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Geschäftsstelle der Kreissparkasse in Lorch grundlegend saniert — das galt es zu feiern

Uralt und doch ganz neu, ganz modern, und in mehr als einer Hinsicht Teil der Lorcher Geschichte und Identität: So wurde die Kreissparkasse am Samstag präsentiert. Als Dank an die geduldigen Kunden und das starke Team der Handwerker wurde zudem gefeiert.

Montag, 17. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 45 Sekunden Lesedauer

LORCH (bt). Dass die Stadt Lorch niemanden zur Einweihung entsandt hatte, wurde mit einigem Befremden registriert. Johannes Werner, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ostalb, verwies auf die Tradition dieses 1652 erstmals erwähnten Gebäudes, das zunächst als Wirtshaus zum Hirsch Reisenden auf der Fernhandelsstraße Cannstatt – Nürnberg diente, dann Schulgebäude war, schließlich Poststation. Seit fast 50 Jahren greift nun die Lorcher Sparkasse das ursprüngliche Anliegen der Gastlichkeit auf. Diese sehr alte Bausubstanz zu schützen sei eine Herausforderung gewesen, zumal man neben der Bewahrung von Altem das Neue, Moderne, nicht vor der Tür stehen lassen wollte. Höchstes Lob galt den Handwerkern, denen es das Landesdenkmalamt nicht eben leicht gemacht habe – beim Bau der Rampe für Behinderte sei es vollends zum Interessenkonflikt gekommen. Bei allen Schwierigkeiten: Werners Worte machten deutlich, dass die KSK auf keinen Fall auf dieses wunderbare Haus verzichten wollte. Das Gebäude „Hauptstraße 9“ habe so viele Kriege und Katastrophen überdauert, weil beim Bau „auf Nachhaltigkeit gesetzt wurde“, und das passe unbedingt zur Philosophie der Sparkasse. Werner: „Wir suchen sicherlich den Erfolg, aber wir suchen ihn gemeinsam mit unseren Kunden“, und das sei der Gegenentwurf zum derzeit so heftig kritisierten Gebahren anderer Finanzinstitute. Die KSK Ostalb gehe ohne Probleme durch die Finanzmarktkrise: „Wir haben keine Verluste, keine problematischen Wertpapiere, kein Geld in den USA angelegt. Uns ist es nicht egal, was mit dem Mittelstand, mit den Arbeitsplätzen geschieht“. Ihm Gegenteil, nur wenn es den Menschen und der Region gut gehe, „geht’s der Sparkasse gut“. Ihm war zudem wichtig, dass die Arbeiten zum größten Teil von Firmen aus der näheren Umgebung übernommen wurden.
Sein Vorstandskollege Christof Morawitz lobte die „sehr erfolgreiche Geschäftsstelle“, die starken Beziehungen zu immerhin 10 000 Kunden. Eine halbe Million Euro wurde investiert – die RZ hat das Bauprojekt bereits vorgestellt –, aber, so Morawitz, mit dieser „vorzüglichen Arbeit“ sei es nicht getan. „Was ist eine solche Investition ohne Menschen, die ein Gebäude mit Leben füllen“, Menschen, die fragen, zuhören, Interesse zeigen. Diese Menschen stellte er vor: Filialdirektor Christoph Rihm, Geschäftsstellenleiter Marco Ziegler, sowie Michael Hubele, Ingeborg Reiger, Sylvia Häusler, Katja Nothdurft, Franziska Wiedemann, Gabriele Lillich, Martina Endle, Claudia Visacardi und Nico Schmid.

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