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Arbeitslosenquote steigt auf 5,2 Prozent

Die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg ist entgegen den Befürchtungen im April nur um 0,2 Prozent auf nunmehr 5,2 Prozent angestiegen. Die Frühjahrsbelebung ist jedoch ausgeblieben, so Hans-​Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagenturen in Ostwürttemberg.

Samstag, 02. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 57 Sekunden Lesedauer

OSTWÜRTTEMBERG (pm). Anscheinend greift das Arbeitsmarkt-​Instrument „Kurzarbeit“ in zahlreichen Unternehmen, und verhindert in vielen Fällen Entlassungen und Arbeitslosigkeit. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote für Baden-​Württemberg ist ebenfalls um 0,2 auf 5,2 Prozent gestiegen.
Im Ostalbkreis sind 8030 Personen arbeitslos gemeldet, das führt zu einer Quote von 4,9 Prozent. Hiervon werden 4175 Personen von der Arbeitsagentur (SGB III) und 3.855 Personen von der ARGE abo (SGB II) betreut. Im Landkreis Heidenheim sind 3841 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von 5,7 Prozent; bei der Arbeitsagentur sind 1912 Personen und bei der ARGE Job-​Center 1929 Personen arbeitslos gemeldet. Bezogen auf die verschiedenen Personengruppen gibt es – trotz Zunahme der Arbeitslosigkeit – bei den unter 25-​Jährigen eine positive Meldung: im April ist die Zahl der Jugendlichen um 17 leicht zurückgegangen und liegt jetzt bei 1560. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Veränderung allerdings bei plus 78,1 Prozent und ist damit der höchste Anstieg zum Vorjahr. Bei den Männern ist ein Zugang von 254 Personen zu verzeichnen, die Gesamtzahl betragt 6453 Personen. Bei den Frauen sind 5418 arbeitslos gemeldet (plus 117).
Bei den 50-​Jährigen und älteren Arbeitslosen stieg die Zahl um 104 auf 2995 an. Ausländische Arbeitslose sind mit 2.425 Personen weiterhin mit einem hohen Anteil betroffen; die Zahl erhöhte sich hier um 100. Bemerkenswert ist, dass Unternehmen dem Arbeitgeberservice wiederum 557 neue Stellen gemeldet haben. Hiervon sind 523 Stellen ungeförderte, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote. Von den gemeldeten Stellen kommen 35,8 Prozent der Stellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, 8,0 Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie 8,8 Prozent aus dem Handel. Die restlichen 47,4 Prozent verteilen sich auf alle weiteren Bereichen, so Hans-​Joachim Gulde zur aktuellen Entwicklung.
In der Hauptagentur Aalen sind 2644 Arbeitslose gemeldet, das sind 85 mehr als im März. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,6 Prozent (Vormonat 4,4 Prozent). In Bopfingen sind 662 Arbeitslose gemeldet, das sind 17 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote betragt 4,8 Prozent (Vormonat 4,7 Prozent). Im Geschäftsstellenbereich Ellwangen sind 776 Arbeitslose gemeldet, das ist nur eine Person mehr. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 3,5 Prozent. Insgesamt 150 Arbeitslose mehr und damit 3948 Arbeitslose sind in Gmünd gemeldet; dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (Vormonat 5,5 Prozent). Heidenheim hat nun 3.841 gemeldete Arbeitslose, das sind 118 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,7 Prozent (Vormonat 5,5 Prozent).
In fast allen Geschäftsstellen des Agenturbezirks stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent an. Zur Vermeidung einer deutlichen Erhöhung der Arbeitslosigkeit bleibt Kurzarbeit das wichtigste Arbeitsmarktinstrument. „Ich halte es für besonders wichtig, dass die Zeit der Kurzarbeit für Qualifizierung genutzt wird. Der Arbeitgeberservice der Agenturen für Arbeit unterstützt bei Beratung, Vermittlung und Forderung gerne“, so Gulde.

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