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Richtige Entsorgung von Energiesparlampen bei der AWG

Kompaktleuchtstofflampen, oft auch als Energiesparlampen bezeichnet, zählen zu den gefährlichen Abfällen und dürfen auf keinen Fall im Hausmüll oder im Altglascontainer entsorgt werden. Darauf weist die AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft) des Rems-​Murr-​Kreises hin.

Dienstag, 01. September 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 51 Sekunden Lesedauer

REMS-​MURR-​KREIS (pm). Kompaktleuchtstofflampen werden im Rems-​Murr-​Kreis künftig auch auf allen Recyclinghöfen gesammelt, Leuchtstoffröhren aus Platzgründen weiterhin nur auf den Deponien und Problemmüllsammelstellen. Seit dem Ansteigen der Energiepreise und der Klimadiskussion greifen immer mehr Leute zu Energiesparlampen. Hierzu zählen die Kompaktleuchtstofflampen, aber auch Halogenlampen oder LED. Obendrein geht der traditionellen Glühbirne bald das Licht aus. Die EU-​Staaten haben das schrittweise Verbot der Glühbirne in der Europäischen Union ab 2009 beschlossen; von September 2012 an soll es sie überhaupt nicht mehr zu kaufen geben.
Die Vielfalt der Produkte und der unterschiedliche Gebrauch der Begriffe ist manchmal sehr verwirrend. Mit „Energiesparlampe“ ist im allgemeinen Sprachgebrauch oft nur die Kompaktleuchtstofflampe gemeint, obwohl es auch andere gibt. Spätestens bei der Entsorgung stolpert man dann wieder über die verschiedenen Begriffe, denn nicht jede Energiesparlampe ist Sondermüll.
Halogen-​Energiesparlampen können wie herkömmliche Glühlampen über den Hausmüll entsorgt werden. LED werden in der Regel mit dem gesamten Bauteil als Elektroschrott entsorgt. Die Kompaktleuchtstofflampen enthalten jedoch pro Lampe circa anderthalb bis fünf Milligramm Quecksilber und werden daher zum Sondermüll, im Fachjargon: Gefährlicher Abfall. Da die Kompaktleuchtstofflampen unter das Elektrogerätegesetz fallen, müssen die Hersteller sie seit März 2006 unentgeltlich von kommunalen Übergabestellen abholen. Allerdings gilt diese Abholpflicht für Gasentladungslampen erst ab einer Menge von drei Kubikmetern. Aus Platzgründen wurden diese Lampen deshalb bisher nur an den Deponien und den Problemmüllsammelstellen angenommen.
Damit die Energiebilanz der Sparlampe aber nicht durch lange Anfahrtswege zur Entsorgungsstelle wieder verdorben wird, bietet die AWG jetzt auch an allen 14 Recyclinghöfen im Landkreis die kostenlose Rücknahme der Kompaktleuchtstofflampen (Glühbirnengröße) an. Die dort erfassten Kleinmengen werden dann von AWG-​Mitarbeitern eingesammelt und zu den Deponien transportiert. Leuchtstoffröhren werden weiterhin nur an den Deponien und den Problemmüllsammelstellen angenommen, Glühbirnen und Halogenlampen kommen wie gehabt in den Hausmüll.
Übrigens hat die Kompaktleuchtstofflampe wegen ihres hohen Schadstoffanteils zu Unrecht bei manchem einen schlechten Ruf. Glühlampen können, obwohl sie kein Quecksilber enthalten, auf Grund ihrer schlechteren Energiebilanz sogar höhere Quecksilberemissionen verursachen als Kompaktleuchtstofflampen.
Denn beim deutschen Strommix, mit einem hohen Anteil von Strom aus Kohleverbrennung, werden nach Berechnungen des Öko-​Instituts (www​.oeko​.de) pro Kilowattstunde 0,0147 Milligramm Quecksilber emittiert. So verhindert jede eingesparte Kilowattstunde auch den zusätzlichen Ausstoß des Schwermetalls. Hochwertige Energiesparlampen mit einer langen Brenndauer ersparen daher der Umwelt mehr Quecksilber als sie enthalten.
Natürlich müssen die Kompaktleuchtstofflampen dennoch fachgerecht entsorgt und nicht achtlos in die Restmülltonne geworfen werden.

Die Adressen und Öffnungszeiten der Recyclinghöfe und der anderen Annahmestellen sind im Infoheft der AWG zu finden oder unter www​.awg​-rems​-murr​.de.

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