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Gschwender Reisegruppe machte einen sehr interessanten Ausflug in die Bundeshauptstadt Berlin

Die Bundeshauptstadt mit ihren so unterschiedlichen Facetten lernte eine Reisegruppe aus Gschwend kennen. Die DRK-​Initiative „Bürger für Bürger“ und die „Seniorenrunde“ hatten diesen interessanten Ausflug organisiert. Von Winfried Sprenger

Freitag, 05. Juni 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 32 Sekunden Lesedauer

GSCHWEND. Am Sonntag startete pünktlich um 6 Uhr morgens ein vollbesetzter Bus mit Fahrer Albert Deininger in Richtung Bundeshauptstadt. Alle waren schon gespannt, was man bei dem vollen Programm in den nächsten Tagen erleben würde.
Nach einem zünftigen Vesper unterwegs wurde am Nachmittag Schloss Sanssouci in Potsdam erreicht. Seit 1990 steht Sanssouci mit seinen Schlössern und dem weitläufigen Schlosspark als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Bei einer Parkführung erfuhr die Gruppe alles Wissenswerte über die Historie der damaligen Zeit.
Anschließend ging es zum Schloss Cecilienhof, wo das Potsdamer Abkommen von den Siegermächten 1945 unterzeichnet wurde. In einem zentral gelegenen Hotel in der Nähe des Potsdamer Platzes bezogen die Gschwender in geräumigen Zimmern unser Quartier. Nach dem Abendessen wurde bei einem Spaziergang die Umgebung am Potsdamer Platz und am Brandenburger Tor erkundet.
Am zweiten Tag hieß es gleich nach einem reichhaltigen Frühstück vom Buffet: „Auf zum Reichstag!“ Im Plenarsaal erfuhren die Besucher in einem interessanten Vortrag viel über die Arbeit des Bundestages. Danach stieg man dem Reichstag buchstäblich aufs Dach und genoß in der gläsernen Kuppel den tollen Rundblick über die Stadt.
Anschließend stand der Besuch der baden-​württembergischen Landesvertretung in Berlin auf dem Programm. Bei Brezeln und Getränken wurde über die Aufgaben der Dienststelle informiert. Ministerpräsident Günther Oettinger war kurz beim eiligen Verlassen des Gebäudes zu sehen (wobei seine Eile nichts mit den Besuchern aus Gschwend zu tun hatte). Bei einer Schifffahrt wurden danach die Sehenswürdigkeiten der Stadt am Uferder Spree näher gebracht. Der Abend stand zur freien Verfügung.
Am dritten Tag startete die Gruppe zu einer ausgedehnten Stadtrundfahrt durch „West-​Berlin“. Die Stadtführerin, ausgestattet mit der sprichwörtlichen „Berliner Schnauze“, verstand es vorzüglich die Sehenswürdigkeiten, vermischt mit lustigen Anekdoten aus dem Berliner Milieu zu erklären, so dass keine Langeweile aufkam und herzhaft gelacht werden konnte. Nach der sehr interessanten und unterhaltsamen Fahrt ging es zum Verteidigungsministerium im historischen Bendler-​Block.
Das ab 1914 von verschiedenen militärischen Ämtern genutzte Gebäude ist seit 1993 zweiter Dienstsitz des Bundesministers für Verteidigung. Dort erfuhren wir Informatives über den Aufbau und die Strukturen des Ministeriums. Nach dem Mittagessen ging es zum neuen Berliner Hauptbahnhof, wo bei einer Führung die Details dieses imposanten Bauwerkes erklärt wurden. Der Abschluss fand im Nikolaiviertel am Spreeufer statt.
Am vorletzten Tag stand das Thema: „20 Jahre Mauerfall“ auf dem Programm. Es wurde das dunkle Kapitel der ehemaligen DDR in „Ost-​Berlin“ aufgeschlagen. Bei einer eindrucksvollen Stadtrundfahrt mit Zwischenstopps konnten die Mauerreste, der Mauerverlauf, der ehemalige Ausländerübergang „Checkpoint Charly“ an der Friedrichstraße und der Todesstreifen mit der Dokumentationsstätte in der Bernauer Straße besichtigt werden. Es war ein ergreifender Anblick, als man beim Betrachten der Sperranlagen sich in diese schreckliche Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt fühlte und sich vorstellte, wie die Menschen damals mit dieser hoffnungslosen Situation leben mussten. Der Nachmittag stand nach dem Mittagessen zur freien Verfügung.
Die Zeit war wie im Flug vergangen und schon mussten die Koffer wieder gepackt werden. Alle waren sich einig: „Berlin ist eine Reise wert“. Pünktlich wurde nach Dessau-​Wörlitz gestartet, wo auf eigene Faust das von der UNESCO zum Welterbe ernannte Gartenreich besichtigt werden konnte.
In der Frankenfarm in Himmelkron fand der Tag bei einem „Feinschmeckermenü“ seinen krönenden Abschluss. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die zahlreichen Eindrücke dieser Reise verarbeitet sind.
Die Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf eine Mehrtagesfahrt im nächsten Jahr. Die Gschwender DRK-​Initiative „Bürger für Bürger“ und die „Senioren-​Runde“ bedankten sich bei allen Sponsoren, die diesen Senioren Ausflug finanziell unterstützt hatten.

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