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Das Gesundheitsamt: Umkehrosmoseanlagen oder Membranfilteranlagen sind unnötig

Das Trinkwasser im Ostalbkreis wird laufend überwacht, ist von hoher Qualität und hervorragend zum Trinken geeignet. Dennoch versuchen Hausierer in letzter Zeit, den Bewohnern des Ostalbkreises unnötige Trinkwasseraufbereitungsanlagen zu verkaufen.

Freitag, 12. März 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 9 Sekunden Lesedauer

OSTALBKREIS (pm). Darauf macht der Geschäftsbereich Gesundheit des Landratsamt jetzt aufmerksam.
Angeblich erhöhte Schadstoffwerte veranlassen derzeit viele Verbraucher, einen Wasserfilter zu kaufen. Mit falschen Behauptungen und abstrusen Experimenten suggerieren gegenwärtig wieder Vertreter für Geräte zur Wasserbehandlung eine schlechte Trinkwasserqualität im Ostalbkreis. Zum „Beweis“ der Verunreinigung des Leitungswassers wird beispielsweise in ein Wasserglas je eine Elektrode aus Eisen und Aluminium gehalten und eine Spannung angelegt. Im Ergebnis färbt sich das Wasser bräunlich und schäumt sogar. Für jeden, der im Physikunterricht aufgepasst hat, ist die Lächerlichkeit solcher Vorführungen offensichtlich. Denn natürlich fließt in einem mineralhaltigen Wasser Strom, der das jeweilige unedle Metall (hier Eisen) auflöst. Und ebenso klar ist, dass dies bei destilliertem Wasser nicht geschieht. „Destilliertes, also von jeglichen Mineralien befreites Wasser ist gut für Batterien und Bügeleisen, nicht aber zur gesunden Ernährung“, weiß Gesundheitsdezernent Dr. Klaus Walter. „Tatsache ist , dass das „eigene Wasserwerk im Haushalt“ weder notwendig noch sinnvoll ist. Die Gefahr der Verkeimung und der Abgabe chemischer Substanzen aus den Filtermaterialien ist groß. Auch kann es je nach Filterart zu einer Entfernung wichtiger Mineralien wie z.B. Magnesium und zu einer Anreicherung mit Schadstoffen kommen.“
Das Trinkwasser im Ostalbkreis ist von höchster Qualität und gesund. Alle in der Trinkwasserverordnung festgesetzten Grenzwerte werden weit unterschritten. Diese hohe Qualität wird jährlich durch tausende Analysen von den Trinkwasserversorgungsunternehmen und vom Landratsamt Ostalbkreis — Geschäftsbereich Gesundheit — überwacht.

Weitere Informationen zum Trinkwasser im Ostalbkreis gibt es im Internet unter www​.ostal​bkreis​.de, Suchstichwort „Trinkwasser“ oder bei den örtlichen Versorgungsunternehmen.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 3853 Tagen veröffentlicht.


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