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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Stadtverband Musik und Gesang wählt Ramona Kunz zum Nachfolger von Richard Arnold

Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze eines Gmünder Stadtverbandes. Gestern Abend wurde in der Hauptversammlung Ramona Kunz zur neuen Vorsitzenden des Stadtverbandes Musik und Gesang gewählt.

Mittwoch, 29. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 51 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Noch aus einem anderen Grund war diese Hauptversammlung bemerkenswert: die „Ära Arnold“, wie der stellvertretende Vorsitzende Christian Baron die letzten zehn Jahre bezeichnete, ging zu Ende. Richard Arnold beschlich Wehmut, „es ist die letzte von elf Hauptversammlungen, die ich leitete. Man darf nicht OB und Stadtverbands-​Vorsitzender sein, das verträgt sich nicht.“ In seinem Bericht fasste er zusammen, was sich in den letzten zehn Jahren entwickelt hat: Der Stadtverband sei auf 59 musiktreibende Vereine angewachsen mit zusammen 3500 Mitgliedern, „im Bereich der Kultur der schlagkräftigste Verband“. Auch die Musikschule gehöre dazu, mit ihr bestehe eine enge Kooperation, keine Konkurrenz. Etabliert wurde die Förderung von besonders guten jungen Musikern, die eine Art Stipendium für den Unterricht an der Musikschule erhalten. Die Neujahrsempfänge seien Aushängeschild des Stadtverbands geworden, „damit wird auch den Vereinen ein Forum geboten.“ Sie seien auf die Geschichte der Stadt gemünzt: „Die eigenen Kräfte, das eigene Potenzial, das war meine Devise.“ Hoffnungen setze er auf den Prediger-​Umbau, vor allem die Innenstadt-​Vereine täten sich mit dem teuren Stadtgarten schwer, trotz der Mittel aus der Konzertförderung. Auf die Entwicklung der Neujahrsempfänge und deren Außenwirkung ging auch Christian Baron ein, bis zu jenem vom Jahresanfang 2009, als zum ersten Mal ein Empfang und am Abend noch ein Konzert mit den „Ringlegende“-Szenen stattfand — und der Stadtgarten zwei Mal gefüllt wurde. Weniger erfolgreich waren die Promenadenkonzerte. Dieses Jahr sei es nicht gelungen, so Stellvertreter Waldemar Schulze, mehr als zwei Konzerte zu organisieren. Möglicherweise gibt es künftig eine Umorientierung hin zu Abendveranstaltungen.
Kurz wurden die Regularien abgehandelt, Bürgermeister Joachim Bläse leitete die Entlastung, die einstimmig erteilt wurde. Anschließend wurde gewählt: Als Kandidatin für den Vorsitz stellte der Vorstand Ramona Kunz (39) vor und diese sich selbst: Vorsitzende des Akkordeonorchesters Penz seit 2005, dort seit 30 Jahren aktiv, aus Lindach, in Frankfurt für eine Investmentfirma tätig. „Es ist einzigartig, was wir hier haben“, sagte sie über die Gmünder Musikkultur, „der Stadtverband hat einen superguten Ruf. Ich möchte gemeinsam mit den Vorständen der Musikvereine die vorhandenen guten Ideen weiterentwickeln und verwirklichen.“ Christian Baron bleibt einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden, ihm zur Seite steht neu Thomas Kaiser (Cäcilia Hussenhofen, bislang Beisitzer), nachdem Waldemar Schulze sich nicht mehr zur Verfügung stellte. Neuer Beisitzer, zusammen mit Hermann Fütterling, Norbert Bausback und Andreas Zengerle ist Dietmar Spiller. Syndikus bleibt Rudolf Böhmler. Joachim Bläse gab einen Überblick über den Prediger-​Umbau, mit dem großen Saal soll 2009 begonnen werden. Abschließend wurde der Stadtverband noch ein bisschen größer: als 60. Mitglied wurden die „Gmendr Altstadtfäger“ aufgenommen.

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