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Gmünder Schüler wirbeln und dribbeln

Wenn es stimmt, was auf der Bande des Minispielfelds auf dem Pausenhof der Klösterleschule stand, „Fußball ist Zukunft“, dann ist es um Gmünds Nachwuchsfußball nicht schlecht bestellt – und nur noch eine Frage der Zeit, bis der nächste Ballack, Podolski oder Klose aus dem Raum Gmünd kommt. Denn mit den Fußball-​Minifeldern in Bettringen sowie in Gmünd an der Klösterleschule hat der DFB voll ins Schwarze getroffen. Von Giovanni Deriu

Samstag, 16. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 43 Sekunden Lesedauer

Die Spielfelder sind seit der Einweihung vor rund einem Jahr gut besucht und stets belegt. Gestern dann eine offizielle Veranstaltung, auf der fünf Gmünder Grundschulen und nachmittags acht weiterführende Schulen in Turnieren miteinander wetteiferten, wer denn wohl die beste Gmünder Schule würde.
Die Regeln waren einfach und schnell erklärt. Coach und Lehrer Rolf Bleicher stellte seine Klasse der Rauchbeinschule so ein: „Aufgepasst, Jungs und Mädels! Vier Feldspieler – drei Jungs und ein Mädchen stehen auf dem Feld.“ Die Kicker nickten und scharrten mit den Turnschuhen. Acht Minuten dauerte eine Partie. Jens-​Peter Schuller, Vorsitzender des Fußball-​Bezirks Kocher-​Rems, begrüßte die zahlreichen Klassen auch im Namen des DFB. Immerhin hat der DFB diese Mini-​Spielfelder erst möglich gemacht. Wer denn Theo Zwanziger sei, wollte der Bezirks-​Vorsitzende Jens-​Peter Schuller wissen. Ein paar Schüler schauten verlegen, sich am Kopf kratzend, doch dann riefen einige: „Des isch der, der uns den Platz geschenkt hat.“ Bingo. Eindeutiger beantworteten die Grundschüler die Frage, wer denn der kommende neue Deutsche Meister in der 1. Bundesliga werden solle. Während bei den Bayern, Hertha und Wolfsburg die Daumen nach unten zeigten, und ein lautes „bäh“ zu vernehmen war, kam beim VfB ein unüberhörbares „Yeahh!“ aus den Kehlen.
Danach gab es kein Halten mehr. Ganz dem Motto: „Mitspielen kickt!“, gaben die Jungs und Mädels dann alles. Und die Lehrer fieberten an der Bande mit. Lehrerin Cornelia Stadelmaier und ihr Kollege Steffen Dilek von der Schule am Hardt waren überzeugt, dass „das Turnier eine gelungene Sache“ sei. Die Jungs seien heiß. Trotz der ersten Niederlage lobten die Lehrer dass es „sehr fair zuging“. Das Landesgymnasium für Hochbegabte übernahm nicht nur die Organisation und Turnierleitung, nein, es stellte auch einen erfahrenen Schiedsrichter, nämlich Schüler Ruben Schiel des LGH. Stets konzentriert bei der Spielleitung, meinte der Nachwuchs-​Referee in einer Pause: „Es macht Spaß, und alle sind fair zueinander“, selten musste der 15-​jährige Schiri eingreifen. Ruben Schiel, der ursprünglich aus Baden-​Baden kommt, und als Nachwuchs-​Schiedsrichter beim WFV gemeldet ist, wurde von einem seiner Lehrer gefragt, ob er denn mit seiner Erfahrung nicht „pfeifen“ wolle. Er wollte, und machte seine Sache mit Geduld und Fingerspitzengefühl sehr gut. In seinem Schiri-​Dress mit WFV-​Emblem verpasste Schiel dem Jugendturnier gleich eine besondere Note. So manch einer der Steppkes staunte mit viel Respekt.
Nachmittags waren dann die Größeren dran. Dieter Popp, im Auftrag des Schul– und Sportamtes der Stadt vor Ort, sah das Turnier auch als Erfolg, und meinte mit einem verschmitzten Lächeln, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Vereins-​Trainer und „Scouts“ an solchen Schul-​Turnieren vorbeischauen würden. Siehe da, einer aus der höheren Fußball-​Sphäre war dann tatsächlich da. Coach Norbert Stippel nahm mit seiner Klasse der St.-Canisius-Schule teil. Stippel, Fußballtrainer mit DFB-​Lizenz für die Bundesliga, und Sonderschullehrer sagte, dass sich sein Team schon Wochen davor, auf dieses Turnier gefreut habe. Und dann feuerte er seine Mannschaft von der Bande aus an. Im Spiel gab er einem seiner Rastellis folgenden Tipp: „Hey, auch einmal den Ball abspielen.“ Am Rande des Turniers lief ein Programm…
Die Schul-​Sozialarbeiterin der Rauchbeinschule, Simone Mühlek, stellte mit ihrer Mädchengruppe „Supergirlz“ ein Projekt vor – das „Speed-​Stacken“, ein schnelles Aufeinanderstapeln von Bechern. Außerdem das Torwandschießen. Da Wettergott Petrus das ganze Turnier nicht ins Wasser fallen ließ, war das Event eine echt gelungene Veranstaltung. Bevor wir die Gmünder Schulsieger vergessen – bei den Grundschulen siegte das zweite Team der Klösterleschule, die Rauchbeinschule wurde Zweiter, dritter die Hardt-​Grundschule. Bei den Größeren siegte die St. Josef-​Schule überzeugend vor der Rauchbeinschule I. Dritter wurde die Schiller-​Realschule.

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