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Der Gesangsverein Eschach reiste kürzlich ins Berchtesgadener Land

Der Wetterbericht hatte keine gute Prognose gestellt, als sich die Ausflügler des Gesangsvereins Eschach kürzlich mit Schirm, Charme und Melone bewaffnet, trafen, um ins Berchtesgadener Land zu fahren.

Samstag, 04. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 3 Sekunden Lesedauer

ESCHACH (pm). Mit dem Irischen Segensgebet von Lotte Ehrmann stellte Vorstand Franz Raab den zweitägigen Ausflug unter höheren Schutz. Zum traditionellen zweiten Frühstück wurde eine Autobahnraststätte in der Nähe Münchens angesteuert. Flugs kamen aus dem Kofferraum Tische und Bänke zum Vorschein. Frische Brezeln vom „Hilberts-​Beck“ und Bierknacker fanden zu Kaffee regen Zuspruch. Als dann auch noch das Knallen eines Sektkorkens zu hören war, meinte eine Sängerin: „Diesen Ton höre ich besonders gerne!“ Frisch gestärkt ging es nun in flotter Fahrt dem Ziel entgegen.
Mit dem Boot ging es über den Königssee, vor der Felswand des Watzmanns erklang das Trompetenecho. Alois Streit hatte sein Mundstück für die Trompete mitgebracht und er blies auf der Königssee-​Echo-​Trompete drei wunderschöne Solostücke, für die er Bewunderung und reichen Beifall erntete. Beim Anlegen in St. Bartholomä führte ihn der erste Gang in die Kirche am See, wo spontan das „Großer Gott“ gesungen wurde. Dann wurden verschiedene Prioritäten gesetzt: einige bevorzugten ein gemütliches Mittagessen und andere einen Spaziergang.
Das nächste Ziel am Nachmittag war das Salzbergwerk. Eindrucksvoll wurde nach der Einfahrt in den Stollen die Geschichte des Salzabbaus näher gebracht. Auch das Benutzen der Holzrutschen in die Tiefe war ein Erlebnis. Besonders fasziniert waren alle Ausflügler von der Illuminationsschau bei der Fahrt über den Solesee, bei der es nur so glitzerte und blinkte. Die zwei Stunden in der „Welt des Weißen Goldes“ waren wie im Flug vergangen. Über Tage dann der überraschende Ausruf: zum ersten Mal an diesem Tag schien die Sonne.
Dies war allerdings eine kurze Freude. Nach einer Viertelstunde hatte sie sich verkrümelt. Nach dem Bezug der Zimmer in der Hotelanlage „Bayerischer Hof“ war es bald Zeit zum Abendessen. Als Überraschung hatte die Vereinsleitung einen Musikanten zur Unterhaltung engagiert, zu dessen Musik fleißig das Tanzbein geschwungen wurde.
Am nächsten Tag wurde der Obersalzberg angesteuert. Auf halber Höhe kamen Spezialbusse zum Einsatz, die die 6,5 Kilometer lange Strecke zum Kehlstein mühelos bewältigten. Der Fahrer stellte die Strecke als eine der schönsten Alpenstraßen vor und die Begeisterung der Fahrgäste bestätigte dies. Nach dem Gang durch den 124 Meter langen Tunnel beförderte der prunkvolle Aufzug alle zum Kehlsteinhaus. Sofort wurde das Gipfel– Kreuz anvisiert. Eine wunderschöne Alpenlandschaft tat sich auf, auf der Trollblumen und verschiedene Orchideenarten zu bewundern waren. Nach einem Gruppenfoto am Gipfelkreuz erkundete jeder das Platon auf eigene Faust.
Kurze Zeit später konnte ein interessantes Naturschauspiel beobachtet werden. Innerhalb kürzester Zeit war der ganze Berg in Wolken gehüllt. Sie zogen von unten nach oben ein beeindruckendes Gebilde, das sehr bewundert wurden. Die Teilnehmer informierten sich während des Besuchs auch über die Entstehung des Domizils der NSDAP auf dem Obersalzberg und erfuhren, dass damals ungeheure Summen für das Gebäude verbraucht wurden. Heute ist dort ein Berggasthof.

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