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Pflegeheim St. Johannes feiert zehnjähriges Bestehen mit Festakt und Tag der offenen Tür

Mit gerade einmal zehn Jahren steckt das von der Stiftung Haus Lindenhof betriebene Pflegeheim St. Johannes in Waldstetten eigentlich noch in den Kinderschuhen. Im Pflegeheim St. Johannes haben die Einwohner allerdings im Leben schon viel erlebt, denn sie sind etwas betagter, versprühen aber immer noch sehr viel Lebensfreude, die soziale Kommunikation wird nämlich groß geschrieben. Von Giovanni Deriu

Samstag, 20. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 53 Sekunden Lesedauer

WALDSTETTEN. In unserer schnelllebigen Zeit ist es schon eine Kunst, als Institution das „zehnjährige“ Bestehen zu feiern. Wenn das aber gelingt, wie dem Pflegeheim St. Johannes in Waldstetten, das heute seinen runden Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür von 11 bis 17 Uhr feiert, zeugt das schon von hoher Qualität und Zuverlässigkeit in allen Bereichen. Man fühlt sich wohl, wenn man, wie gestern zum aller ersten Mal das Ambiente des Pflegeheims kennen lernen darf. So ging es vielen Besuchern beim gestrigen Festakt im Saal und bei der Begehung des Innenhofs. Die Pflegeheim-​Leitung hatte für einen festlichen aber nicht überkandidelten Rahmen gesorgt. „Klein aber fein“, und mit viel herzlicher Wärme wurde empfangen. Clemens Wochner-​Luikh, der Bereichsleiter der Stiftung Haus Lindenhof, hob in seiner Begrüßungsrede hervor, was tatsächlich gelingen kann, wenn viele Bürger mit dem gleichen Ansinnen, sich für etwas einsetzen – wie dem Pflegeheim St. Johannes. Eine Konzeption von Menschen für Menschen ausgearbeitet. Die „Erfolgs-​Philosophie“, so Wochner-​Luikh später im Eingangsbereich, werde von den „fast 700“ Mitgliedern des Fördervereins getragen. Der Direktor Jürgen Kunze, wies daraufhin, das es immer der Einsatz der Menschen vor Ort sei, die den Grundsatz des Pflegeheims erfüllen.
„Selbst. Bestimmt. Leben“, so stand es hinter Jürgen Kunze auf der Leinwand. Da Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold plötzlich erkrankt war, sprach sein Stellvertreter, Anton Weber, den Feiernden und dem Pflegeheim-​Team die Glückwünsche und den „Zuspruch“ der Gemeinde Waldstetten aus. Für die 47 Beschäftigte, in Voll– und Teilzeit, und auch für die ehrenamtlichen Helfer überreichte Weber als Dank gelbe Rosen. Sozialdezernent Josef Rettenmaier, am Landratsamt des Ostalbkreis, erwähnte, dass rund 750 neue Pflegeplätze im Ostalbkreis gestaltet worden seien, und mit 40 Prozent liege die Region in der Spitzengruppe Baden-​Württembergs. Weiterhin werde der Landkreis Sorge dafür tragen, dass die „Daseinsfürsorge“ für Senioren gegeben sei. Mustergültig auch, dass das Pflegeheim mittendrin in der Gemeinde stehe. Paul Lerchenmüller, der Heimbeirat, sieht den Mensch als „Viator“, als ewiger Wanderer, unterwegs, nie ganz zu Hause. Das Haus allerdings, und er meinte St. Johannes, sei ein wenig „wie Stazione Termini“. Doch hier bekäme die „Endstation“ einen Sinn, viele Biographien begegnen sich im Hause. Der Ort werde auch weiterhin „beseelt“. Dazu gehöre auch das bestehende (Nacht-)Café als Kontaktstelle. Einrichtungsleiterin Sandra Nibel ließ die Entstehung als Märchen Revue passieren: „Märchen werden wahr, wenn man Träume lebt.“ Der evangelische Pfarrer Jörg Krieg überbrachte die „gesegneten Wünsche“ des katholischen Kollegen, Pfarrer Ernst-​Christof Geil.

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