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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Aus 700 Teilen gebaut

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Im Rahmen der Gmünder Mädchenwochen zeigten acht interessierte Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren an zwei Nachmittagen ihr technisches Talent. Unter Anleitung der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt

Dienstag, 12. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 27 Sekunden Lesedauer

Anja Wunder und Berufsberaterin Annette Pfefferle bauten sie nach technischen Plänen ihren Roboter „Roverbot“ zunächst aus je einem Teile-​Set mit rund 700 Teilen pro Team zusammen. Danach wurde er über einen Laptop individuell programmiert und die Mädchen konnten dann damit experimentieren. Alle konnten am Schluss stolz ihre individuell ausgestalteten und programmierten „Roverbots“ präsentieren.
„Ich bin heute hier, damit mich mein Bruder beim Bauen nicht ärgert!“ diese Äußerung zeigte die typische Situation, dass sich Mädchen oft von technischen Aufgabenstellungen verdrängen lassen oder sich diese selbst so nicht zutrauen. „Ein Grund mehr, den geschützten Rahmen einer reinen Mädchengruppe zu nutzen, damit diese ihr technisches Geschick entdecken und erproben können!“ argumentiert Anja Wunder. Erfahrungen mit Programmierung von Robotern hatte keines der Mädchen, während fast alle schon einmal an einem PC saßen. „Ich bin hier, weil ich so etwas noch nie gemacht habe!“ Diese Äußerung einer Teilnehmerin zeigt, dass Mädchen Interesse an technischen Themen haben. „Dieses Interesse erfordert die Notwendigkeit, entsprechende Erfahrungsräume zu ermöglichen, damit sich Mädchen ihre Fähigkeiten im technischen Bereich erschließen können und Erfolgserlebnisse haben“, weiß Berufsberaterin Annette Pfefferle von der Agentur für Arbeit Aalen in Schwäbisch Gmünd.
Das Jugendhaus in der Königsturmstraße bot eine ideale Umgebung für diesen Kurs. Viele Jugendliche schauten vorbei und zeigten sich sehr interessiert am Kurs. Die Teilnehmerinnen waren mit Begeisterung und Engagement bei der Sache. Dabei zeigten sie einen ausgeprägten Teamgeist, effizientes strategisches Vorgehen und eine unglaubliche Ausdauer, die auch die Kursleiterinnen verblüffte! Trotz überwiegend fehlender Erfahrungen mit komplexerer Software und so manchen Hürden beim Programmieren meisterten alle die Herausforderungen mit Bravour. Als Belohnung erlebten sie voll Begeisterung, dass ihre Programme funktionierten und sie hatten sichtbaren Spaß am Experimentieren.
Als krönenden Abschluss konnten sie ihren Müttern stolz ihre „Roverbots“ vorführen. „Schade, dass wir unsere Roboter nicht mit nach Hause nehmen können!“ bedauerten alle am Ende. Aber eines ist für sie sicher: „Wir kommen wieder zu den Robota Görls!“

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