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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 01. Dezember 2010

Bürgermeister und Wirtschaftsförderer aus dem Land unterzeichnen „Gmünder Erklärung“ für die Kennzeichen-​Liberalisierung

Der Wunsch nach einer Kennzeichen– Liberalisierung mit Rückkehr zu ortsbezogenen Autoschildern entwickelt sich landesweit zu einer Bürgerbewegung. Das wurde gestern bei einem Treffen von Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Wirtschaftsförderern im Gmünder Rathaus deutlich. Unterzeichnet wurde eine „Gmünder Erklärung“ für eine alsbaldige Umsetzung.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Am Nachmittag trafen sich die Kommunalvertreter zu ihrer Kennzeichen-​Klausur im kleinen Sitzungssaal. Hernach folgte eine Pressekonferenz. Und dann lud OB Richard Arnold die Mitstreiter dazu ein, das glühende Interesse im Sinne der Bürgerschaften vielerorts im Land bei einem Glas Glühwein und einer Heißen Roten auf dem Gmünder Weihnachtsmarkt zu bekräftigten. Das Thema ist den Menschen in Baden-​Württemberg längst nicht mehr wurst. Zwölf Städte bzw. Raumschaften sind der baden-​württembergischen Kennzeichen-​Initiative zwischenzeitlich aktiv beigetreten, 15 weitere verhielten sich nach Einschätzung von Oberbürgermeister Richard Arnold noch wohlwollend abwartend. Nur ein potenzieller Kennzeichen-​Rückkehrer (Villingen-​Schwenningen) hält sich noch gänzlich zurück. Berichtet wurde von Bürgerumfragen auch bundesweit, die Landesregierungen teils schon dazu bewogen haben, gegenüber den ziemlich eindeutigen Bürgerwünschen grünes Licht zu geben und in Landkreisen auch mal zwei oder auch drei (Mecklenburg-​Vorpommern) ortsbezogene Schilder zuzulassen. Bei der Zusammenkunft gestern im Gmünder Rathaus verständigten sich die Teilnehmer auf ein so genanntes Bürgerwahlmodell, das nun den Landräten und Ministerien und schließlich dem Bundesrat (endgültige Entscheidung, offenbar nur noch Formsache) schmackhaft gemacht werden soll. Inhalt dieses Modells ist die Reaktivierung der bei der Kreisreform vor 40 Jahren abgeschafften Kennzeichen, so dass die Angelegenheit übersichtlich bleibt. Schließlich sind ja auch noch viele Fahrzeuge mit den alten Kennzeichen unterwegs. Der Bürger in den jeweiligen Landkreisen dürfe dann eine freie Auswahl zwischen den beiden Kürzeln am Heilixblechle treffen dürfen. Aus Landkreistag und Verkehrsministerien gebe es bereits positive Äußerungen zu dieser Vorgehensweise, die niemanden Nachteile, dafür, so sind die Initiatoren überzeugt, jede Menge Vorteile für Identität und Marketing bringt. In einigen Stadträten im Land gab es gleichfalls schon einhellige Zustimmungen. Immer wieder wird betont: An den Landkreisen werde nicht gerüttelt, vielmehr wolle man die Kreisgefüge durch Vielfalt stärken Für OB Arnold ist die Sache klar: „Der Bürger soll entscheiden, auf den kommt es an.“ Der Crailsheimer Oberbürgermeister Rudolf Michl stützt sich auf ein eindeutiges Votum seiner Bürgerschaft und Befürchtungen entgegen, wonach der Verwaltungsaufwand teuer werden könnte. „In der EDV muss doch lediglich ein schalter umgelegt werden.“ Amtskollege Jürgen Weber aus Hechingen: „Keine Angst vor den alten Schildern wir sind keine Separatistenbewegung. Es geht schlicht um Identitätsstiftung und Marketingrelevanz.“ Nach 38 Jahren gebe es da immer noch einen starken emotionalen Bezug; die Bürger wollen das, daher machen wir bei diesem Zeichen von Bürgernähe gerne mit“, erklärte Bürgermeister Bernhard Kaiser aus Donaueschingen. Wirtschaftsförder Michael Meier aus Leonberg zeigte sich überzeugt: „Da gibt’s nur Gewinner. Die Aktion dient dem Heimatgefühl und einem kreativen Stadtmarketing.“ Seine Nürtinger Kollegin Monika Lauer konnte das nur unterstreichen. „So, und jetzt machen wir das bei den Landräten und im Verkehrsministerium hoffähig“, spornte Oberbürgermeister Richard Arnold an.
Im Vorgriff auf den nachfolgenden Glühwein zeigte sich das Stadtoberhaupt schon ganz heiß auf die interkommunale Dienstfahrt nach Stuttgart: Vor 850 Jahren habe ein Mann namens Kaiser Barbarossa den Gmündern das Stadtrecht verliehen. Nun freue er sich darauf, dass mit Verkehrsministerin Tanja Gönner eine Frau „unserem schönen Gmünd das GD zurück geben werde“.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 131 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 2907 Tagen veröffentlicht.


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