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Am Samstag werden 25 Jahre Frauenforum Schwäbisch Gmünd mit einem großen Sommerfest gefeiert

Schwäbisch Gmünd

Rems-Zeitung

25 Jahre Frauenforum: Das bedeutet ein Vierteljahrhundert kämpferische Aktionen, rauschende Feste und gemeinsam getragene Anliegen zum Wohle der Frauen in Gmünd. Am kommenden Samstag wird dieses Jubiläum mit einem Sommerfest auf dem Münsterplatz gefeiert.

Mittwoch, 17. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
153 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Zunächst: Es wird wirklich etwas los sein am Samstag: Ab 17 Uhr gibt es auf dem Münsterplatz einen „Markt der Möglichkeiten“, bei dem sich verschiedene (Frauen-)Organisationen und Vereine vorstellen, die Mitstreiterinnen suchen oder für eine Idee werben — Die weis(s)e Frau, Frauen helfen Frauen, Fun, die Landfrauen, der Hausfrauenbund, also-​lia, Yunus Emre, Weltladen und natürlich das Frauenforum selbst, das eine Litfaßsäule mit der Bilanz der vergangenen 25 Jahre schmückt. Zudem haben Unternehmerinnen, die das Frauenforum seit Jahren unterstützen, Gelegenheit, sich zu präsentieren. Das wiederum bedeutet, dass es über die reine Information hinaus Schmuck, Klamotten, Bücher, Kunsthandwerk, nette Verschenkartikel und anderes mehr gibt. Jede Menge zu essen und zu trinken zudem, von türkischen und italienischen Spezialitäten übers selbst gemachte Eis aus Gschwend bis hin zur zum Konzert passenden Caipirinha. Für den Nachwuchs bieten die also-​Frauen außergewöhnliches Spielzeug an, Okidoki das bewährte Kinderschminken und die Esperanza-​Crew eine Hüpfburg; der Förderverein „Italienisch an Schulen“ organisiert einen Kinderflohmarkt. Ab 21 Uhr spielt „Kick la luna“ im Café Spielplatz – wie es Eva Staller gelungen ist, die Frauenband zu verpflichten, bleibt ihr Geheimnis. Zu erwarten sind Gänsehaut-​Songs, jazzige Brasil-​Rhythmen und ganz viel Soul; der Eintritt ist für Männer und Frauen frei; Spenden sind willkommen.
Gmünd hat nicht erst seit der Gründung des Frauenforums engagierte Frauengruppen: Die Landfrauen waren damals bereits fast 30 Jahre alt; aus der Frauenbewegung entstandene Gruppen hatten Diskussionen über den § 218 und zu Tagesmüttern organisiert. Was fehlte, war ein Bewusstsein dafür, gemeinsam mehr erreichen zu können. Unterschiedlichste Frauengruppen beschlossen 1984 aber doch, sich unter dem Motto „Solidarität statt Konkurrenz“ zusammenzuschließen und sogleich damit zu beginnen, neue Institutionen wie ein Gmünder Frauenhaus auf den Weg zu bringen und Feste wie den Gmünder Frauenfasching zu etablieren. Es gab Gespräche mit Abgeordneten und OB-​Kandidaten, Resolutionen an den Kreistag, und fast von Anfang die Forderung nach einer hauptamtlichen Frauenbeauftragten. Zehn Jahre später, 1994, wurde Elke Heer eingestellt, die seither die Ehrenamtlichen des Frauenforums nach Kräften unterstützt: „Die Zusammenarbeit lebt von der gemeinsamen Grundüberzeugung, dass Frauenarbeit eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe ist“. Heute ist das Frauenforum ein nicht eingetragener Verein, der gleichwohl Spendenbescheinigungen ausstellen kann. Auch von der Idee eines Dachverbands hat man sich verabschiedet, weil es dann so schwierig geworden wäre, Einzelfrauen zu integrieren. Die sind heute ebenso unter den Mitgliedern zu finden wie große kirchliche, politische und und autonome Gruppen vom Hausfrauenbund bis hin zu den Normannia-​Frauen. Viele Frauen, die im Organisationsteam zu finden waren, sind wohlbekannt in der Stadt – Liselotte Rollny etwa, Martina Häusler , Silvia Schneck-​Volland und Ursula Röttele. Auch Eva-​Maria Staller trug als Frau der ersten Stunde Verantwortung, wie überhaupt nicht wenige Mitglieder von Anfang an dabei waren. Heute leiten Karin Stroh, Kirsten Schunck, Cornelia Österle und Ulrike Böckler das Frauenforum.
Im Folgenden eine Auswahl der Aktivitäten und frauenpolitischen Impulse.
eine Kampagne, die Mädchen im Freibad vor Grapschern schützte; hier fühlten sich viele sehr junge Frauen angesprochen und endlich ernst genommen — wovon Dutzende Briefe zeugten
Die Hilfsaktion „Help here“, die ebenfalls das Thema Belästigung bzw. Sicherheit im öffentlichen Raum aufgriff.
Public Viewing anlässlich der Frauenfußballweltmeisterschaft 2007 — damit wurde auf sehr nachdrückliche Weise auf die noch immer und nicht nur im Frauensport bestehenden Ungleichheiten hingewiesen
Die Ausstellung „Fliessend“, die acht Künstlerinnen aus Gmünd und Umgebung würdigte.
viele Veranstaltungen vor Wahlen
Seit über zehn Jahren gibt es jetzt den Neujahrsempfang für Frauen
Wie es in den nächsten 25 Jahren weitergehen soll, wird sicherlich beim Sommerfest am kommenden Samstag Thema.