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Schwimmen, Europameisterschaft der Masters in Cadiz

Einen großen Empfang gab es am gestrigen Mittag für die frisch gebackenen Europameister des SV Gmünd. Die vier Schwimmer waren überrascht und peinlich berührt zugleich. Dennoch zeigten sie bei einem Glas Sekt stolz ihr mit deutschem Rekord gewonnenes Edelmetall. Von Patrick Tannhäuser

Dienstag, 22. September 2009
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 23 Sekunden Lesedauer

„Das ist ja peinlich“, so lauteten die ersten Worte des Vorsitzenden des Gmünder Schwimmvereins, Roland Wendel, beim Aussteigen aus dem Auto, das die erfolgreichen Athleten vom Flughafen abgeholt hatte. Damit hatten sie nun wirklich nicht gerechnet die Gold-​Jungs aus der Stauferstadt. Mit der Staffel zeigten sie eine sensationelle Leistung, stellten einen neuen deutschen Rekord in ihrer Altersklasse auf und verwiesen ihren härtesten Konkurrenten, Stadtwerke München, auf die Plätze. „Das war eine sensationelle Leistung“, brachte es Steffen Kregler auf den Punkt. Der Sport-​Vorstand des SVG meinte dabei aber nicht nur den tollen Auftritt der Freistil-​Staffel mit Roland Wendel, Gerhard Büttner, Siegfried Wendel und Roland Aubele, sondern auch die Leistungen von Gerhard Büttner und Roland Wendel, die in ihren Einzelrennen nochmals mit dem dritten Rang und einer Bronzemedaille belohnt wurden. 4000 Athleten waren bei den Europameisterschaften der Masters im spanischen Cadiz ins Becken gesprungen. Konkurrenz gab es für die Stauferstädter also zuhauf. Dennoch stapelte Roland Wendel tief. „Der Empfang übersteigt unsere sportliche Leistung, aber wir sind alle sehr gerührt“, so der SVG-​Vorsitzende, der die Leistung nicht überwertet wissen wollte, da sie ja „nur“ bei den Senioren erbracht wurde. Roland Wendel: „Den letzten Empfang gab es bei uns als Marion Zoller von den Olympischen Spielen 1992 heimkehrte.“
Davon ließen sich aber Bürgermeister Joachim Bläse sowie Schul– und Sportamtsleiterin Karin Schüttler nicht abhalten. Beide überbrachten im Namen der Stadt und des Oberbürgermeisters Glückwünsche. Von einem Aushängeschild und einem Vorbild für die Jüngeren sprach Bläse und überreichte kleine Geschenke. „Wir können Prioritäten setzen, auch wenn eine Ministerin hier ist“, so Bläse, der sich vom Besuch von Bundesministerin Ursula von der Leyen loseiste. Für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ist von der Leyen zuständig. Damit wären die Gmünder Schwimm-​Oldies eigentlich voll in ihren Aufgabenbereich gefallen.

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