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Bewohner des Pflegeheims im Kloster Lorch machten einen Ausflug in die Stuttgarter Wilhelma

Im TV-​Programm sind diese Gesellen ja fast täglich präsent – doch einige Bewohner des Pflegeheims im Kloster Lorch hatten die Gelegenheit, sie hautnah zu erleben. Der diesjährige Ausflug führte in die Wilhelma nach Stuttgart. Von Karen Zoller

Freitag, 12. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 47 Sekunden Lesedauer

LORCH. Der einstige Privatgarten des Schwabenkönigs Wilhelm I. dient heute als zoologisch-​botanische Attraktion mit jährlich über zwei Millionen Besuchern. Die 16 Senioren mit ihren Betreuern waren im überdimensionalen Zieharmonikabus angereist, schon das allein war ein Erlebnis. In Stuttgart angekommen erwartete die Gäste dunkle Wolken und ein kühler frischer Wind, so dass die Route zunächst durch ein Gewächshaus führte. Dort gab es ein Blütenmeer aus Hortensien, Fuchsien und Azaleen zu bewundern. Wieder im Freien angekommen, hatte Petrus ein Einsehen und die Tour konnte im Freien fortgeführt werden. Vorbei an den herrlichen Seerosen ging es zu den Affen, dort waren natürlich die Affenbabies, aber auch der herumtobenden halbwüchsige Nachwuchs, die Attraktion. Weiter ging es bergauf Richtung Großtiere. Hier war die Ausdauer der Betreuer gefragt; beim Rollstuhlschieben kam so mancher ordentlich außer Atem.
Doch die Anstrengung lohnte sich, vier gemütliche Dickhäuter begrüßten die Gäste mit Träröö und nahmen genussvoll eine Sanddusche. Ein Elefantenbulle bringt bis zu 6000 Kilogramm auf die Waage und kann mit seinem Rüssel bis zu 500 Kilogramm heben. Deswegen werden sie in ihrer Heimat oft auch als Arbeitstiere eingesetzt. Im nächsten Gehege hing der Futtertrog erstaunlich hoch, aber die Giraffen hatten mit ihren langen Hälsen kein Problem damit. Wie sollte dieses baumlange Tier jedoch auf ein Foto passen? Der Tipp einer Bewohnerin: einfach zwei Fotos machen und zusammensetzen!
Bei den Raubkatzen und am Bärengehege war dann Respekt angesagt. In sicherem Abstand wurden sie beobachtet. Aber war da nicht einmal so ein knuddeliger Eisbärteddy?
Da kamen die Besucher aus der Klosterstadt jedoch zu spät. Wilbär ist vor kurzem ausgezogen und darf sich nun im kühlen Norden austoben. Vielleicht kehrt einmal sein Nachwuchs ins Schwabenland zurück. Natürlich wurde zwischendurch auch eingekehrt und jeder fand das passende für den kleinen oder großen Hunger. Auf dem Rückweg konnte man noch die Fütterung der Pinguine miterleben.
„Das ist ja wie auf dem Schulhof“ bemerkte eine Seniorin, denn tatsächlich standen die Tierchen in ihren schwarzen Fräcken in Reih und Glied und warteten geduldig bis sie an der Reihe waren
Kaum zu glauben wie viele Heringe in so einen kleine Vogel hineinpassen – und vor allem: der Frack wird nie zu eng! Müde von den vielen Eindrücken traten alle die Heimreise an. Die Organisatoren waren zufrieden, der Kommentar einer Bewohnerin: „Es war schon anstrengend, aber etwas schönes darf auch mal anstrengend sein!“

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