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Nachrichten Ostalb

Alle Jugendlichen sollen die Chance einer Ausbildung erhalten

Der Verwaltungsausschuss (VA) der Agentur für Arbeit befasste sich in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr mit den aktuellen Aufgabenstellungen des Arbeitsmarktes und ließ sich über die regionalen Ab– und Zuwanderungen von Fachkräften informieren.

Donnerstag, 11. März 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 47 Sekunden Lesedauer

OSTALBKREIS (pm). Zu Beginn der Sitzung erläuterte Hans-​Joachim Gulde die aktuelle Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt und hob nochmals Kurzarbeit und Qualifizierung als die beiden ausschlaggebenden Instrumente für Beschäftigungssicherung hervor.
Daniel Waibel, seit November 2009 Koordinator, informierte die Mitglieder über Ergebnisse des Arbeitskreises „Qualifizierung“ und die Fortschritte bei der Organisation des Qualifizierungsringes. Hauptaufgabe ist die Koordination von Qualifizierungsangeboten überwiegend für Jungfacharbeiter und Höherqualifizierte, die es in der Region im benötigten Umfang und mit den notwendigen Inhalten bisher noch nicht gab. Hierzu arbeiten Kammern, Unternehmen und deren Verbände sowie Arbeitnehmer-​Vertreter, Bildungsträger und die Agentur eng zusammen. Seit November 2009 wurden bereits drei Maßnahmen mit einer Dauer zwischen vier Wochen und sechs Monaten, zum Teil in Kooperation mit der Technischen Akademie in Gmünd, erfolgreich durchgeführt. Weitere Maßnahmen, die auf die Belange der heimischen Betriebe ausgerichtet sind, sollen folgen.
Auf Einladung des Verwaltungsausschusses kam Silke Hamann vom Institut für Arbeitsmarkt– und Berufsforschung und hielt ein Referat zum Thema „Mobilitätsbilanz für die Arbeitsagentur Aalen — Wirtschaftsstruktur und zukünftige Fachkräftebedarfe“. Anschaulich wurden die Mitglieder des Verwaltungsausschusses darüber informiert, dass im Ostalbkreis bis zum Jahr 2025 ein Bevölkerungsrückgang von 1,9 Prozent, in Heidenheim sogar von 4,3 Prozent zu verzeichnen sein wird. Auch wenn ein großer Anteil der heutigen Jugendlichen gut ausgebildet und somit qualifiziert ist, können sie auf Grund der geburtenschwachen Jahrgänge den Wegfall der gut qualifizierten Älteren nicht ersetzen. Hinzu kommt die, bei jüngeren Menschen größere Bereitschaft, den Arbeits– und Lebensort für eine gute Arbeitsstelle bzw. eine infrastrukturell attraktivere Region zu verlassen.
Basierend auf diesen Tatsachen waren sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses einig, dass es weiterhin zwei Schwerpunkte in der Arbeit der Bundesagentur für Arbeit geben muss. Einerseits soll die Qualifikation von bereits gut ausgebildeten Technikern und Fachkräften weiter vorangetrieben werden, da der demographische Wandel die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften weiter anheizen wird. Andererseits muss aber auch allen Jugendlichen, egal mit welchen Voraussetzungen sie die Schule verlassen, eine Möglichkeit gegeben werden, eine Ausbildung zu beginnen.
Wolfgang Klook, Vorsitzender des VA, sowie Jörn P. Makko (alternierender Vorsitzender) sprachen der Geschäftleitung und den Mitarbeitern ein großes Lob für die bisher erreichten Arbeitsergebnisse auf diesem Gebiet aus. Die Mitglieder verabschiedeten sich bis zur nächsten Sitzung im Juni mit dem guten Vorsatz, die Attraktivität der Region soweit zu erhöhen, dass die Mobilitätsbilanz nicht nur ausgeglichen ist sondern auch zunehmend Fachkräfte, Familien und andere Personengruppen in die Region ziehen.

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