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Deutsche Bumerang-​Weitwurf-​Meisterschaft: Gmünder schafft es als Jüngster über 100 Meter

(pm). Die mit 24 Teilnehmern hervorragend besetzten offenen deutschen Bumerang-​Weitwurf-​Meisterschaften erbrachten eine wahre Flut an persönlichen Bestweiten und sensationelle Leistungen der Allerjüngsten.

Mittwoch, 29. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 36 Sekunden Lesedauer

Auf dem Wurffeld in Maulbronn bei Mühlacker herrschten an beiden Tagen gute bis sehr gute Weitwurf-​Bedingungen. Für die Jahreszeit etwas kühl mit viel Sonne, Wind und Wolken und jeweils morgens und zur Mittagszeit heftige Regenschauer. Aber das Wichtigste: Ein konstanter Westwind (Bumerang-​Papst Winfried Gorny aus Hamburg: „Windstärke fünf bis sechs“.) erforderte zwar einen technisch exakten Wurf, half aber beim Rückflug des Hightech-​Fluggeräts und erlaubte so Rekordweiten. Und das wurde weidlich ausgenutzt: Zwölf Teilnehmer erzielten persönliche Bestweiten.
Herausragend auch die 175 Meter von Weitwurf-​Pionier und Bumerang-​Designer Uwe Kitzberger. Er sicherte sich damit souverän den deutschen Meistertitel und verdrängte David Schummy von Platz drei der Weltrangliste. Joel Hernandez (53 Jahre) aus Frankreich ließ mit seinen 128 Metern die meisten Jüngeren hinter sich und belegte Platz drei bei diesem Turnier. Und dann die Jugend: Staunend und ungläubig verfolgten die arrivierten Werfer, die teilweise jahrelang vergeblich für einen Wurf über 100 Meter trainierten, wie dem erst elfjährigen Samuel Duppel aus Schwäbisch Gmünd mit Würfen von 102 und 105 Metern mühelos der Einzug in den 100-​Meter-​Club glückte. In so jungem Alter gelang dies bisher noch keinem Sportler.
Ebenso überzeugte der 13-​jährige Clemens Kitzberger aus Illingen: Ihm gelang in einem einzigen Durchgang eine eindrucksvolle Serie von sechs gültigen Würfen (von acht) zwischen 97 Metern und 116 Metern. Er holte sich damit verdientermaßen den deutschen Juniorentitel. Auch die beiden 14-​jährigen Nils Duppel und Christos Halwax schrammten nur knapp an der begehrten 100-​Meter-​Marke vorbei.
Darüber hinaus verbesserten folgende Werfer ihre persönlichen Bestweiten: Michael Müller (117 m), Udo Seiz (115 m), Philipp Kitzberger (108 m), Martin Wikström (96 m), Winfried Gorny (91 m), Johannes Bänsch (91 m), Christos Halwax (87 m), Robert Schöttner (75 m), Wiebke Kitzberger (54 m).
Ein Kapitel für sich war wie meist der Schweizer Weltrekordhalter Manuel Schütz. Ihm gelang mit phänomenalen 224 Metern ein fantastischer Wurf. Nach der Bekanntgabe der Messung durch die Turnierleitung entlud sich die Anspannung in einem Urschrei: Endlich wieder ein Wurf in die Nähe seines Rekordes.
Ein besonderes Highlight im wahrsten Sinne des Wortes war das Nachtwerfen mit beleuchteten Weitwurfbumerangs. Die Bedingungen waren ideal und so konnten gültige Flugbahnen in unterschiedlichen Farben um die 130 Meter beobachtet werden: Bumerang-​Sport vom Feinsten.

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