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Kunstturnen: Helge Liebrich läuft bei der Champions Trophy zur Hochform auf

(pm). Als die Kameras des ZDF sich senkten und die Lichter ausgingen, konnte Helge Liebrich endgültig die Nervosität ablegen – Live-​Interview zur besten Sendezeit nach Klasseleistungen: So lässt sich aus Sicht des jungen Wetzgauers das Resümee ziehen nach der Champions-​Trophy im Kunstturnen in Berlin, die er mit Rang sechs beendete.

Dienstag, 22. September 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 23 Sekunden Lesedauer

Paul Schneider, Trainer des TV Wetzgau, und Bundestrainer Valeri Belenki waren einer Meinung nach dem Sechskampf des TVW-​Athleten: Helge ist im internationalen Kunstturnen endgültig angekommen.“ Gegenüber der Weltmeisterschaftsqualifikation in Stuttgart, die er am vergangenen Mittwoch gewann, steigerte sich der Modellathlet nochmals und kam auf einen Gesamtwert von 86,875 Punkten – das waren nochmals 0,875 Zähler mehr, als er im Kunstturnzentrum wenige Tage zuvor erreicht hatte.
Hinter Fabian Hambüchen, der souverän den Sieg einfuhr und auf 91,575 Punkte kam sowie weiteren Größen des internationalen Turnens (unter anderem der Russe Dewiatowski, Europameister im Mehrkampf von 2007 sowie der Brite Keatings, Vize-​Europameister von 2009) reihte sich Liebrich auf dem sechsten Platz des Klassements ein.
Dabei war der internationale Vergleich für den Wetzgauer alles andere als einfach. Ungewohnt war vor allem der Rahmen: Vor einer Kulisse von 3500 Zuschauern in der Berliner Max-​Schmeling-​Halle hieß es zunächst einmal: „Beine still halten!“ Paul Schneider: „Er war natürlich zu Beginn nervös, aber er hatte sich schnell im Griff und konnte dementsprechend zügig seine Form finden.“
Ausschließlich am Sprung leistete er sich einen kleinen Fehler, ansonsten zeigte sich Liebrich von seiner besten Seite und wurde auch mit hohen Noten belohnt. „Es gibt keinen Zweifel mehr: Er gehört dazu!“, so Paul Schneider. „Dazu“ heißt: zu den besten Mehrkämpfern der Welt. Sein Heimtrainer meint, die besten 24 in der Welt sind für den jungen Deutschen aus der Stauferstadt erreicht. „Alles weitere werden die nächsten zwölf Monate zeigen: Helge ist auf dem besten Wege – und das obwohl er zuletzt sich mehr um sein Studium als ums Training gekümmert hatte“, sagt sein Heimtrainer. Und er lässt keinen Zweifel offen: „Die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr und Olympia 2012 in London sind die erklärten Ziele!“

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