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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Viele Gäste beim „Mehrfach-​Feiertag“ der Feuerwehr in der Gmünder Nordstadt und beim Dankeschön für Manfred Haag

Der neue OB, der neue Stadtbrandmeister, der neue katholische Pfarrer und dazu ein neues Fahrzeug! Mathias Weiß, Abteilungskommandant der „Nordstadt-​Feuerwehr“, freute sich über diese ungewöhnliche und ehrenvolle Häufung, als er am Sonntag zahlreiche Gäste zur Feierstunde willkommen hieß.

Dienstag, 04. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 46 Sekunden Lesedauer

GMÜND-​WETZGAU (pm). Im Feuerwehrhaus des zweitgrößten Gmünder Stadtteils Wetzgau-​Rehnenhof fand die Feier statt, um gleichzeitig ein neues Fahrzeug zu segnen und dazu auf örtlicher Ebene dem beliebten Stadtbrandmeister Manfred Haag in aller Form und Verbundenheit Adieu und Dankeschön zu sagen. Denn wie Abteilungskommandant Mathias Weiß gleich zu würdigen wusste: „Dass wir hier in Wetzgau-​Rehnenhof nun mit dem neuen Feuerwehrhaus und technisch so gut aufgestellt sind, das haben wir auch Dir, lieber Manfred, zu verdanken.“ Es sei daher ein besonderes Anliegen der 32 Frauen und Männer der Nordstadt-​Feuerwehr mitsamt Altersabteilung und Jugendfeuerwehr, sich auch namens der Bürgerschaft für das Engagement Manfred Haags zu bedanken. Haag habe in der Gesamtfeuerwehr Schwäbisch Gmünd ein sehr gutes Miteinander geprägt. Für dessen Frau Ingrid gab es zudem einen großen Blumenstrauß als sichtbares Zeichen der Verbundenheit, denn alle wüssten, so Weiß weiter, dass die Aufgaben im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst nur gemeistert werden können, wenn auch die Familie voll dahinter stehe. Dieses nebenberufliche Engagement wusste dann ganz besonders der neue Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd zu würdigen. Richard Arnold zeigte sich bestens informiert, wobei er auch andeutete, dass ja einer seiner wichtigsten Mitarbeiter der letzten Jahre in Brüssel, Holger Stegmaier, aus den Reihen der Wetzgauer Feuerwehr komme und in der EU-​Hauptstadt schon manches Mal die wertvolle ehrenamtliche und dezentrale Struktur des deutschen Feuerwehrwesens darstellen konnte. Im Kontrast dazu stehe mancherorts in Europa, wenn hauptamtliche Kräfte erst 50, 60 Kilometer weit anfahren müssten, um ihren in Not geratenen Mitbürgern Hilfe zu leisten. Es freue ihn, OB Arnold, sehr, dass er schon vier Tage nach seiner Amtseinsetzung bei der Feuerwehr in einem Stadtteil zu Gast sein dürfe. Im Rahmen seines Wahlkampfs habe er ja schon bei Manfred Haag ein Praktikum in der Gmünder Zentrale absolvieren dürfen. Er betrachte dies als Grundlage, um alsbald bei einer weiterführenden Fortbildung unter dem neuen Stadtbrandmeister Bernd Straile dann die ganze Technik des guten Feuerwehrwesens in Schwäbisch Gmünd zu erlernen. Rundweg zog Arnold den Hut vor diesem ehrenamtlich getragenen, schnellen und in allen Stadtteilen präsenten Sicherheitssystem für Schwäbisch Gmünd. Und schon als er noch ein Bub war, habe ein Feuerwehrauto — wie bei allen Kindern auch — eine besondere Anziehungskraft auf ihn ausgeübt. Dass er nun gleich bei einer solchen Fahrzeugtaufe dabei sein dürfe, freue ihn daher auch ganz persönlich. Bezogen auf die Wetzgauer Feuerwehr sprach der Oberbürgermeister von einem „Impulsgeber“, der schon Vorbildliches geleistet habe. So erinnerte er sich spontan an die erste Gmünder Feuerwehrfrau (Carmen Wick), die vor Jahren hier ihren Dienst antrat. Dies verband der OB mit einem Appell, dass der Frauenanteil im Feuerwehrwesen weiter gesteigert werden solle.
Die Fahrzeugsegnung wurde im ökumenischen Geist von Pfarrer Konrad von Streit und Pfarrer Frank Möhler vorgenommen. Auch für den katholischen Seelsorger Frank Möhler gehörte dies zu einer seiner ersten Amtshandlungen, weil er erst seit kurzem für die Kirchengemeinde St.Maria Rehnenhof-​Wetzgau zuständig ist. Beide Seelsorger stellten den Wunsch in den Mittelpunkt: Alle Feuerwehrleute, die mit diesem neuen MTW (Mannschaftstransportwagen) unterwegs seien, mögen immer gesund von ihren Einsätzen heimkehren. Ein solches Fahrzeug stehe auch für die tätige Nächstenhilfe, die von den Feuerwehrleuten tagtäglich geleistet werde.
Der neue Stadtbrandmeister, Bernd Straile, griff gleichfalls den zentralen Gedanken auf, dass durch gute Technik, Ausbildung und Sorgsamkeit durch Kommune sowie durch die einzelnen Feuerwehrangehörigen in Schwäbisch Gmünd weiterhin schwere Verletzungen oder gar Todesopfer im Feuerwehrdienst vermieden werden können. Er erinnerte, dass es im Land immer wieder solche tragische und leidvolle Ereignisse gebe.
Stadtbrandmeister Straile würdigte, dass die Gmünder Feuerwehr sehr gut dastehe. Es gebe weitaus kleinere Städte, die schon viel mehr hauptamtliche Kräfte fürs Feuerwehrwesen aufgestellt hätten. Es sei enorm, mit welch ehrenamtlicher Motivation und Präsenz hier in Schwäbisch Gmünd gearbeitet werde, um Brand– und Katastrophenschutz in allen Ortsteilen sicherzustellen. Auch um diese vorbildliche Motivation weiterhin aufrecht zu erhalten, seien solche Neu– bzw. Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen notwendig.

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