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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Kirchengemeinde St. Cyriakus Bettringen unternahm eine viertägige Studien– und Pilgerreise

Aus der Reihe der vielen beliebten Tagesfahrten des „Besonderen Angebots“ der Kirchengemeinde St. Cyriakus ragen die mehrtägigen Fahrten besonders heraus. Vor kurzem reisten 50 Teilnehmer nach Fulda, Münster, Osnabrück und Maria Laach. Aus der Reihe der vielen beliebten Tagesfahrten des „Besonderen Angebots“ der Kirchengemeinde St. Cyriakus ragen die mehrtägigen Fahrten besonders heraus. Vor kurzem reisten 50 Teilnehmer nach Fulda, Münster, Osnabrück und Maria Laach.

Dienstag, 28. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 43 Sekunden Lesedauer

GMÜND-​BETTRINGEN (pm). Das Ehepaar Heinz und Liese Hirner und Pfarrer Karl-​Heinz Scheide (gebürtiger Osnabrücker) zeichneten für die perfekte Organisation; sogar die täglichen Picknick– und Kaffeepausen hatten die Eheleute Hirner im Voraus organisiert.
Nach staufreier Fahrt lernten die Teilnehmer bei einer Stadtführung die Barockstadt Fulda kennen und besuchten den Dom mit der Grablege des heiligen Bonifatius, des 754 erschlagenen „Apostels der Deutschen“. Auf der Weiterfahrt erinnerte der Teutoburger Wald an die Niederlage der Römer unter Varus vor 2000 Jahren. Das idyllisch gelegene Hotel in Bad Laer bei Osnabrück erwies sich als idealer Ausgangspunkt für die Exkursionen der nächsten Tage.
Nachdem Karl-​Heinz Scheide tags darauf über den Westfälischen Frieden referiert hatte (Ende des Dreißigjährigen Krieges 1618 – 1649), Beginn der friedlichen Koexistenz der Konfessionen in Deutschland und territoriale Neuordnungen) besuchte die Reisegruppe in der nach dem Krieg wieder aufgebauten Stadt Münster unter anderem den „Friedenssaal“ im Rathaus, den Prinzipalmarkt und die Lamberti-​Kirche mit den Käfigen der im 16. Jahrhundert hingerichteten Wiedertäufer.
Im Dom gedachten die Reiseteilnehmer des Kardinals August Graf von Galen, der sich in Hirtenbriefen mutig dem sogenannten Euthanasieprogramm der Nazis entgegengestellt hatte.
Das in einem lieblichen Park gelegene Wasserschloss, in dem Anette von Droste-​Hülshoff geboren wurde, der vielbesuchte Wallfahrtsort Telgte und Bad Rothenfelde mit seinem riesigen Sole-​Gradierwerk waren weitere Ziele dieses Tages.
Am nächsten Tag hatte Dr. Leitmeyer Geburtstag und die Mitreisenden sangen ein mehrstimmiges morgendliches Ständchen, beflügelt vom gespendeten Sekt. Wie tags zuvor in Münster erinnerte dann auch in Osnabrück der Ratssaal an den Friedensschluss von 1648. Pfarrer Scheide hielt in der nach 1945 wieder aufgebauten Marienkirche eine Andacht und frohe (überkonfessionelle) Kirchenlieder erfüllten den gotischen Raum. Im Bergwerks– und Industrie-​Museum Piesberg erlebte die Reisegruppe nachmittags einen Rückblick in die Arbeitswelt des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Am Tag der Heimreise lud das Kloster Maria Laach zum Sehen und Verweilen. Beim Besuch der sechstürmigen romanischen Klosterkirche und beim Rundgang durch die weiträumige Klosteranlage mit verschiedenen Betrieben wurde das Prinzip der Benediktinermönche „ora et labora“ (bete und arbeite) deutlich. Nach einem verdienten Abendessen beim „Dachsenfranz“ in Zuzenhausen kamen die Teilnehmer abends wohlbehalten in Bettringen an.

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