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Das war’s dann wohl für Lorch

Verbessert gegenüber der Vorwoche, doch im Ergebnis viel deutlicher: Die Lorcher Damen verloren gestern Abend ihr Relegationsspiel gegen die TSG Schnaitheim mit 10:16. Die Chancen im Rückspiel sind nicht mehr groß. Von Axel Emele

Montag, 04. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 17 Sekunden Lesedauer

In der zweiten Runde der Relegation um den Aufstieg in die Landesliga vor heimischer Kulisse war die TSG Schnaitheim zu Gast in der Schäfersfeldhalle. Doch nach dem Schlusssirene ist der Aufstieg in weite Ferne gerückt.
Dabei hatten sich Mannschaft und Trainer im Vorfeld sehr viel vorgenommen, was man zu Spielbeginn auch klar erkennen konnte, doch in den entscheidenden Momenten erwiesen sich die Gäste einfach deutlich cleverer. Nicht einmal zwei Minuten waren absolviert, als Schnaitheim bereit mit 2:1 Führung lag. Verantwortlich war hierfür Sonja Beißwanger auf der halblinken Rückraumposition, die mit zwei Distanzwürfen erfolgreich blieb. Kurz darauf stellte Lorch bereits seine Abwehr um und nahm daraufhin Schnaitheims gefährlichste Angreiferin durch eine kurze Deckung aus dem Spiel. Diese Maßnahme zeigte aber nur kurzfristig Wirkung, als Lorch zum einzigen und letzten Mal mit 3:2 in Front lag. Im weiteren verlauf eliminierten sich die Angriffs– und Abwehrreihen, wobei auf Lorcher Seite immer wieder festgestellt werden musste, dass nach diversen Auftakthandlungen stets der letzte und entscheidende Pass entweder nicht ankam oder überhaupt nicht gespielt wurde. Als die Gast-​geberinnen in Unterzahl gerieten, nutzte Schnaitheim diese Vorteil konsequent aus und markierte zwei Tore in Folge. Sechs Minuten vor der Pause führten die Gäste sogar mit 6:3, ehe zwei verwandelte Strafwürfe den TSV wieder auf 5:6 heranbrachten.
Nachdem Schnaitheim kurz vor dem Seitenwechsel sogar noch das 5:7 erzielt hatte, setzten die Lorcher Anhänger all ihre Hoffnungen auf den zweiten Durchgang. Auch dieser begann wieder sehr vielversprechend und Lorch blieb bis zum 7:8 in Schlagweite, doch in den darauffolgenden Minuten verloren die Gastgeberinnen komplett den Faden und damit auch die Partie: Die durch kurze Deckung eigentlich aus dem Spiel genommene Marion Paus narrte zwei Mal hintereinander die komplette Lorcher Defensive und kam durch geschickte Positionswechsel jeweils vollkommen frei zum Torwurf. Eine weiterer technischer Fehler im Spielaufbau bescherte Schnaitheim kurz darauf das 11:7 und schließlich auch noch die Treffer zum 13:7. Binnen fünf Minuten hatten die Gäste die Begegnung zu ihren Gunsten entschieden und Lorch musste sich in der Schlussphase sogar noch bei der eingewechselten Torfrau Diana Schamberger bedanken, dass die 16:10 Niederlage nicht noch höher ausfiel
Entsprechend bedient zeigte sich Lorchs Trainer Martin Svoboda nach der Partie: „Eigentlich wäre mit einem Satz alles gesagt: Unsere Angriffsleistung war in keinster Weise landesligatauglich ! Es ist sicherlich keine Schande, 16 Gegentreffer zu kassieren. Aber als Schnaitheim stärker wurde, haben wir dem Gegner die Bälle einfach in die Hände gespielt. Wir werden versuchen, das Ding in Schnaitheim noch zu drehen, denn wir wissen ja, was wir können. Aber wir sollten es endlich wieder einmal unter Beweis stellen.“
Thomas Feil, Trainer TSG Schnaitheim: „Im Vorfeld hatten wir etwas Sorge, da heute zwei Spielerinnen fehlten, darunter unsere Spielmacherin Sabine Blum. Auch schien Lorch uns körperlich überlegen zu sein. Aber nachdem wir uns auf die kurze Deckung eingestellt hatten, wussten wir auch, dass wir hier etwas erreichen können. Trotz des Sieges fühlen wir uns keineswegs sicher. Vielmehr werden wir bis nächsten Samstag noch unsere Hausaufgaben machen.“
TSV Lorch: Fritz, Schamberger (Tor); Heide (1), Frey (5/​3), Sauter, Funk, Zoller, Kraft, Vogt (3/​2), Abele, Longer, Bihler (1), Grieser, Hoffmann

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