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Vergabe von Bauarbeiten für die Wasserversorgung, die neue Sporthalle, die Realschule und das Haus Kielwein in Heubach

Aufträge im Gegenwert von fast drei Millionen Euro wurden gestern im Heubacher Gemeinderat vergeben. Der Löwenanteil davon betraf den Neubau der Sporthalle. Doch auch eine Anlage zur Filterung des Trinkwassers aus eigenen Quellen blieb bezüglich der Kosten nur haarscharf unter der Millionengrenze. Von Gerold Bauer

Mittwoch, 17. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
3 Minuten Lesedauer

HEUBACH. Wenn eine Kommune eigenes Trinkwasser aus Quellen oder Brunnen vor Ort zur Verfügung hat, so sollten diese Ressourcen auch genutzt werden. Dies machte Bürgermeister Klaus Maier im Hinblick auf die Wasserversorgung in Heubach deutlich. Nicht zuletzt deshalb, weil eingekauftes Trinkwasser teuer ist.
Teuer wird zunächst auch die Nutzung des Eigenwassers, denn um die strenger gewordenen Richtlinien fürs Trinkwasser zu erfüllen, ist eine zusätzliche Aufbereitung erforderlich. Die Anlage dazu soll zentral am Hochbehälter Ried gebaut werden. Die Ergebnisse der Ausschreibung wurden gestern im Gemeinderat präsentiert. Erfreulich daran ist vor allem der Umstand, dass die Angebote mit unterm Strich 918 089 Euro deutlich unter den vorab kalkulierten Kosten (1,01 Millionen Euro) geblieben sind. Die beiden Gewerke für Erd– und Rohbauarbeiten sowie den Tief– und Leitungsbau gehen für 145 920 Euro beziehungsweise 231 992 Euro jeweils mit klarem Abstand zum nächsten Bieter an die Fa. Georg Eichele aus Untergröningen. Ein örtlicher Bieter wollte für diese Arbeiten 212 447 Euro beziehungsweise 394 0301 Euro haben. Die verfahrens– und elektrotechnische Ausrüstung liefert und installiert die KG GmbH aus Nellingen für 425 892 Euro. Für die Schlosser– und Leichtmetallarbeiten gab nur die Fa. Richter aus Essingen ein Angebot ab und bekam den Auftrag für 56 146 Euro. Die Maler– und Putzarbeiten führt die Fa. Adolf Baumann & Sohn aus Heubach für 20 916 Euro aus. Der Auftrag für die Fliesen– und Estricharbeiten geht nach Aalen an Albert Abele (für 15 061 Euro). Zimmer-​, Dachdecker– und Klempnerarbeiten erledigt Wilhelm Unfried aus Heubach für 16 989 Euro, und um die Sanitärinstallation kümmert sich die Heubacher Firma Grötzinger für 5171 Euro.
Wesentlich größer war das Bieter-​Interesse an den Erd– und Rohbauarbeiten für den Sporthallenneubau. Der Auftrag ging an die Fa.Franz Traub aus Ebnat für 1,472 Millionen Euro. Unter den sieben weiteren Bietern war auch ein Heubacher Unternehmen, dass mit 1,608 Millionen Euro eingeben hatte. Für Diskussionsstoff sorgte ein Nebenangebot, das bei getrennter Vergabe von Erd– und Rohbauarbeiten zu einer Ersparnis von rund 100 000 Euro geführt hätte. Allerdings nur dann, wie Ingenieur. Bartsch erklärte, wenn die vom Bieter vermutete Zusammensetzung des Untergrunds tatsächlich so ist, wie im Nebenangebot beschrieben. In diesem Fall wäre aber auch der Ausschreibungssieger bereit, den entsprechenden Nachlass aufgrund einer dann vereinfachten Bauausführung zu gewähren, so dass die Stadt kein Geld verschenkt. Betont wurde von der Verwaltung und von Architektin Cathrin Dietz, dass aus Gründen der Gewährleistung beide Auftragsblöcke an den gleichen Unternehmer vergeben werden sollten.
Für den Brandschutz an der Realschule ging ein Auftrag für Trockenbauarbeiten an S & S Seifert aus Aalen (110 455 Euro). Der örtliche Bieter war zirka 18 000 Euro teurer. Die Elektroarbeiten für die Gmünder Firma Karl Starz für 111 989 Euro aus. Das Angebot des örtlichen Mitbewerbers belief sich auf 168 236.
Ausführlich wurde über das Thema „Rufanlage im Haus Kielwein“ diskutiert. Statt der (aufgrund der früheren Schätzung eines auswärtigen Büros) angenommen Kosten von rund 70 000 Euro wird das Zimmer-​Notrufsystem mit Übertragung auf die tragbaren Telefone des Pflegepersonals 101 132 Euro kosten. Dafür gibt es dann aber auch Armbänder mit Sendern für demenzkranke Heimbewohner und eine elektronische Überwachung der Türen.
Während Stadtrat Dr.Michael Heinzelmann diesbezüglich von „elektronischen Fußfesseln“ sprach, und Günther Lux eine Beschränkung auf die angedachten 70 000 Euro forderte, betrachteten mehrere andere Stadträte es als sehr sinnvoll. Denn immer wieder höre und lese man von Heimbewohnern, die in einem unbemerkten Augenblick das Haus verlassen und dann nicht mehr zurück finden. Unterstrichen wurde unisono, dass die „Wunschliste“ der Johanniter, die die Betriebsträgerschaft für das Haus haben, nicht ins Uferlose gehen dürfe. Es sei bei Investitionen genau darauf zu achten, ob der jeweilige Bereich in die finanzielle Zuständigkeit der Stadt Heubach falle.
Eine weitere Ausschreibung bezog sich auf das schadhafte Dach der Sporthalle an der Adlerstraße. Für 93 354 Euro erneuert die Fa. Striedl aus Friedberg die Sheddach-​Kunststoffverglasung. Der teuerste Bieter verlangte 138 919 Euro.
Die Heubacher Bürgermeisterwahl (Klaus Maier kandidiert wieder) ist am 29. November und ein eventueller zweiter Urnengang am 13. Dezember. Bewerbungen sind vom 26. September bis zum 2. November möglich.

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