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Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Startschuss für die beiden wichtigen Projekte Feuerwehrhaus und Polizeiposten

„Heute ist Bettringen-​Tag“, freute sich gestern Morgen Oberbürgermeister Richard Arnold über einen Doppeltermin im größten Gmünder Stadtteil. Es ging um die Startschüsse für Neubau des Feuerwehrhauses und des Polizeipostens mit einem neuen Wohnhaus in der Ortsmitte durch die VGW. Von Heino Schütte

Freitag, 07. August 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 3 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND. Beim einen Objekt wurde ein satter Zuschussbescheid übergeben, beim anderen gleich zum Spaten gegriffen. Oberbürgermeister Richard Arnold verdeutlichte sowohl beim Feuerwehrhaus als auch beim zukünftigen Polizeigebäude, dass er aufs Tempo drücken wolle, um beide Projekte sofort anzugehen und im nächsten Jahr vollends durchzuziehen. Er wolle damit dem Tiefpunkt der Finanzkrise, der im städtischen Haushalt 2010 bevorsteht, zuvorkommen. Das hört sich zunächst widersinnig an, doch Arnold erläuterte, dass es sich bei beiden Vorhaben um äußerst notwendige Infrastrukturmaßnahmen handle und bei einer Verzögerung die Stadtverwaltung die Gefahr eingehen würde, bereits zugesagte Zuschussmittel zu verlieren. Also bremse er jetzt nicht, sondern treibe alle Beteiligten dazu an, für Bettringen ganz schnell Nägel mit Köpfen zu machen.
„Jetzt gibt’s kein Zurück mehr!“ meinte er, als am Silcherheim (bisher teils als Feuerwehrhaus genutzt) Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Scheffold im Beisein von Stadtbrandmeister Bernd Straile, Abteilungskommandant Eduard Wamsler und Ortsvorsteherin Brigitte Weiß den Zuschussbescheid über 430 000 Euro aus Stuttgart überreichte. Zudem gibt es gleichfalls aus den Mitteln des Ausgleichsstocks des Landes 300 000 Euro für Umbau und Sanierung der Eichenrainschule Lindach zu einem Bildungshaus. Der Bau des neuen Bettringer Feuerwehrhauses kann also alsbald beginnen, wobei noch auf den Umzug der Polizei aus dem Silcherheim ins neue Postengebäude gewartet werden muss. Voraussichtlich im Frühjahr 2010 werden dann Abriss und Rohbau erfolgen. Die Feuerwehr wird über die Sommermonate ersatzweise in eine Scheune umziehen. Abteilungskommandant Eduard Wamsler rechnet damit, dass die Löschfahrzeuge im Herbst 2010 ins neue Feuerwehrhaus gestellt werden können. Stadtbrandmeister Bernd Straile lobte die Standort– und Neubauentscheidung für die Bettringer Feuerwehr. Es sei sinnvoll, dass deren Stützpunkt weiter inmitten der Wohnsiedlungen bleibe, um die Hilfsfrist von zehn Minuten für die Rettung eventuell in brennenden Wohnungen eingeschlossenen Menschen einzuhalten. Nicht nur in Bezug auf die Einwohnerzahl von Bettringen (fast 10 000), sondern ganz besonders auch auf das größte Industriegebiet der Region (Gügling) sei dieser Feuerwehrhausneubau dringend notwendig. Auch OB Arnold bestätigte Strailes Hintergrundwissen, wonach eine solche leistungsfähige und ortsnahe Feuerwehrpräsenz zunehmend auch Standort– und Sicherheitsfaktor sei, wenn sich die Unternehmen Gedanken über Neuansiedlungen oder Erweiterungen machen. Richard Arnold lobte auch bei dieser Gelegenheit das enorme bürgerschaftliche Engagement im ehrenamtlich geprägten Feuerwehrwesen dieser Stadt. Ortsvorsteherin Brigitte Weiß rief in Erinnerung, dass sich Feuerwehr und Ortschaftsrat schon seit gut zehn Jahren über dieses Projekt den Kopf zerbrechen und sich nunmehr nach reiflicher Überlegung und Abwägung für diesen Standort entschieden hätten.
Gleich anschließend ging’s weiter zum feierlichen ersten Spatenstich für den zukünftigen Polizeiposten. Dieser wird von der VGW einschließlich einer kleinen Wohnanlage gebaut. Burkhard Fichtner, Geschäftsführer der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft, versprach dem ungeduldigen OB: Schon in neun Monaten könne die Polizei um– und dort einziehen. Die neue Polizei biete auch die Chance einer attraktiven Gestaltung dieses Platzes beim Bettringer Rathaus.

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