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SV Gmünd profitiert von der guten Nachwuchsarbeit

In Schwäbisch Gmünd gibt es drei Stadtsportlehrerstellen in den Bereichen Kunstturnen, Leichtathletik und Schwimmen. Nirgends gibt es aber eine so große Fluktuation auf diese Stelle wie im letztgenannten Bereich. Von Stefan Köpf

Samstag, 04. Juli 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 28 Sekunden Lesedauer

Der erste hauptamtliche Stadtsportlehrer im Bereich Schwimmen war Jörg Scheifele, der diese Stelle vom 30. April 1990 bis zum 31. Dezember 1994 ausfüllte. Doch dann machte sich dieser mit einem Schwimm– und Sporthandel selbstständig und die Zeit für eine so arbeitsintensive Stelle war nicht mehr vorhanden. Der Ehrenvorsitzende des SVG, Wolfgang Patzke, konnte die Entscheidung aber durchaus nachvollziehen: „Ganz untreu ist Jörg Scheifele jedoch nicht geworden. Noch immer steht er am Beckenrand für die zweite Mannschaft des Gmünder Schwimmvereins.“ Ein Nachfolger wurde jedoch vom Schul– und Sportamt sowie den Verantwortlichen des Schwimmvereins schnell präsentiert, da der Abschied von Scheifele nicht unerwartet kam. Uwe Nebel hieß nun der neue Mann, der seine Aufgabenbereiche als Trainer beim SVG einerseits und als Übungsleiter der Schwimmkurse für Kinder an verschiedenen Schulen andererseits, erfüllte. „Dieser Aufgabenbereich eines Stadtsportlehrers ist sehr sinnvoll. Deutschlandweit ist die Stadt Schwäbisch Gmünd mit dieser Institution und in der Größenordnung eine Ausnahme“, weiß Patzke das Glück für den Gmünder Schwimmverein zu schätzen. Uwe Nebel bekleidete dieses Amt am längsten aller Stadtsportlehrer. Bis zum 31. August 2002, also weit über sieben Jahre war Nebel in Schwäbisch Gmünd tätig. Doch dann rief ihn eine Lehramtsstelle nach Nordrhein-​Westfalen und er nahm diese neue Herausforderung an.
Wieder wurde die Stelle neu ausgeschrieben bis die Verantwortlichen am 15. September 2002 einen Nachfolger vorstellen konnten, der dann bis zum 30. September 2007 im Amt blieb. Hartmut Blume war der Kandidat, der nicht nur erfolgreich an den Schulen die „Sport-Spaß“-Aktion durchführen, sondern auch erfolgreich mit den Schwimmern des SVG arbeiten sollte.
„Leider haben wir gegen Ende von Blumes Engagement einen mangelnden Biss festgestellt, vor allem im Team des SVG war dies zu spüren und dadurch war auch weniger Disziplin vorhanden“, begründete Wolfgang Patzke das Ausscheiden Hartmut Blumes. Diesmal konnten die Verantwortlichen jedoch relativ schnell den richtigen Mann für diese anspruchsvolle Tätigkeit finden. Dr. Farshid Shami trat am 1. Oktober 2007 sein Amt an und brachte prompt einen spürbaren und auch ersichtlichen Erfolg mit. Shami brachte die neuen Erfolge des SVG „vor allem durch seine Kompetenz und seine Einsatzbereitschaft zustande“, so der stellvertretende Vorsitzende Sport der Gmünder Schwimmer, Steffen Kregler. Doch leider blieb das erfolgreiche Arbeiten Shamis mit den Gmünder Schwimmern nicht unbeobachtet und so kam es, dass eines Tages eine Anfrage des Leistungssportzentrums Wuppertal bei Farshid Shami einging und dieser nicht widerstehen konnte. Nach nur einem Jahr war die Zusammenarbeit beendet und die Stelle des Stadtsportlehrers musste erneut ausgeschrieben werden.
Am 1. Oktober des letzten Jahres war es dann soweit, dass, laut Roland Wendel, erster Vorsitzende des SVG, ein „würdiger Nachfolger und sehr guter Mann“ präsentiert werden konnte. Patzke bescheinigte dem neuen Mann hohe Fachkenntnis, während Steffen Kregler von einem absoluten Wunschkandidaten und Glücksgriff sprach. Martin Rademacher heißt der aktuelle Stadtsportlehrer dem diese Vorschusslorbeeren galten. „Martin Rademacher ist ein international erfahrener Trainer, der schon in Island und Luxemburg gearbeitet hat“, weiß Wolfgang Patzke. Erste Erfolge haben sich beim SVG auch bereits eingestellt, so schafften die Männer mit einer eindrucksvollen Leistung den Wiederaufstieg in die Oberliga Baden-​Württemberg. So hoffen die Verantwortlichen des SVG auf eine Verbesserung der aktuellen Situation was die Trainingsmöglichkeiten anbelangt. Kontakt zum neuen Oberbürgermeister Richard Arnold ist schon aufgenommen worden und „realisierbare Vorstellungen“, so Roland Wendel, sind ebenfalls schon vorgebracht worden. Denn bei besseren Bedingungen besteht mehr Potenzial und vielleicht kann auch Martin Rademacher längerfristig als Stadtsportlehrer und Trainer in der Stauferstadt gebunden werden.

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