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Heidenheimer Opernfestspiele inszenieren Heinrich Marschners Oper „Der Vampyr“

Die Heidenheimer Opernfestspiele zeigen seit 1988 große Opern in den Gemäuern der Ruine Schloss Hellenstein. Nach einem Schwerpunkt auf der italienischen widmen sich die Opernfestspiele der deutschen Oper. Am Freitag, 10. Juli, hat „Der Vampyr“ von Heinrich Marschner Premiere.

Mittwoch, 01. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 50 Sekunden Lesedauer

OPER (ofs). Als Teil der Trilogie „Romantik im Rittersaal“, die einige der schönsten Opern dieser Epoche auf die Bühne bringt, folgt nach dem „Freischütz“ in diesem Jahr „Der Vampyr“ von Heinrich Marschner. Für die selten gespielte Oper von 1828 gelang es wieder, ein ausgewogenes Verhältnis von bekannten Solisten und vielversprechenden Talenten zu finden, und so die hohe künstlerische Qualität der Opernfestspiele aufrecht zu erhalten. Als Einstieg in die Trilogie wurde bei den Opernfestspielen 2008 mit „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber bereits eine der populärsten deutschen Opern der Romantik inszeniert.
In diesem Jahr folgt nun Heinrich Marschners Oper „Der Vampyr“, im Jahr darauf hat die Neuproduktion von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ Premiere. Im Sommer nächsten Jahres werden dann alle drei Bühnenwerke im Rahmen der Opernfestspiele auf Schloss Hellenstein zu erleben sein.
Die verbindende Klammer zwischen den Opern der Trilogie „Romantik im Rittersaal“ ist kein Komponist, sondern mit der Romantik eine spannende Epoche des gesellschaftlichen Umbruchs und geschichtlichen Wandels. Eine weitergehende Verbindung zwischen den Opern schafft das übergreifende Regie– und Ausstattungskonzept des Teams Bruno Berger-​Gorski (Inszenierung) und Klaus Hellenstein (Bühnenbild und Kostüme). Marschners romantische Oper gilt als musikalisches Bindeglied zwischen Webers „Freischütz“ und Wagners „Fliegendem Holländer“. Zu Unrecht geriet „Der Vampyr“ Mitte des letzten Jahrhunderts, mit Marschners anderen Werken „Der Templer und die Jüdin“, sowie „Hans Heiling“ beinahe in Vergessenheit und zählt zu den Raritäten auf den Opernspielplänen, obwohl sich die Oper zu Lebzeiten des Komponisten als äußerst erfolgreich erwies. Die musikalische Leitung hat Marc Tardue, es singt der Chor der Stuttgarter Choristen und esspielen die Nürnberger Symphoniker.
Der schwedische Bariton Björn Larsson, der in der Rolle des Lord Ruthven debütiert, wird mit seiner dunklen und kraftvollen Bass-​Baritonstimme den dämonisch-​verführerischen Vampir verkörpern. Zur Seite stehen im als seine jungfräulichen Opfer in der Rolle der Emmy — Sabine Ritterbusch (u.a. Hamburger Staatsoper) und als Malwina — Ruxandra Voda (u.a. Badisches Staatstheater Karlsruhe). Als Edgar Aubry der Tenor Harrie van der Plas (Staatstheater am Gärtnerplatz) und als Sir Berkley — Kammersänger Karl-​Friedrich Dürr (Staatsoper Stuttgart) agieren als Gegenspieler des Vampirs.
Man sich auf einen spannenden Abstecher in das Genre der deutschen Schauerromantik in der einmaligen Kulisse des Rittersaals auf Schloss Hellenstein freuen, versprechen die Opernfestspiele.

„Der Vampyr“, Oper von Heinrich Marschner. Premiere am Freitag, 10. Juli, um 20 Uhr (Premiere) Weitere Aufführungen: Samstag, 11., 18., 25. Juli und 1. August, jeweils 20 Uhr. Telefon 07321 /​327 4610; Internet: www. opern​fest​spiele​.de

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