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Fußball, Oberliga: Mannschaft und Trainer sinnen bei der Bundesliga-​Reserve von Hoffenheim auf Wiedergutmachung

„Wir wollen uns gut verkaufen“, sagt Normannia-​Trainer Alexander Zorniger vor dem letzten Saisonspiel der Gmünder bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim. Die 0:5-Hinspielschlappe ist noch fest im Hinterkopf von Coach und Team verankert. Von Patrick Tannhäuser

Freitag, 05. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 31 Sekunden Lesedauer

Eine der derbsten Pleiten der siebenjährigen Amtszeit von Trainer Alexander Zorniger kassierten die Normannen kurz vor der Winterpause gegen die TSG Hoffenheim II. „So langsam ist die Schwelle überschritten“, sagte Zorniger nach der Partie und übte schonungslos Kritik an seinen Kickern. Fabio Accardi musste damals schon nach 35 Minuten vom Platz. Zorniger: „Eine reine Schutzmaßnahme.“ In allen Belangen waren die zu diesem Zeitpunkt noch von Rainer Scharinger gecoachten Gäste überlegen. Mit schnellem Kombinationsspiel wurde die Defensive der Normannen regelrecht auseinander genommen. So etwas soll am morgigen Samstag nicht eine Wiederholung finden. „Wenn wir nicht kompakt stehen, dann wird es schwierig“, gibt Zorniger seinen Mannen mit auf den Weg. Laufbereitschaft und konsequente Zweikampfführung sind die grundlegenden Fähigkeiten, die vom Gmünder Team gefordert sind. Zorniger: „Die Hoffenheimer Mannschaft fällt auseinander. Die wollen mit Sicherheit noch einmal zeigen, was sie können. Wir müssen an unsere Grenzen gehen.“ Vielleicht liegt aber da auch die Chance der Normannen, denn für die Hoffenheimer ist sportlich schon seit einigen Spieltagen die Luft raus, die meisten Spieler haben neue Verträge bei anderen Vereinen unterschrieben – vielleicht ist bei den Gastgebern schon ein wenig die Luft raus? Zorniger kann zum Abschluss fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Nur Ralph Molner wird fehlen. Der Rest war am vergangenen Dienstag komplett zum Training angetreten.
„Ich möchte, dass wir noch einmal alle gemeinsam im Bus zum Auswärtsspiel reisen“, freut sich Zorniger auf die letzte Partie als FCN-​Coach. Allerdings werden mit Patrick Widmann und Dieter Engelhardt zwei langjährige Weggefährten bei dieser Reise fehlen. Der Teammanager weilt in Barcelona und der Co-​Trainer sowie frischgebackene zweifache Familienvater befindet sich bereits im Urlaub. Zorniger möchte das Spiel in Hoffenheim gemeinsam mit seinen Jungs nochmals genießen. So wie er das schon am vergangenen Samstag vor heimischer Kulisse tun durfte. „Es gab schon ein paar schöne private Erlebnisse, die Geburt meiner Neffen, aber das war der schönste Tag meines Lebens. Ich habe es einfach genossen“, macht Zorniger keinen Hehl aus seinen Gefühlen. Die Vielzahl der persönlichen Gesten und Geschenke beeindruckte den zukünftigen Co-​Trainer von Markus Babbel beim VfB Stuttgart.
Am heutigen Freitag geht die Abschiedszeremonie noch weiter. Die Oberliga-​Mannschaft des FCN hat nochmals ein Beachvolleyball-​Turnier auf der Anlage des Squash & Fit in Waldstetten organisiert. Ab 16 Uhr wird dort gepritscht und gebaggert. „Ich bin gespannt was die Jungs auf die Beine gestellt haben“, freut sich Zorniger als bekennender Beachvolleyball-​Fan auf dieses Turnier und hofft gleichzeitig auf gutes Wetter. „Nur die Teamzusammenstellungen sind inakzeptabel“, ergänzt der Coach. Mit Betreuer Laslo Tabori muss der ehrgeizige Zorniger in einer Mannschaft antreten. „Laslos Blockfähigkeiten sind nicht gerade auf internationalem Niveau“, begründet Zorniger lachend. Trotz einer Operation an den Unterarmen, will er sich dieses Turnier nicht entgehen lassen. „Ich hoffe, es geht. Die Fäden wurden erste gezogen, aber ich will meinen Jungs schon noch einmal die Grenzen aufzeigen“, verkündet er. Bleibt nur zu hoffen, dass am morgigen Samstag die Hoffenheimer Kicker dies nicht auch tun, sonst wäre Zornigers gute Abschiedslaune wahrscheinlich schnell wieder dahin.
Zorniger braucht beim finden der richtigen Startaufstellung ein genauso gutes Händchen, wie beim Beachvolleyball. „Es ist schon vorstellbar, nicht mit der gleichen Mannschaft zu spielen“, sagt er im Vergleich zum letzten Heimauftritt gegen Nöttingen. Wobei er gleich einschränkt: „Ich muss niemand nochmals die Chance geben, sich zu präsentieren.“
FC Normannia: Gruca, Zech – Göhl, Zimmermann, Kasunic, Krätschmer, Catizone, S. Kaiser, Faber, D. Kaiser, Molinari, Grampes, Cetin, Pelerin, C. Bauer, Kivotidis, Greco, Mangold.

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