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Die einzelnen Gruppen und Bereiche der evangelischen Kirchengemeinde Lorch stellten sich bei der Visitation vor

Vor wenigen Tagen begann die Hauptvisitation der Evangelischen Kirchengemeinde Lorch durch Dekan Immanuel Nau und Schuldekan Meinhardt. Dabei stellte sich die Gemeinde mit ihren Facetten vor. Von Tobias Kolb

Freitag, 03. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 48 Sekunden Lesedauer

LORCH. Zweck dieser regelmäßig stattfindenden Besuche der Kirchengemeinde ist es, die verschiedenen Angebote der Kirchengemeinde aufzuzeigen und somit der Gemeinde zu helfen, sich der die eigenen Stärken bewusst zu machen und Entwicklungsmöglichkeiten zu entdecken. Ein erster Schritt dazu war das so genannte Gemeindeforum, zu dem die Gemeindeverantwortlichen, aber auch alle Gemeindeglieder in das evangelische Gemeindehaus eingeladen waren. Außerdem wurden Bürgermeister Karl Bühler, Realschulrektorin Christa Weber und Martin Lamerz, der die Stadtkapelle vertrat, sowie die Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Katholischen Kirchengemeinde, Frau Kriemhilde Moll, begrüßt. Als Außenstehende sollten sie ihre Erfahrungen mit der Kirchengemeinde und ihren Vertretern wiedergeben.
Der Visitationbericht wird sowohl den Dekanen als Berichterstattung der Vorgänge in der Kirchengemeinde Lorch dienen, als auch dem Kirchengemeinderat als Bestätigung in Dingen die gut sind und als Rückmeldung für die Dinge, welche sowohl intern als auch extern noch verbessert werden sollten.
Die Moderation des Gemeindeforums übernahm, nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzenden des Kirchengemeinderats (Ruth Schenker und Pfarrer Christof Messerschmidt) Pfarrerin Andrea Palm aus Täferrot. Angefangen wurde damit, dass jede Gruppe in der Kirchengemeinde sich vorgestellt hat oder zumindest vorgestellt wurde.
Als allererstes kamen mit einem netten Anspiel von Fr. Engelhart natürlich die verschiedenen Gottesdienste dran. Vom regulären Sonntagsgottesdienst über Kinder– und Teeniekirche, Atempause bis hin zum Taizegottesdienst. Als nächstes stellte Heidi Kutschera die drei evangelischen Kindertagesstätten mit ihrem je eigenen pädagogischen Konzept vor. Jugendreferentin Andrea Kaul vertrat die verschiedenen Jugendgruppen wie Kinderstunde, Jungschar, Teenkreis und den neu gegründeten Konfirmandentreff.
Der Kirchenchor unter der Leitung von Verena Rothaupt stellte sich mit einem fetzigen Lied, bei dem auch das Publikum mitmachen durfte, selbst vor. Selbstverständlich wurden auch die Hauskreise und die Frauen– und Männertreffs nicht vergessen. Nachdem Fr. Schäfer die seit 1943 bestehende Gemeindebücherei „Point“ vorgestellt hatte, kündigte Moderatorin Palm eine Pause an.
Danach wendete man sich der äußeren Sicht der Kirche zu. Rektorin Weber von der Realschule Lorch erzählte von der Zusammenarbeit im SE (sozialen Engagement), einem Schulprojekt, in welchem die Schüler ehrenamtlich mitunter in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche mithelfen durften. Sie sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde und die Realschule auch in Sachen Schülerbetreuung häufiger zusammenarbeiten sollten, beispielsweise bei der Gestaltung einer Ganztagesschule und der Entwicklung einer Stelle für einen dringend benötigten Schulsozialarbeiter.
Bürgermeister Bühler sagte, dass er positiv von den vielen Angeboten der Kirche überrascht war und sprach auch über seine Zeit als Konfirmand im Bezug auf den heutigen Konfirmandenunterricht. Der Bürgermeister betonte auch die gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde, insbesondere im Bereich der Kindergartenarbeit.
Die katholische Kirche vertrat Fr. Moll, die sich für eine bessere Zusammenarbeit der Gemeinden einsetzte. Sie betonte dabei, dass bei der Kindergartenarbeit eine bessere Absprache hilfreich wäre, da die beiden verschiedenen Gemeinden ja keine „Konkurrenzunternehmen“ seien.
Zuletzt berichtete Martin Lamerz von der Stadtkapelle über die Erfahrungen, die sein Musikverein in letzter Zeit mit der evangelischen Kirchengemeinde gemacht hatte. Diese waren im Wesentlichen positiv; die Stadtkapelle freut sich immer über rechtzeitige Absprachen in der Vorbereitung der gemeinsam durchgeführten Gottesdienste. Zurecht wies Lamerz auch auf die vielfältige finanzielle Unterstützung durch seinen Verein für die Kirchengemeinde hin.
Dann klingelte das Glöckchen für eine längere Pause. Als sich die verschiedenen Gemeindemitglieder gestärkt, erholt und ausgetauscht hatten, ging das Gemeindeforum in den letzten Teil über, der in Kleingruppen durchgeführt wurde. In jeder Gruppe wurden Zettel ausgefüllt, in welchen man verschiedene Fragen zum Abend und zur Gemeinde allgemein beantworten musste. Außerdem wurde über die Antworten gesprochen und diskutiert.
Am Ende stellte jede Gruppe ihre Ideen zur Verbesserung der Gemeinde vor und schilderte ihre Eindrücke. Die finanzielle Situation der Kirchengemeinde und die gute Qualität der Arbeit wurden mehrfach genannt; außerdem der Mangel an männlichen ehrenamtlichen Mitarbeitern und Lob über die Vielfalt der Gemeinde. Nach der Zusammenfassung durch die Moderatorin und den Eindrücken der beiden Visitatoren Dekan Nau und Schuldekan Meinhardt beendete Pfarrer Stefan Engelhart das Gemeindeforum mit einem Lied und dem Segen.

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