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Schwäbischer Albverein Untergröningen erkundete das wildromantische Elbsandsteingebirge

Dort wo das Elbsandsteingebirge am schönsten ist, genoss die Ortsgruppe Untergröningen des Schwäbischen Albvereins unvergessliche Tage.

Donnerstag, 28. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 4 Sekunden Lesedauer

ABTSGMÜND-​UNTERGRÖNINGEN (sav). Nicht besonders gut meinte es Petrus mit den 55 Wanderfreunden des SAV Untergröningen, die sich frühzeitig mit dem Bus auf den Weg machten, um das Elbsandsteingebirge – auch Sächsische Schweiz genannt – und Dresden kennenzulernen. Es goss in Strömen, jedoch ostwärts wurde das Wetter immer besser. Nur durch ein zünftiges zweites Frühstück unterbrochen, das mit umfangreichen und unterhaltenden Informationen verbunden war, erreichte man den Königsstein bei Pirna. Diese 9,5 Hektar große Bergfestung ist einzigartiges Zeugnis europäischer Festungsbaukunst und ging seit 1241 in die Geschichte ein. Im gemütlichen Hotel „Lindenhof“ in Bad Schandau wurde die Reisegruppe mit einer netten Überraschung empfangen und bestens untergebracht.
Der nächste Tag war ganz dem Besuch von Dresden gewidmet. Nach einem gemütlichen Stadtbummel konnte die Gruppe auf reservierten Plätzen an einer Orgelandacht mit anschließender Kirchenführung in der Frauenkirche teilnehmen. Ein sehr ergreifendes Erlebnis, das angesichts der Zerstörung durch den sinnlosen Bombenhagel Ende des Zweiten Weltkrieges und des spektakulären Wiederaufbaues des prächtigen Gotteshauses sehr zu Herzen ging.
Am Nachmittag stand eine sehr kompetente Stadtführerin zur Verfügung, die den Albvereinlern die Geschichte und das Schicksal Dresdens sowie den Wiederaufbau in bewegten Worten schilderte. So konnten die Teilnehmer gute Eindrücke von Dresden – das „Blaue Wunder“ inbegriffen – mit nach Hause nehmen. Tief beeindruckt ging’s ins Hotel zurück. Am Abend musizierten die vereinseigenen Musikanten und das Wanderliedersingen beherrschte den Tagesausklang.
Am dritten Tag sollte das Elbsandsteingebirge erkundet werden. Mit einer historischen Straßenbahn und mit dem Bus fuhr man ins wildromantische Kirnitzschtal, das mit seinen zehn historischen Mühlen zu den schönsten Kultur– und Erholungslandschaften zählt. Eine stattliche Wandergruppe startete auf dem „Malerweg“ in Richtung „Kuhstall“, ein massives Felsengewölbe, in das schon im 30-​jährigen Krieg die Bauern ihr Vieh in Sicherheit vor marodierenden Horden gebracht haben. Auf der „Himmelleiter“, eine Eisenleiter in einer schmalen Felsspalte, ging’s auf Tuchfühlung mit dem Fels aber noch weiter hinauf und man stand weit über dem „Kuhstall“. Der Abstieg erfolgt sehr steil durch einen Kamin, ehe man wieder halbwegs ebenen Boden unter den Füßen hatte. Inzwischen hatte sich die zweite Gruppe auf den Flößerweg begeben: Man konnte sich gut vorstellen, welch harte Arbeit die Flößer zu bewältigen hatten, die Stämme einzeln bis zur Elbe zu flößen. Von dort wurden sie dann im Verbund weitergeflößt. Vor dem Mittagstisch in der Neumannmühle, war noch Zeit, eine historische Papiermühle zu besichtigen. Die Bastei am Nachmittag war ein weiterer Höhepunkt. Überwältigend war der Blick tief ins Elbetal und auf die bizarren Felsengebilde des Elbsandsteingebirges.
Der letzte Abend wurde von den Teilnehmern mit zahlreichen humoristischen Auftritten gestaltet. Die Heimreise am nächsten Tag begann mit einer zweistündigen Dampfschifffahrt auf der Elbe bis Pirna. Das war ein weiteres „Sahnehäubchen“ dieser spektakulären Reise. Und so bedankten sich der zweite Vorsitzende Karl Kissling und Karl Mehrer im Namen der begeisterten Teilnehmer beim Abschluss in Waldhausen mit netten Überraschungen bei den Organisatoren Hanne Wahl, Christa Trinkle, Georg Wahl und Horst Schürger

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