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Junge Philharmonie Ostwürttemberg spielte Orgelsinfonien von Saint-​Saens und Widor

Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg und Kirchenmusikdirektor Thomas Haller gaben ein außergewöhnliches Stelldichein: In der Aalener Stadtkirche ließen sie Camille Saint-​Saens und Charles-​Marie Widors fantastische Orgelsinfonien erklingen.

Mittwoch, 02. September 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 27 Sekunden Lesedauer

MUSIK (kull). Die Junge Philharmonie macht ihrem Namen als kultureller Botschafter Ostwürttembergs alle Ehre. Wenn die Musici unter der Leitung ihres Dirigenten Uwe Renz zur Konzertreise gen Polen aufbrechen, nehmen sie einen ersten grandiosen Erfolg mit auf die Reise: das Auftaktkonzert am Sonntag in der Aalener Stadtkirche. Angesichts der beachtlichen Warteschlange vor dem Kirchenportal lag die Vermutung nahe, dass das Konzertereignis ein besonderes zu werden versprach. Dafür stand nicht zuletzt auch die Musikauswahl, Saint-​Saens „Sinfonie Nr. 3 c-​Moll op.78“ und Widors „3.Sinfonie für Orgel und Orchester op. 69“. Sinfonische Musik unterlegt mit Orgelklängen, ein besseres Schmankerl hätten die Musiker ihrem Publikum nicht bieten können. Den Anfang machte Saint-​Saens, dessen Orgelsinfonie Höhepunkt und Abschluss seines symphonischen Schaffens ist. Hörbar bereits im Adagio des 1. Satzes mit seinem stetig sich wiederholendem Thema innerhalb einer breit angelegten Exposition. Feine Violinenklänge, gezupfte Celli, ab und an untersetzt mit Pauken — hymnisch schwebende Klänge inszeniert die Junge Philharmonie, romantische Weisen, die zum Schwelgen in brillant gespielter Musik verführen. Bedächtig umspielt die Orgel das Unisono der Streicher, gefolgt von einem Violinenduett und einer „gehauchten“ Wiederkehr der Adagiomelodie. Einer der vielen kleinen Höhepunkte: Die Streicher lassen einen bewegenden Choral über dem Klangteppich des Pianos erklingen. Der Musici verdienter Lohn zum Ersten: rauschender Beifall.
Auch Widors „3. Sinfonie“ beginnt mit einem weitschweifenden Andante, dem die Holzbläser eine verträumte Note geben. Die einsetzende Orgel sorgt dabei für eine aparte Atmosphäre. In beiden Sätzen entspinnt sich zwischen Orgel und Orchester ein prickelnd-​romantischer Dialog, der in einem hymnischen Finale mündet. Die gewisse Note verleihen hierbei die Blechbläser. Thomas Haller an der Orgel und Uwe Renz mit seiner Jungen Philharmonie meisterten die künstlerisch wie technisch anspruchsvollen Sinfonien Saint-​Saens und Widors exzellent und sorgten so für ein prächtiges Hörerlebnis!

Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg und Thomas Haller führen diese Werke von Saint-​Saens und Widor in einem Konzert am Freitag, 11. September , 20 Uhr in der St.-Josefs-Kirche in Böbingen noch einmal auf. Weitere Infos unter www​.jpo​-​w​.de

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