Direkt zum Inhalt springen

Nachrichten Schwäbisch Gmünd

Gmünder Guggenmusik-​Truppe stellte neue Kostüme vor und übernahm Patenschaft für die Guggen vom Lindenhof

Es war gestern schon ein historischer Abend für die Guggenmusik „Gmendr Altstadtfäger“. Zum einen wurde das neue Kostümsujet unter dem Motto „Showtime“ vorgestellt, zum anderen übernahmen die Altstadtfäger die Patenschaft für die Guggenmusik des Hauses Lindenhof, „Los Krawallos“. Von Manfred Laduch

Sonntag, 10. Januar 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 50 Sekunden Lesedauer

SCHWÄBISCH GMÜND. Der Abend hatte schon musikalisch sehr alternativ begonnen. Die Kolpingkapelle Schwäbisch Gmünd setzte den Auftakt – und wurde dabei von der Tanzband „feedback“ unterstützt. Überhaupt sollte es ein Programm werden, bei dem jeder der vielen Besucher etwas für seinen Geschmack finden konnte: Blasmusik, Guggenmusik, Tanzmusik und Heavy Metal.
Eine sehr schöne Aktion stand im Mittelpunkt des ersten Teils: Nachdem die Gmendr Altstadtfäger als Gastgeber in neutraler Kleidung aufgetreten waren, kam die Guggenkapelle des „Hauses Lindenhof“ zum Zuge. Sie trägt den Namen „Los Krawallos“ und besteht aus 60 teils behinderten, teils nicht behinderten Musikern. Die Überschrift der Veranstaltung „1. Benefiz-​Krawall“ war eine Anspielung auf diesen Namen.
Denn die Altstadtfäger übernahmen gestern ganz offiziell eine Patenschaft für die „Los Krawallos“, in deren Kasse auch die Einnahmen des Abends fließen. Sehr fröhlich fiel dann auch das Monsterkonzert aus, das die beiden Guggenmusiken gemeinsam aufs Parkett legten.
Nachdem „feedback“ eine Weile zum Tanz aufgespielt hatten, folgte die nächste Einlage. Eine Gruppe der Altstadtfäger-​Damen zeigte einen Stocktanz auf die Titel „New York, New York“ und „Everybody needs somone to love“ – ersteres eine klare Anspielung auf die Teilnahme der Gmünder Guggenkapelle an der berühmten New Yorker Steubenparade.
Dass unter den Gästen nicht nur der Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold war, sondern auch sein Schechinger Kollege Werner Jekel, hatte mit den Überraschungsgästen zu tun: Die Schechinger „Krawallhexen“ boten eine halbe Stunde Guggenmusik vom Feinsten.
Als dann der große Moment für die neuen Altstadtfäger-​Kostüme gekommen war, konnten die Besucher diese früher sehen, als geplant. Die Truppe, die eigentlich schwarze Stoffbahnen zur Tarnung spannen wollte, verhedderte sich komplett in ihren Utensilien. Daher war Zeit, weitere Ehrengäste zu begrüßen: Die Vizepräsidenten der Aalener Fasnachtszunft, denen natürlich gleich unterstellt wurde, sie wollten sich in Gmünd mal anschauen, wie richtig Fasnet gefeiert wird. Zur Entschädigung für diese kleine Bosheit bekamen sie ihren Schlachtruf „Meck, meck – Ahoi“ vom gesamten Saal zu hören.
Es waren im Übrigen nicht die einzigen Aalener im Saal. Auch eine Abordnung der Guggenmusik „Kocher-​Fetza“ wurde herzlich willkommen geheißen.
Bei der eigentlichen Präsentation erläuterte Altstadtfäger-​Chef Hermann Schopf, dass das Motto „Showtime“ aus vielen Vorschlägen ausgewählt worden war, weil es so gut zu der Truppe passe: „Das liegt uns von unserer Art“. Außerdem wurde erläutert, dass ein Original-​Kostüm der Altstadtfäger in den nächsten Wochen auf deren Internet-​Seite versteigert wird. Auch hier geht der Erlös an die Paten-​Guggenmusik „Los Krawallos“.

14 Tage kostenlos und unverbindlich testen?
Das RZ-Probeabo - digital oder klassisch mit Trägerzustellung

4178 Aufrufe
442 Wörter
4600 Tage 20 Stunden Online

Beitrag teilen

Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 4600 Tagen veröffentlicht.


QR-Code
remszeitung.de/2010/1/10/gmunder-guggenmusik-truppe-stellte-neue-kostume-vor-und-ubernahm-patenschaft-fur-die-guggen-vom-lindenhof/