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170 Jugendliche genossen ihre zwölf Tage im Schwarzhorn-​Zeltlager bei Oberndorf am Neckar

Unter dem Motto „Paulus – wer’s glaubt wird selig“ verbrachten 170 Jugendliche kürzlich ohne jeglichen technischen Schnickschnack im Schwarzhorn-​Zeltlager, welches dieses Jahr sein 40-​jähriges Jubiläum feiert.

Montag, 31. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 18 Sekunden Lesedauer

BÖBINGEN/​OBERNDORF (pm). 170 Jugendliche erlebten unter dem Motto „Paulus – wer’s glaubt wird selig“ zwölf Tage in der Natur. Die beiden aufeinanderfolgenden Lager Vision und Mission fanden dieses Jahr bei Oberndorf am Neckar statt. Die Jungen zwischen zehn und 15 Jahren waren in Zeltgruppen zu je fünf Teilnehmern aufgeteilt und wurden von einem Betreuer, der nur für sie zuständig war, durch das Lager begleitet.
Diese so genannten Zeltführer waren für die Kids, die zum Teil das erste Mal für so lange Zeit ohne Eltern auskommen mussten, der direkte Ansprechpartner. In den Zeltgruppen erledigten die Kinder gemeinsam mit ihrem Betreuer Dienste, welche täglich wechselten. So musste Holz für das Lagerfeuer, welches den Abschluss des Tages bildete, und für das Küchenfeuer, auf welchem ganz ohne Strom gekocht wurde, geholt werden.
Das Lagerfeuer selbst musste von einer Zeltgruppe gebaut werden. Ebenso war ein Zelt der Küche unterstellt, je nach gekochter Mahlzeit musste das Obst für das Lagermüsli, das Gemüse für den Salat oder die Wurst für das Abendessen geschnitten werden. Außerdem gehört das Beheizen des Küchenfeuers zu diesem Dienst, was soviel bedeutet wie Holz nachzulegen und das Feuer durch ständiges Zufächern von Luft anzuheizen. Nach dem gemeinsamen Essen rückte der Spüldienst an, aber nicht etwa um Teller und Gläser zu spülen, das ist nämlich die Aufgabe jedes einzelnen, sondern um die Töpfe, Messer und Pfannen der Küche zu spülen. Der wohl spannendste Dienst ist die Nachtwache, hier gilt es, das Lager vor Überfällen – meist ehemalige Betreuer – zu schützen. Ein weiterer Dienst ist der Liturgiedienst. Dieser sucht gemeinsam mit dem Pfarrer Gebete für das Morgen– und Abendgebet, die den Anfang und das Ende des Tages darstellen, heraus. Auch das Theaterspielen in der Lagerrunde, welches meist nach dem Frühstück stattfand gehört zu diesem Dienst. Mit diesen Theaterstücken wurde den Kindern die Thematik des diesjährigen Lagers erklärt. Nachmittags waren meist große Spiele oder Turniere angesagt.
Viel Spaß versprach auch der Freibadtag, an dem das ganze Lager nach Oberndorf ins Freibad wanderte und dieses unsicher machte. Ein weiterer Höhepunkt des Zeltlageraufenthalts war der „Hajk“. Dies ist eine zweitägige Wanderung mit einer Übernachtung außerhalb des Lagers. Diese Übernachtungsmöglichkeit muss sich die jeweilige Hajkgruppe – meist zwei Zeltgruppen – selbst suchen. So wurde in Gemeindehäusern, Grillhüten oder Scheunen übernachtet.
Um ein solches Lager möglichst günstig realisieren zu können ist der Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer nötig. Die beiden diesjährigen Zeltlager wurden von fast 60 Jugendlichen und Erwachsenen begleitet. Für sie begann die Arbeit bereits im Januar, als die Thematik und der Lagerpatron erarbeitet wurden. Bei weiteren zahlreichen Treffen wurde das genaue Programm ausgearbeitet und Spiele geplant. Für die erstmaligen Betreuer gab es ein extra Wochenende, an dem sie auf ihre Tätigkeiten im Lager vorbereitet wurden.
Neben den Zeltführern waren für das Gelingen der beiden Lager die Lagerleitung, die technischen Leiter, die Köche, die pädagogischen Betreuer und die Sanitäter verantwortlich. Dekan Pius Angstenberger (1. Lager) und Pfarrer Bernhard Weiß (2. Lager) waren als Lagerpfarrer hauptsächlich für die Umsetzung der Thematik verantwortlich.
Wer noch mehr über das Schwarzhorn Zeltlager erfahren möchte kann unter www​.schwarzhorn​-zelt​lager​.de weitere Informationen erhalten, hier werden in Kürze auch Bilder der beiden diesjährigen Zeltlager zu sehen sein.

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