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Vandalismus-​Serien in Heubach vor der Aufklärung

Seit ungefähr einem halben Jahr zogen wiederholt Gruppen durch Heubach, die durch Vandalismus, Diebstähle und Einbrüche Sachschäden in einer Größenordnung von etwa 40 000 Euro anrichteten. Die Heubacher Polizei steht beim absolut größten Teil der Taten unmittelbar vor der Aufklärung.

Samstag, 20. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 43 Sekunden Lesedauer

HEUBACH. Es begann über die Jahreswende mit umfangreichen Schmierereien an öffentlichen und privaten Gebäuden, teilweise mit gezielt beleidigendem Inhalt gegen lokal bekannte Personen. Im März waren es dann mehrere Einzelbeschädigungen zu unterschiedlichen Zeiten.
Bezüglich des Sachschadens herausragend waren dabei die Farbschmierereien im Funpark, wiederum auch mit beleidigenden Inhalten. An den Inhalten der Schmierereien war jedoch erkennbar, dass es aber vor allem in der Absicht der Täter lag, sich selbst zu produzieren und darzustellen. Ende Mai zog sich dann eine Spur der Verwüstung hauptsächlich durch Haupt-​, Adler– und Grabenstraße und das Übelmesserareal. Von der Sachbeschädigung an zahllosen Objekten, über Pkw-​Aufbruch und versuchtem Pkw-​Diebstahl bis zum Einbruch begingen die Täter wahllos Straftaten.
Zu all diesen Serien und Einzeldelikten wurden in den vergangenen Wochen durch die Heubacher Polizei Tatverdächtige ermittelt. Wie es sich derzeit darstellt, sind für die Taten verschiedene Tätergruppierungen verantwortlich, wobei einzelne Tatverdächtige auch mehrfach aufgetreten sind. Die Tatverdächtigen sind zwischen 15 und 23 Jahre alt und stammen zum größten Teil aus dem Großraum Heubach. Die Polizei unterscheidet mittlerweile die Tatserien auch nach der benutzten Sprühfarbe. „Wir haben die im März mit grauer Farbe begangenen Beschädigungen im Funpark vollständig aus ermittelt“, gibt die ermittelnde Polizeibeamten an, „wir sind jedoch im Zuge der Ermittlungen auf weitere umfängliche Schmierereien gestoßen, zu denen uns die Täter bereits namentlich bekannt sind. Auch an diese werden wir in Kürze herantreten.“
Die Stadt Heubach, die selbst durch viele Beschädigungen selbst in erheblichem Umfang finanziell geschädigt wurde, wurde über den Stand der polizeilichen Ermittlungen auf dem Laufenden gehalten. Dort ist man sehr erleichtert, dass die polizeilichen Ermittlungen unmittelbar vor einem positiven Abschluss stehen und man die Tatverdächtigen dann auch belangen kann. Denn nicht nur das Stadtbild hat durch die zahllosen, fast allgegenwärtig auffallenden Beschädigungen sehr gelitten, die Taten haben auch in der Bevölkerung große Unruhe ausgelöst. Zu der Betroffenheit, dass man solchen Exzessen nahezu machtlos gegenübersteht, kam die Wut über die ebenso sinnlose, wie rücksichtslose Bereitschaft fremdes Eigentum wahllos und in großem Umfang zu zerstören.
„Wir sind sehr froh, Tatverdächtige in diesem Umfang ermittelt zu haben und hoffen natürlich, damit den Bürgern das ins Wanken geratene Sicherheitsgefühl zurückgeben zu können“, zeigt sich der stellvertretende Polizeichef von Heubach, Wolfgang Ender, zu Recht sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit.

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