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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Leben in der Stadt gestalten

Zum heutigen Gleichstellungstag gibt es heute auf dem Johannisplatz von 10 bis 13 Uhr ein buntes Spektakel mit Musik, Theater und Tanz und vielen Informationen, außerdem ein Dunkelcafé im Prediger-​Refektorium.

Dienstag, 05. Mai 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 1 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (rz). Mit diesen Veranstaltungen knüpft das AK-​Netzwerk an ein Netz von Aktionen an, das, angeregt von der Aktion Mensch, am morgigen Dienstag, bundesweit vor Rathäusern, in Fußgängerzonen und auf zentralen Plätzen entstehen soll. Ziel ist es, Wege für die Umsetzung der in der UN-​Konvention festgelegten Rechte von Menschen mit Behinderung aufzuzeigen. Das AK-​Netzwerk möchte sich als Partner anbieten, aber „auch die Entwicklungsfelder aufzeigen“. Arbeit, Bildung, Wohnen und Zugänglichkeit sind die zentralen Themen des diesjährigen Aktionstages. Dies sind auch wichtige Themen der UN-​Konvention, die das AK-​Netzwerk mit ihren Aktionen ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken möchte. Es wäre daher schön, so die Organisatoren, wenn möglichst viele Menschen diese Gelegenheit nutzen würden. Die Aktion Netzwerk ist eine Zusammenschluss von Einrichtungen, Schule, Beratungsstellen, Beiräten und Initiativen, die sich in Kooperation mit der Stadt Schwäbisch Gmünd des Themas Teilhabe angenommen haben. Dieser Zusammenschluss organisiert seit Jahren unter anderem die Aktivitäten anlässlich des bundesweiten Gleichstellungstages am 5. Mai. Für die Stadt Schwäbisch Gmünd ist er Ansprechpartner, wenn es um Fragen der Barrierefreiheit und der Teilhabe am städtischen Leben geht. Informationen zum Gleichstellungstag als bundesweite Veranstaltung gibt es unter http://​diege​sellschafter​.de/​a​k​t​i​o​n​/​5​m​a​i​/​i​n​d​e​x.php.
Menschen mit Behinderung, deren Angehörige oder andere Personen stehen immer wieder vor dem Problem, nicht ernst genommen zu werden. Menschen mit Behinderung haben auch Ziele, Vorstellungen und Wünsche. Und Rechte. Wichtig sind insbesondere die Achtung der Menschenwürde, Nichtdiskriminierung, Achtung der Unterschiedlichkeit, Recht auf Wahrung der Identität
Sind sich die Menschen mit Behinderung dieser Grundsätze bewusst? Wer hilft den Menschen mit Behinderung und deren Familie bei der Umsetzung? BAD, Beratung und Ambulante Dienste, ist eine Beratungsstelle der Stiftung Haus Lindenhof für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige , die selbstbestimmt formulierte Lösungen unterstützt.
Der Wunsch einer Mutter beispielsweise ist, ein bestmögliches Angebot für die Menschen mit Behinderung und deren Angehörige zu entwickeln. Sie sagt: „Es braucht doch nicht jeder Dienst für sich seine eigene Elterntreffs zu organisieren; es wäre viel sinnvoller, man findet eine gemeinsame Form der Gestaltung von Elterntreffs. Alle betroffene Eltern haben das Bedürfnis, andere Betroffene kennen zu lernen und sich auszutauschen“.
Ein anderer Punkt ist die Zusammenarbeit mit der Stadt Schwäbisch Gmünd: Wäre es nicht sinnvoll, behinderten Menschen Möglichkeiten zu geben, ihre Wünsche und Bedürfnisse auch im politischen Leben mitzuteilen? Was ist barrierefrei – kann nicht durch die praktische Begehung von Rollifahrer oder eines sehbehinderten Menschen die beste Alternative entwickelt werden?
Im Blick auf die Landesgartenschau haben erste Kontakte stattgefunden und die Erarbeitung einer checkliste von Aktion Netzwerk zur Gestaltung barrierefreier Wege ist in Arbeit. Wenn sich die Stadt mit all ihren sozialen Diensten, Verbänden und Einrichtungen diesbezüglich weiter formt und entwickelt „sind wir auf einem guten Weg zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen“ so der BAD. Auch der heutige Aktionstag wird dafür genutzt.

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