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72 Stunden für den Kirchplatz

Innerhalb von 72 Stunden haben es die Böbinger Ministranten und Jugendlichen geschafft: Der Platz des ehemaligen „Haus Oskar“ und der Zugang zum Kräutergarten wurden komplett umgebaut. Von Jenny Schramm

Dienstag, 19. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 35 Sekunden Lesedauer

BÖBINGEN. Mit viel ehrenamtlicher Hilfe und großer Unterstützung durch Eltern und Sponsoren konnte das Mammutprojekt gestemmt werden. Als am Donnerstagabend in Schwäbisch Gmünd das Projekt für die kommenden 72 Stunden bekannt gegeben wurde, war die Euphorie groß: Endlich durfte die verdorrte Grasfläche vor dem Haus Nazareth auf dem Böbinger Kirchplatz komplett umgestaltet werden. Und der Kräutergarten sollte noch einen neuen Zugang bekommen.
Kaum zurück in Böbingen wurde gemeinsam, beraten durch Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera, ein realisierbarer Bauplan aufgestellt und mit der aufwändigen Materialsuche begonnen. Mit Feuereifer machten sich die Jugendlichen, unterstützt durch Firmen und den Böbinger Bauhof (hier packten selbst die Chefs mit an) sowie viele hilfsbereite Eltern am Freitagmorgen an die Umsetzung ihres Projekts. Immer wieder sorgten heftige Gewitter für Unterbrechungen, was den Arbeitseifer aber nicht bremsen konnte. Drei Tage lang schufteten alle von früh morgens halb sechs bis spät in die Nacht hinein. Fleißige Ministranten-​Mütter sorgten dabei mit großen Essensportionen für die nötige Stärkung. Nachdem lange daran gezweifelt worden war, ob ein Projekt in dieser Dimension innerhalb von 72 Stunden überhaupt verwirklicht werden könne, breitete sich am Sonntagmorgen, als das Ende allmählich absehbar wurde, Zuversicht aus.
Viele Gemeindemitglieder schauten während der Aktion an der Baustelle vorbei und staunten über das, was geschaffen wurde. Immer wieder durften die Jugendlichen erklären, was die 72-​Stunden-​Aktion überhaupt ist und was sie umsetzen wollten und stießen damit meist auf große Begeisterung. Auch die Beschwerden über die „Sonntagsarbeit“, die verrichtet wurde, konnten schnell entkräftet werden, ob der Tatsache, dass alles ehrenamtlich und für einen guten Zweck getan wurde. In einem kräfteraubenden Endspurt schafften es die Helfer, dass Punkt 17.07 Uhr, als allerletztes der große Wegweiser aufgestellt und das Projekt so, auf die Minute genau, fertig wurde.
Anschließend wurde der neugestaltete Sitzplatz sowie der Weg zum Kräutergarten von Hans Wasserer, dem 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Bürgermeister Stempfle und Pfarrer Thomas feierlich eröffnet und eingeweiht. Schließlich begann noch das große Aufräumen, bevor sich Mitglieder des Kirchengemeinderats hinter den Grill stellten.

Bilder, ein Tagebuch und weitere Informationen zum großen Böbinger 72-​Stunden-​Projekt findet man auch auf der Homepage der Böbinger Kirchengemeinde unter der Adresse www​.st​-josef​-boe​bin​gen​.de

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