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„Gmünder Modell“ ein Erfolg

Im Winter war vor allem der Müll Thema. Wenn jetzt aber mit dem Sommer die abendlichen Treffen in Stadt und Stadtteilen kommen, wenn sich insbesondere junge Leute draußen amüsieren, oft laut sind, manchmal über die Stränge schlagen, ist der kommunale Ordnungsdienst im Dauereinsatz. Am Donnerstag wurden zwei „Neue“ begrüßt.

Samstag, 02. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 39 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Bürgermeister Joachim Bläse sieht sich immer wieder bestätigt: Durch Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger, aber auch, wenn Kollegen aus Städten wie Reutlingen nachziehen und ebenfalls einen kommunalen Ordnungsdienst ausschreiben. Was zunächst skeptisch beurteilt wurde – warum sollte eine Stadt Aufgaben des Landes übernehmen – habe sich zum Gmünder Erfolgsmodell entwickelt, freute sich am Donnerstag auch Oberbürgermeister Wolfgang Leidig. Damit sich die Menschen wohlfühlen können in einer Stadt, so die ursprüngliche Überlegung, sind „Spielregeln“ für ein harmonisches Zusammenleben einzuhalten. Daher wurde 2008 ein Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) geschaffen, dessen zentrale Aufgabe es ist, Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt zu gewährleisten. „Aus diesen Gründen werden wir die Anzahl der Beschäftigten des KOD um zwei weitere Personen auf drei Mitarbeiter erhöhen“, so der Oberbürgermeister weiter.
Im Winter, als es weniger zu tun gab, tat allein Thomas Matok Dienst. Ab Mai werden ihm Ute Ebert und Daniel Wieser beistehen. Ebert ist 25 Jahre alt und kann sich vorstellen, irgendwann in den Justizvollzugsdienst zu wechseln, Wieser, 27, blickt auf sieben Jahre Sicherheitsdienst zurück — da habe es sich angeboten, auf die städtische Ausschreibung zu reagieren. Zunächst werden die Beiden zwei Wochen lang an der Polizeischule in Biberach geschult, wo ihnen in einem Intensivkurs das Rüstzeug für ihre künftige Arbeit mitgegeben wird; die Praxis soll sich im Alltag an der Seite erfahrender Kollegen einstellen. Alle Beteiligten erklärten, dass potentiell gefährliche Situationen grundsätzlich vermieden werden; dafür ist die Polizei zuständig. Der Kommunale Ordnungsdienst informiert, mahnt, fordert zum Beispiel eine Gruppe, die sich niedergelassen hat, auf, den Platz nachher sauber zu verlassen. Ganz wichtig ist, dass die Präsenz der Polizei, aber auch des Ordnungsdienstes – der Unruhestifter mit einer Anzeige zur Räson bringen kann – den Menschen ein Gefühl der Sicherheit gibt. Das KOD-​Team wird wieder am Tag, insbesondere aber an Wochenende und bis nach Mitternacht Dienst tun – in der Innenstadt, aber auch in den Stadtteilen, wenn es dort Ärger gibt. Schwerpunkte sind Alkoholgelage, Lärmbelästigung und illegale Abfallbeseitigung. „Banklehnensitzen“, „unbefugter Aufenthalt auf einem Schulgelände“ oder „unbefugte Nutzung von Spielplätzen“ sind ebenfalls Ordnungswidrigkeiten, die bekämpft werden sollen.

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