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Bundestagskandidaten ganz privat (2): Markus Fischer war einst ein großer Kohl-​Anhänger

Als Schauspieler werden Politiker häufig tituliert. Markus Fischer ist Sänger. Eine versteckte Symbolik verbirgt sich hinter dieser Aussage aber nicht. Er singt wirklich; beim Sängerbund Göggingen. Es ist eines der wenigen Hobbys, für das der FDPler Platz in seinem knappen Zeitplan hat. Von Nicole Beuther

Dienstag, 18. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 51 Sekunden Lesedauer

OSTALBKREIS/​REMS-​MURR-​KREIS. „Ich werde mal Bundeskanzler“, verkündete der 44-​Jährige mit zwölf Jahren seinen Eltern. Heute muss er lachen, wenn er sich daran erinnert, denn freilich war diese Ankündigung nicht ernst gemeint.
Im Gegensatz zu dem Wunsch, den er in der zehnten Klasse hegte; „ich wollte Jura studieren“. Markus Fischer nahm ein Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg in Angriff, absolvierte ein Referendariat am Landgericht Ellwangen, arbeitet mittlerweile als Rechtsanwalt in Schwäbisch Gmünd und sagt: „Im Augenblick bin ich zufrieden mit dem, was ich mache.“ Geboren und aufgewachsen ist der jetzige Gögginger in Marburg an der Lahn. Schon in jungen Jahren war es ihm wichtig, Verantwortung für seine Mitmenschen zu übernehmen; drei Jahre war er Klassensprecher. Politisch geprägt hat ihn die Wende; „wir haben uns damals sehr damit auseinandergesetzt“. Markus Fischer macht kein Geheimnis daraus, dass er einst ein großer Anhänger von Helmut Kohl war.
2001 wurde er Mitglied der FDP, „die Programmatik der Partei hat mir am besten gefallen“. Die Wahrung der Freiheit des Einzelnen ist ihm dabei ein großes Anliegen. Der Rechtsanwalt ist heute stellvertretender Bezirksvorsitzender des FDP–Bezirkes Ostwürttemberg, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Ostalbkreis, Ortsverbandsvorsitzender des FDP–Ortsverbandes Schwäbisch Gmünd/​Lorch und seit Juli dieses Jahres Gemeinderat in Göggingen. Hinzu kommt sein Posten als stellvertretender Vorsitzender des Anwaltsvereins Schwäbisch Gmünd.
Ein üppiges Tagesprogramm ist da gewiss. Von morgens bis abends wird in der Anwaltskanzlei gearbeitet, anschließend ist die FDP an der Reihe. „Ich kann mir den Tag so einteilen, wie ich will“, sagt Fischer, der seine eigene Kanzlei hat. Dennoch ist es kaum zu glauben, dass da noch Zeit für die Bundestagswahl bleibt. Auch Markus Fischer setzte sich lange mit der Frage „Schaffe ich das?“ auseinander. Als klar war, dass es zeitlich machbar ist, sich zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Anwalt dem Vorbereitungsmarathon der Bundestagswahl zu widmen, sagte er zu. Dass dies alles möglich ist, hat er unter anderem seiner Frau zu verdanken, die ebenfalls als Anwältin arbeitet und notfalls einige Fälle übernehmen kann. Etwas, was Markus Fischer sehr schätzt; seine Mandanten sind ihm äußerst wichtig. Bereits im Jahr 2005 trat der 44-​Jährige als Bundestagskandidat der FDP im Wahlkreis Gmünd-​Backnang an. Ohne Erfolg. Die Ziele des Liberalen bei der nun anstehenden Wahl: Ein gutes Ergebnis und eine Regierungsbeteiligung seiner Partei.

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