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Fußball, C-​Junioren-​Turnier in Frickenhofen: Unter den Zuschauern werden auch einige Scouts „inkognito“ vor Ort sein

Voll des Lobes sind die Fußball-​Experten und Profis, wenn vom C-​Junioren-​Turnier des SV Frickenhofen die Rede ist. Anders wäre es wohl auch kaum möglich gewesen, so ein aufwändiges Turnier, nun bereits zum 13. Mal zu organisieren. Sage und schreibe 250 freiwillige Helfer werden im Einsatz sein, um den Mannschaften sowie dem Publikum einen guten Aufenthalt zu bieten. Von Giovanni Deriu

Freitag, 21. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 42 Sekunden Lesedauer

Um den 13. Steelcase-​Cup müssen die jungen Spieler dann aber schon selbst kicken. Obwohl das Turnier bereits zwölf Mal erfolgreich über die Bühne ging, ist jede Vorbereitung immer wieder „aufs Neue ein Großprojekt“, wie SVF-​Jugendleiter Peter Grau zu berichten weiß. Man hat den Eindruck, das Team um Peter Grau wolle es von Jahr zu Jahr besser machen, obwohl die Profi-​Mannschaften der C-​Junioren auf das Turnier in Frickenhofen „wild sind“. Erfolg verpflichte eben dazu, alles perfekt zu organisieren, gibt Peter Grau die Maxime vor. Wenn bekannte Jugendleiter, wie Frieder Schrof von den VfB-​Junioren, die „tolle Atmosphäre für die Jungkicker“ in Frickenhofen lobt (vergangenes Jahr), dann spricht sich das schon herum. Die Teams kommen gern aufs Land. Es kämen von Jahr zu Jahr „immer mehr Anfragen“ von Trainern, Betreuern und Jugendleitern etablierter Clubs – die von anderen Kollegen viel Gutes über Frickenhofens C-​Jugend-​Turnier vernahmen. Der SV Frickenhofen muss nun sogar schon „Absagen versenden“ – mehr Vereine würden wohl dann auch den „überschaubaren und familiären“ Rahmen sprengen. Der Komfort – nach wie vor bestehe immer wieder (zu Beginn) das Problem der Unterbringung der Mannschaften, „die von weiter weg anreisen“, so Grau. So sei es eben in der ländlichen Region. Deshalb ist der SV Frickenhofen auch „dankbar“ mit dem Verein aus Sulzbach/​Laufen einen „zuverlässigen“ Partner zu haben.
Gemeinsam zerbreche man sich im Vorfeld um „Übernachtungen und Verpflegung“ den Kopf, denn dafür, unterstreicht Jugendleiter Grau, seien nun einmal die Gastgeber verantwortlich – besser, das erwarten die namhaften Mannschaften einfach. Sind sie doch auch die Zugpferde des Junioren-​Turniers. Wie gehabt, suchen zwei Traditionsmannschaften eher das „familiäre Umfeld“ und werden ihre Koffer und Sporttaschen bei Gastfamilien „abstellen“. Die Nachwuchskicker der Münchner Bayern sowie Borussia Mönchengladbach sitzen dann in Frickenhofen und in der näheren Umgebung am Frühstückstisch. Zum vierten Mal hintereinander reisen auch die Nordlichter von Bröndby IF Kopenhagen nach Frickenhofen. Die Dänen, ist Peter Grau informiert, machen quasi eine Rundreise, und kicken außerdem vor dem Turnier gegen das Junior-​Team Aalen (heute), besuchen das Frickenhofener Turnier, und nehmen aber auch in Gaildorf und Schwäbisch Hall teil. Einchecken werden die Dänen in Untergröningen in einem Gasthof. Der 1. FC Nürnberg, der KSC sowie die Frankfurter Eintracht nehmen mit dem Feldbetten-​Lager in zwei Schulen Vorlieb. Jedes Team bekomme zudem „einen persönlichen Betreuer“ als Ansprechpartner. Wie schon im vergangenen Jahr, als die VfB-​Junioren ihren Titel verteidigten, rechnen die Organisatoren mit einer großen „Zuschauer-​Resonanz“. Das Turnier eröffnen Gladbach und die SpVgg Unterhaching morgen um 10 Uhr. In dieser Gruppe eins, spielen noch der VfB, die SG Sulzbach/​Frickenhofen und der 1. FC Nürnberg. Um 10.35 treten dann Bayern München und Bröndby gegeneinander an. In der Bayern-​Gruppe sind zudem der KSC, Eintracht Frankfurt und – die TSF Gschwend. Groß war der Jubel vor einer Woche beim Qualifikations-​Turnier um den einzig verbliebenen Teilnahme-​Platz für das Junioren-​Turnier in Frickenhofen. Gschwend darf morgen um 12.55 Uhr gleich gegen die Bayern ran, und davor um 12.20 Uhr spielt die SG Sulzbach/​Frickenhofen ihr erstes Match gegen Borussia M’gladbach. Das kleine Finale um Platz drei ist für Sonntag um 15 Uhr geplant, das Turnier-​Endspiel folgt voraussichtlich um 15.35 Uhr.
Ein großes Geheimnis machen die teilnehmenden Teams der Profi-​Vereine um ihre Spieler. Besonders wenn es um den Nachwuchs „berühmter“ Fußball-​Väter gehe, spricht Grau diesen Fakt an. Die Diskretion wolle auch der SVF im Vorfeld wahren. Gemunkelt wird, Mehmet Scholls „Sohnemann“ stehe im Bayern-​Kader, und auch bei den Nürnbergern sei ein Spieler mit dem Namen „Köpke“ wohl vertreten. Vielleicht schaut auch der ein oder andere Profi-​Kicker vorbei. Ganz sicher aber einige Sichter, „die Scouts“ — inkognito, versteht sich.

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