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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Altersgenossen 1969 eröffneten bei bestem Wetter den Reigen der Jahrgangsfeste

Die Mitglieder des AGV 1969 waren die ersten im Reigen der Jahrgangsfeste, die mit einem bunten Zug durch die Straßen der Stadt und ins Münster zogen, wo ihnen der scheidende Pfarrer Hermann Friedl in ökumenischer Verbundenheit die Festpredigt hielt. Schon am Donnerstag hatte das Fest mit dem Begrüßungsabend begonnen.

Montag, 15. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
3 Minuten Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (kos). 1969 — „Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für den AGV 1969“ war in Anspielung an die ersten Schritte der Menschen auf dem Mond, das Motto des Festzuges der 40er durch die Stadt, der am frühen Morgen nach den Böllerschüssen und dem Sektumtrunk am Sebaldplatz begonnen hatte und sich dann, bewundert von vielen Zuschauern, durch die Straßen der Stadt zur Johanniskirche bewegte. Von dort aus ging es nach Turmblasen und Aloislelied und erneutem Knälle zum Zeichen des G’scheitwerdens der über 70 Altersgenossen weiter zum Münster.
Vorneweg dirigierte Dietmar Spiller seine MV-​Stadtkapelle, der das Gmünder Bähnle wie immer zu den Festen beladen mit vielen kleinen Gästen folgte. Eine große Kinderschar folgte ihm auch, sie alle ein wenig im Weltraum-​Look, wie auch der Wagen mit der Mondrakete vom ersten Schritt der Menschen auf dem Mond und dem der AGVler 1969 ins Leben kündete. Viele Blumen hatten die Altersgenossen zu tragen, mit denen sie von Freunden und Bekannten bedacht worden waren. So klangvoll wie er begonnen hatte, endete der Zug mit dem Musikverein Bettringen.
Im Münster erwartete sie Pfarrer Hermann Friedl, der sie bei „Superwetter und Sonnenstrahlen“ begrüßte. Da könne der Weg nur zur Mitte, zu Gott, führen. Dies und das G’scheitwerden der 40er wolle man nun in ökumenischer Verbundenheit feiern. Das geschah dann in einem wunderschönen Gottesdienst und mit einer gehaltvollen Predigt. Dabei trugen Stephan Beck an der Orgel und der Chor „Feel the gospel“, der mit Beifall bedacht wurde, unter der Leitung von Christine Maihöfer und Thomas Baur musikalisch zum Gelingen bei.
Nach der Einstimmung mit Gedanken an das Labyrinth von Chartres, das immer wieder zur Mitte findet und das, auf dem Programm des Festgottesdienstes abgebildet, für die AGVler ein Symbol sein sollte, las Pfarrer Friedl den von den Altersgenossen ausgesuchten Predigttext aus Johannes 14, 1 – 6, in dem es heißt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben…“ In seiner Predigt für die Altersgenossen erinnerte er an das Jahr der Mondlandung 1969 wo der erste Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte.
Er sei dankbar, dass er vor seinem weiteren Weg durch das Labyrinth des Lebens Richtung Ulm-​Wiblingen den Gottesdienst mit dem Jahrgang 1969 noch feiern könne. Entgegen den Astronauten, die mittels der Technik in den Weltraum befördert wurden, komme Gott — so Friedl — auf die Erde herab. So sei er nicht nebulös oben, sondern ein Gott, der sich mit uns solidarisiert und uns nicht im Unklaren aber im Labyrinth unseres Lebens lasse, in dem wir den Weg zur Mitte und zur Liebe, den uns Jesu mit seinen Worten „Ich bin der Weg…“ gezeigt habe, finden könnten.
Dieses Labyrinth des Lebens sei eines mit vielen Auf und Ab, aber auch eines mit einer gehörigen Portion Hoffnung, Glauben und Liebe. Und der Weg ins Labyrinth führe im Gegensatz zu einem Irrweg nicht in eine Sackgasse, sondern letztlich zur Mitte. Diesen Platz in der Mitte bereite Jesu als Licht der Welt an der Seite Gottes für uns vor. Der Weg ins Labyrinth des Lebens könne oft mühsam und steinig sein, und doch würde man auf ihm Menschen finden, die uns vorleben würden, wohin ein gelingendes Leben führt. Die AGVler des Jahrgangs 1969seien schon vierzig Jahre auf diesem Weg, auf dem die Hälfte noch vor ihnen liegen würde. Er forderte sie zum Schluss seiner fesselnden Predigt auf: „Packen wir es an mit ihm unseren Gott, der uns die Mitte des Lebens schenkt.“
Nach der Predigt formierte sich der Festzug zum zweitenmal, um wiederum durch die Straßen zu ziehen. Am Stadtgarten wurde dann zur Erinnerung das Gruppenfoto gemacht, gemeinsam zu Mittag gegessen und am Abend im Peter-​Parler-​Saal kräftig und lange das G’scheitwerden gefeiert.
Auch die große Feier am Abend im Stadtgarten stand dann im Zeichen des Jahres 1969 mit der Mondlandung und anderen markanten Dingen. Michael Schaumann führte durch den abwechslungsreichen Abend, nachdem auch Gabi Dlask und Martin Kienle alle begrüßt und Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, der schon im Vorjahr die Vierzig erreicht und am Morgen dem Zügle durch die Stadt geholfen hatte, Grußworte der Stadt überbracht hatte. Das Programm wurde dann auch von den Altersgenossen mit einem Auftritt mit viel Rhythmus und Tanz gestaltet. Und die Kapelle „The Bring it Home Boys“ sorgte für die stimmungsvolle Musik. Um Mitternacht erklang dann wieder das Aloisle-​Lied und zum Finale und dem Abflug zur Erde gab es noch eine tolle Lichtshow. Heute sind dann die Altersgenossen zur Blaufahrt unterwegs.

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