung ist das Heimatbuch „Die Römer in Remstal“ mit aktuellen und historischen Fotos sowie umfangreichen Informationen und Geschichten rund um das Weltkulturerbe Limes in Schwäbisch Gmünd, Lorch, Böbingen und Mögglingen erschienen (erhältlich bei der RZ und in allen Buchhandlungen.

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