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Forderung nach konkreten Schritten für die Einführung des Diakonats für Frauen

Bei der Sitzung des Dekanatsrats im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Aalen rief Dekan Dr. Pius Angstenberger die Mitglieder des Gremiums auf, gemeinsam Maßnahmen zu treffen, um die personelle Notsituation in den Griff zu bekommen. Von Johannes Müller

Samstag, 20. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 57 Sekunden Lesedauer

OSTALBKREIS. Die Seelsorge leide Not, wenn es an pastoralem Personal fehlt. Dies bedrücke ihn und seine geistlichen Mitbrüder immer mehr, sagte Dekan Dr. Pius Angstenberger im Dekanatsrat.Eine erste außergewöhnliche Maßnahme haben er und vier weitere Delegierte des Leitungsteams im Dekanatsrat bereits getroffen. „Wir haben dem dafür Zuständigen in der Diözese unsere personelle Notsituation mit allem Nachdruck vorgetragen“, berichtete Dekan Angstenberger.
In dem Gespräch mit Domkapitular Paul Hildebrand, Leiter der Hauptabteilung Pastorales Personal der Diözese, betonten die Vertreter des Dekanates Ost-​alb: „Die personellen Herausforderungen werden immer größer“. Die Fälle, in denen pastorale Stellen in den Gemeinden über längere Zeit nicht besetzt seien, häufen sich.
Angstenberger appellierte an den Dekanatsrat, personelle Veränderungen in den Gemeinden rechtzeitig in den Blick zu nehmen und gemeinsam die anstehende Planung zu besprechen. „Wenn ein Pfarrer in den Ruhestand geht, müssen schon im Vorfeld die daraus resultierenden Folgen erkannt und die entsprechenden Schlüsse gezogen werden“, sagte der Dekan.Einen zwar nicht neuen, aber immer noch spektakulären Vorschlag machte der Essinger Dekanatsrat Dr. Hans-​Dieter Bolten: „Es ist höchste Zeit, dass endlich konkrete Schritte für die Einführung des längst überfälligen Diakonats der Frau gemacht werden“. Man sei zwar von der Notwendigkeit überzeugt, aber nichts geschehe.
Eine Fülle neuer Themen und Projekte prägen das Jahresprogramm 2010. Die im Vorfeld aus dem Gremium gesammelten Vorschläge und Ideen erläuterte Dekanatsreferentin Hildegard Seibold. Der Schwerpunkt liege auf dem Thema „Arbeitswelt und wirtschaftliche Situation“. Eine Podiumsdiskussion unter Einbeziehung des Betriebsseelsorgers, der Bundestagsabgeordneten, der Betriebsräte und der Arbeitsagentur sei geplant.
„Da muss auch ein Fachmann aus der Wirtschaft dazu“, meldete sich Dr. Bolten, der das Fehlen kompetenter Experten aus diesem Bereich bei solchen Veranstaltungen bemängelte. Weitere Themen für das kommende Jahr seien die Stärkung der Ehrenamtlichen durch Fortbildung, der gemeinsame Besuch des ökumenischen Kirchentags in München und der Tag der offenen Tür mit Vorstellung der Dienste im Haus der katholischen Kirche in Aalen.
Bei der Seniorenwallfahrt im September 2010 in der Wasseralfinger Sängerhalle sei Bischof Gebhard Fürst als Prediger und Hauptzelebrant eingeladen. Für die Wahlen der Kirchengemeinderäte sollten in den Gemeinden die Vorbereitungen rechtzeitig anlaufen, erinnerte Hildegard Seibold.
Nach kontroverser Diskussion stimmte der Dekanatsrat der Einrichtung einer neuen Stelle für die Seelsorge an Familien mit behinderten Kindern zu. Die Notwendigkeit und das Bedürfnis dafür schilderte Dekanatsreferent Martin Kessler anhand konkreter Beispiele aus dem Dekanat. Der Antrag zur Schaffung und Finanzierung dieser neuen Stelle geht an die Diözese.
Als Dekanatsbeauftragte in der Familienpastoral werden am kommenden Mittwoch, 24. Juni, Kornelia Spiegler, Bildungsreferentin bei der Kath. Erwachsenenbildung (KEB), und Martin Kessler eingeführt. Sie sollen die Familienarbeit im Dekanat fördern, begleiten und vernetzen.

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