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Gärtnerdorf bekommt ein Zwergendorf

Die Ministranten der katholischen Kirche Mariä-​Himmelfahrt und die Jugend Initiative Lautern haben sich wieder bei der 72-​Stunden-​Aktion beworben. Am Donnerstag holten sie ihre Aufgabe: „Eine Zwergenstadt im Garten des Kindergartens St. Barbara aufzubauen“ in Schwäbisch Gmünd ab. Von Karin Abele

Montag, 11. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 13 Sekunden Lesedauer

HEUBACH-​LAUTERN. Gefordert waren mindestens zwei Zwergenhäuser. Dies war keine einfache Aufgabe, denn der Garten des Kindergartens liegt am Hang und musste zum Teil erst gerodet werden; auch von den für Lautern typischen Brombeeren. Zudem waren an diesem Wochenende parallel noch viele Veranstaltungen. So feierte die JIL ihr 30-​jähriges Jubiläum mit dreitägigem Frühlingsfest, wie immer am Wochenende mit dem Muttertag. Auch der Kindergarten St. Barbara hat am Samstagnachmittag immer sein Frühlingsfest vor Muttertag.
So waren viele Helfer mehrfach gefordert. Zunächst ging es an die Planung und Organisation der Materialien und Hilfeleistungen. Dazu holten sie die Landschaftsplanerin Sigrid Bombera zu Hilfe und wurden erst über Sicherheitsabstand und Fallhöhe aufgeklärt. Als klar war welche Arbeiten zu machen waren, war ein Team zuständig für Material und Maschinen. Das zweite für das Essen.
Alle möglichen Sponsoren und Helfer wurden mobilisiert, um alles in diesen 72 Stunden zu bewerkstelligen. So halfen Firmen bei den Erdarbeiten, um die zehn Anhänger Dreck wurden allein von Markus Gold mit seinem Traktor abgefahren. sechs Tonnen Reisig und Grünabfall wurde entfernt. Die Firma Heilig spendierte aus Edelstahl ein neues Spielgerät.
An Material wurde verarbeitet: 7,5 Tonnen Natursteine, zehn Kubikmeter Schotter, zwei Kubikmeter Beton, sechs Lkw-​Ladungen Hackschnitzel, 100 Liter Diesel, 150 Quadratmeter Fließdecke, 30 Zaunpfosten, 70 Meter Zaun, 35 Quadratmeter Holz, sieben Bäume, 2000 Nägel und Schrauben, 30 Meter Edelstahlrohre, eine halbe Rollee Schweißdraht, 40 Hainbuchen, zehn Liter Motorsägensprit, 20 Pinsel, 15 Liter Farbe, 20 Schleifscheiben 21 Trennscheiben – und dies alles von Sponsoren gespendet.
Schön ist, dass es bei der Aktion „72 Stunden – Uns schickt der Himmel!“ darum geht, dass Kinder– und Jugendgruppen etwas für andere tun. So gibt es bei dieser Aktion nur Gewinner, zum Beispiel in Lautern den Kindergarten St. Barbara.
Landrat Klaus Pavel ließ es sich nicht nehmen die Lauterner Gruppe zu besuchen. Er fragte nach, wie es so läuft trotz des Sturms am Freitag, der so manchem Maibaum die Spitze kappte. Oberministrantin Steffi Frey und Ortsvorsteher Bernhard Deininger mit Ministranten, Gemeindemitarbeiterin Annette Furch und Gemeinderätin Marie-​Luise Zürn-​Frey gaben gerne Auskunft auf die Fragen des Landrats und freuten sich über die tolle Gemeinschaft, erzählten wie sie die Aufgabenstellung bekamen wie sie vorgegangen sind, wie der Beton trotz des Sturms am Freitag noch verarbeitet werden musste, dass sie bei Anfragen sehr selten eine Absage bekamen, dafür auf viele offene Ohren trafen. . Renate Beigert Dekanatsjugendreferentin mit Sitz in Gmünd, leitete auch den Dekanatsbezirk Gmünd bei der 72 Stunden Aktion. Sie war vor Ort in Lautern und sagte, dass Landschaftsplanerin Bombera sowohl in Böbingen als auch in Lautern beratend zur Seite stand und dass die Gruppen gerne etwas sichtbares, begreifbares schaffen. Zum Abschluss des Besuchs überreichte Landrat Klaus Pavel an Steffie Frey Kiefernsamen, der zwar sehr langsam wachse, aber in vielen Jahren könne man dann den Baum sehen und sagen: Den haben wir bei dieser Aktion auch ausgesät. Am Sonntagmittag konnte die Aktion rechtzeitig abgeschlossen werden. Dies geschah mit einem Dankgottesdienst, der in eine Maiandacht überging.

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