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Bundestagskandidaten ganz privat (5): Der politische „Spätstarter“ Norbert Barthle hat ein großes Hobby: Das Skifahren

„Mein Job macht mir Spaß“, würde der CDUler Norbert Barthle nie sagen, denn für ihn gilt: „Arbeit ist das eine und Spaß das andere.“ Der 57-​Jährige spricht vielmehr von einer interessanten und erfüllenden Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter. Von Nicole Beuther

Samstag, 29. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 45 Sekunden Lesedauer

OSTALBKREIS/​REMS-​MURR-​KREIS. Bereits seit 1998 sitzt er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Gmünd-​Backnang im Deutschen Bundestag. Barthles Ehrgeiz ist groß; „ich möchte das so lange wie möglich machen“.
Dabei hatte er vor einigen Jahren anderes im Sinn. Dem Abitur am Gmünder Parler-​Gymnasium folgte ein Studium der Germanistik, Sportwissenschaft und Philosophie in Tübingen.
Sein Referendariat absolvierte er in Esslingen. 1981 führte der Weg zurück ans Parler-​Gymnasium. Neun Jahre war er dort als Deutsch– und Sportlehrer tätig. „So schön der Beruf auch ist, irgendetwas hat immer gefehlt“, erzählt Barthle im Gespräch mit der Rems-​Zeitung. Mit 38 Jahren dann die Neuorientierung. Er wird Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-​Württemberg. Gerade einmal zwei Jahre später wird er Pressesprecher und Leiter des Referats Öffentlichkeitsarbeit.
Das Interesse am politischen Geschehen, so erzählt er, sei schon immer dagewesen. Durch die Tätigkeit am Kultusministerium intensivierte sich das ganze. Barthle selbst bezeichnet sich als politischer „Spätstarter“. 1990 trat er der CDU bei.
Mit dem Satz „Des könntesch doch macha“ nahm sein Leben eine für ihn unerwartete Wende. Dr. Dieter Schulte, der bisherige CDU-​Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises, entschloss sich, nach 29 Jahren nicht mehr zu kandidieren. Mit den eben genannten Worten wurde Barthle von Parteifreunden dazu animiert, sich nominieren zu lassen. Der Gmünder dachte nach und sprach mit seiner Frau; er war sich dessen bewusst, dass er als Bundestagsabgeordneter nicht mehr soviel Zeit für seine Familie haben würde (seine Söhne sind heute 13 und 17 Jahre alt). Seit 1998 sitzt Barthle nun im Bundestag und kann guten Gewissens sagen, dass es möglich ist, alles unter einen Hut zu bringen. Mal ist er drei Wochen in Berlin und eine Woche in Gmünd, ein anderes Mal ist er zwei Wochen in Berlin und eine Woche in Gmünd.
Die Wochenenden aber gehören grundsätzlich der Familie, die eine große Leidenschaft hat: Das Skifahren. „Ich muss unten an der Piste nie auf meine Frau warten“, erzählt Barthle stolz.
Schon seit vielen Jahren engagiert er sich ehrenamtlich im Skisport; er ist Vorsitzender für die Ausbildung im Deutschen Skiverband, Präsident im Deutschen Verband für das Skilehrwesen und Präsident im Internationalen Verband der Skiinstrukteure. Gerne greift Barthle auch zum Tennisschläger, fährt Fahrrad oder geht joggen. Kurz gesagt, er lebt nach seinem Lebensmotto: „Carpe diem — nutze den Tag.“

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