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„Hambüchen ersetzen die im Schlaf…“

(pm). Sein Name ist ein Zugpferd. Fabian Hambüchen. Der deutsche Starturner ziert die Meldeliste der KTV Straubenhardt in der Bundesliga. Doch bislang verzichtet der deutsche Vizemeister auf einen Einsatz des Olympiadritten von Peking am Reck. Und auch am Samstag (18 Uhr) in Gmünd wird er wohl nicht dabei sein, wenn der Meisterschaftsfavorit auf den TV Wetzgau trifft.

Donnerstag, 30. April 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 25 Sekunden Lesedauer

Doch das tut dem Reiz der Begegnung keinerlei Abbruch. Wetzgaus Chefcoach Paul Schneider: „Den ersetzen die im Schlaf…“. Schaut man auf die Namen, die KTV Straubenhardt zu bieten hat, kann man nur mit der Zunge schnalzen: Marcel Nguyen, Thomas Taranu, Marian Dragulescu und viele mehr kann der Titelfavorit bieten. Schneider: „Das ist ein Dreamteam – absolute Weltklasse, was da auf uns zu kommt!“
Bange ist Schneider deshalb bei weitem nicht. Schließlich geht sein TVW nicht mit der Vorgabe in den Wettkampf, gegen die Straubenhardter etwas reißen zu wollen. „Nein, nein. Das wäre zu überheblich, würden wir uns tatsächlich etwas ausrechnen“, sagt der Wetzgauer und ergänzt: „Ich bin zufrieden, wenn wir für uns einen anständigen Wettkampf abliefern, wenn wir unseren Fans schönes Turnen bieten.“
Sollten einige Gerätepunkte dabei herausspringen, wäre natürlich niemand unglücklich. „Aber im Endeffekt ist es egal, wie wir verlieren – in welcher Höhe und mit welcher Punktzahl! Für uns ist dieses Kaliber Straubenhardt einfach um drei Nummern zu groß.“
Obwohl also der Sieger schon vor dem Wettkampf in der Großsporthalle feststehen sollte, sieht Schneider das Aufeinandertreffen mit dem Titelanwärter als große Chance für seine Mannschaft: „Es kommen viele Athleten mit, von denen meine Jungs noch unheimlich viel lernen können“, sagt der Trainer der Gmünder Vorstädter, Paul Schneider.
Und wird die Titelsammlung der Straubenhardter Turner genauer betrachtet, so wird klar, wovon der Wetzgauer spricht: Weltmeister, internationale und nationale Titelträger geben sich die Hand im Team, das ganz im Vorbeigehen auf den Einsatz von Fabian Hambüchen verzichten kann und dennoch den Rest der Liga Mores lehrt. „Für mich sind die Straubenhardter dieses Mal ganz deutlicher Favorit. Ich glaube nicht, dass die Cottbuser mithalten können. Vielleicht kann Stuttgart ein wenig Paroli bieten – aber auch das muss man noch abwarten!“
Und Stuttgart wird die nächste große Hürde werden, die dem TVW ins Haus steht: Am 16. Mai, zum letzten Kampf vor der langen Sommerpause, werden Andergassen und Co. in der Großsporthalle zu Gast sein. „Wir können unseren Anhängern in diesem Jahr ein Highlight nach dem anderen bieten – da kann sich jeder Turn-​Fan riesig darauf freuen.“
Die Stuttgarter müssen am Wochenende gegen die KTG Heidelberg ran. Die Heidelberger sind wohl der direkte Konkurrent der Wetzgauer, wenn es um das Thema Klassenerhalt geht. Die Chancen die Liga zu halten, sind für den Aufsteiger unter der Woche allerdings deutlich gesunken. Die Riege ereilten nämlich keine gute Nachrichten aus dem fernen Amerika. Dort verweilt zur Zeit aus Studiengründen der beste Heidelberger Turner, Andreas Hofer. Das junge Talent verletzte sich bei einer Trainingseinheit so schwer am Ellenbogen, dass er vermutlich die gesamte Saison nicht mehr an die Geräte gehen kann. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt ein weiterer schwerer Rückschlag für die junge Heidelberger Mannschaft. Nun droht die dritte Niederlage. Der TVW und Heidelberg treffen am letzten Wettkampftag aufeinander.
Für den TVW gehen folgende acht Athleten an die Geräte: Popescu, Selariu, Wolf, Schneider, Liebrich, Kuntner, Pfeifer, Steeb.

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