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Fußball, WFV-​Pokal, Achtelfinale: Morgen um 17.30 Uhr empfängt die Normannia die Reserve der Stuttgarter Kickers

Den Ausklang am Tresen haben sich die Normannen am vergangenen Freitag nach dem 2:0-Erfolg in Nöttingen redlich verdient. Der Coach Lothar Mattner persönlich hatte zum Umtrunk nach dem Match eingeladen. Morgen nach dem Pokal-​Achtelfinale könnten die Becher nochmals gehoben werden, wenn ein Sieg gegen die Stuttgarter Kickers herausspringen sollte. Von Giovanni Deriu

Dienstag, 25. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
3 Minuten Lesedauer

Zur Beruhigung, kein Oberligaspieler der Normannen ist vom Barhocker gefallen. Da hatte dann schon der Coach, „Kneipier“ und Hausherr Lothar Mattner in seiner Leonberger Bar „Domizil“ ein Auge darauf. Sein Motto: „Alles in Maßen“ – aber so ein „Zusammensitzen“ nach einer erfolgreichen Partie stärke schließlich auch das „Wir-​Gefühl“. Das war aber nur eine Momentaufnahme, die der kritische Trainer Lothar Mattner schnell abgehakt hatte. Er sorgte schnell wieder für den Kehraus, und fand selbst beim 2:0 in Nöttingen ein paar Dinge, die umgehend abgestellt werden müssten. Andere Mannschaften würden nämlich solche Fehler „vielleicht besser ausnutzen“, malte Mattner kurzzeitig den Teufel an die Wand. Wo lag denn dieser im Detail, welche Fehler meinte der Coach?
Beim „Fahren“ der Konter sei seine Mannschaft teilweise zu „unkonzentriert“ gewesen. Aus den Kontern, mehrmals waren die Normannen vor dem Nöttinger Kasten in Überzahl, wurde nicht genügend Kapital geschlagen. Die Spieler vergaßen, so Mattner, einfach richtig „abzuschließen“. Gut und gern hätte der FC Normannia höher gewinnen können, aber über den 2:0-Erfolg wollte denn auch keiner klagen. Vieles gelang nämlich schon sehr gut. „Selbstverständlich“ gehöre es zur Philosophie Mattners, „stets nach vorn spielen zu lassen“, um ein Ballgewinn-​Spiel aufzuziehen. Wie schon unter der Ära Zorniger, ist auch Mattners vorgegebene Spielweise sehr laufintensiv. Dennoch seien die Normannen noch weit davon entfernt, so der Coach (wieder) kritisch, seine „Vorgaben“ wirklich schon verinnerlicht zu haben. Nein, soweit wolle er noch nicht gehen – es gäbe noch viel zu tun, klar, die Saison ist noch „frisch“. Zumindest von der Fitness her, und konditionell, wirken die Normannen derzeit frisch und auf der Höhe, dem wollte der Coach nicht widersprechen – dafür habe man auch die „Vorbereitung“ entsprechend genutzt.
Nun morgen also das Achtelfinal-​Spiel gegen den Liga-​Mitkonkurrenten aus Degerloch, die „kleinen“ Kickers aus Stuttgart. Die Reservemannschaft der Stuttgarter Kickers firmiert als U-​23-​Team. Mit 1:5 wurden sie am Wochenende vom FC Denzlingen überrollt. Keine Frage, gab Kickers-​Coach Björn Hinck zu, „das habe schon weh getan“. Aber, „schon passiert“, den Blick richte er gleich nach vorn. Bei seiner jungen Mannschaft könne „so etwas immer mal wieder passieren“, bei der Reserve der TSG Hoffenheim verloren die Blauen auch mit 2:4, nur einen Sieg fuhren die Kickers gleich am ersten Oberliga-​Spieltag ein, mit 2:0 gegen den ASV Durlach.
Deshalb wolle Björn Hinck auch nicht das „Ergebnisdenken“ in den Vordergrund stellen. Jeder in seinem Team müsse erst einmal versuchen, „die gestellten Aufgaben zu erfüllen“.
Überhaupt stelle sich ihm, als Trainer der Kickers, eine ganz andere „Aufgabenstellung“. Der A-​Lizenz-​Inhaber muss das Team umstrukturieren, aufbauen, und auch immer wieder Spielern aus dem Regionalliga-​Team der Kickers eine Plattform geben, damit sich diese Spieler wieder an die erste Mannschaft heran spielen. So könnte es sein, dass die kleinen Kickers morgen mit Verstärkung aus Dirk Schusters (Trainer der Regionalliga-​Mannschaft) Team antreten werden. Aber der Favorit sei schon das „erfahrenere Team“ der Normannia, unterstrich Björn Hinck, um bloß nicht unter Druck zu geraten. Die Wahrscheinlichkeit, den Pokal zu gewinnen, sei sowieso „eher gering“. Klingt so, als wollten die Kickers die Normannia schon im Vorfeld „einschläfern“ und in Sicherheit wiegen. Doch nicht mit Mattner.
Weder von eigenen, noch von Niederlagen anderer Teams wolle sich die Normannia „beirren“ – aber genauso wenig „blenden“ lassen von den bisherigen Erfolgen, lautet die Devise für den FCN. Bis zum Achtelfinale waren die Spiele gar nicht so einfach für Mattners Team. In drei Spielen kassierte der FCN immerhin fünf Gegentreffer gegen unterklassige Mannschaften. Die Kickers II siegten in Donzdorf 2:0, beim Landesligisten Dorfmerkingen 5:2, und bei der zweiten des VfR Aalen mit 5:3. In etwa scheinen die Kickers wie die Gmünder ähnlich im Pokal zu agieren. Ob es ein Spiel des Abwartens werden wird? Kickers-​Trainer Björn Hinck lächelt: „Abwarten.“ Fügt aber hinzu, dass man „offensive Spielernaturen auch offensiv spielen“ lässt. Alles sei morgen Abend (Anpfiff 17.30 Uhr) möglich – für beide Mannschaften. Nach der geglückten „Wieder“-Verpflichtung Stanislaus Bergheims (siehe Artikel unten) stehen Lothar Mattner nun mehr Spieler denn je für die Offensive zur Verfügung. Bergheim kann „vielleicht“ morgen schon sein Comeback auf dem Feld feiern. Gute Offensivkräfte wie Bergheim könne man nie genügend im Team haben. Ein anderer Leistungsträger, Giuseppe Catizone, startete wohl noch nie so gut und effizient in eine Saison, wie bisher. „Toi, toi, toi“, so der italienische Allrounder aus der defensiven Mittelfeldzentrale, er sei seit zweieinhalb Jahren „auch verletzungsfrei“ und die Vorbereitung unter Mattner lief „bestens“. Catizone merke, dass die Elf von Spiel zu Spiel besser werde. Das Team sei mit Krätschmers Vorstöße variabler, dann „decke“ Catizone ab. Morgen soll das 1 – 4-​4 – 2-​System stehen – dann dürfen die Spieler wieder einkehren.

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