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Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 29. April 2010

Umbauarbeiten im Margaritenhospital laufen auf Hochtouren — 85 Prozent der Flächen sind bereits vermietet

Bei der Nachnutzung des Margaritenhospitals als zukünftig weitgehend privatisiertes Gesundheitszentrum für Gmünd und Umgebung bahnt sich nach fester Überzeugung von Landrat Klaus Pavel eine Erfolgsgeschichte mit Modellcharakter an. 85 Prozent der Nutzfläche sind bereits vermietet.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Gestern informierte Landrat Klaus Pavel zusammen mit Oberbürgermeister Richard Arnold, Projektchef Axel J. Janischowski und Architekt Christof Preiß sichtlich freudestrahlend über die positive Entwicklung des Projekts. Die Erleichterung bei allen am Projekt Beteiligten war anzumerken, denn bei der Nachnutzung und Vermarktung der im Herbst letzten Jahres stillgelegten Frauen– und Kinderklinik in Schwäbisch Gmünd betrat die Landkreisverwaltung Neuland. Seinerzeit wurde der Klinikbetrieb in den Neubau direkt an das Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd in Mutlangen verlagert. Intensiv musste sich sodann die Landkreisverwaltung und der Kreistag mit der Zukunft dieser riesigen Immobilie mit einer Gesamtnutzfläche von insgesamt rund 8000 Quadratmetern beschäftigen, um nicht auf einer teuren Brache sitzenzubleiben.
Schließlich nahm, ausgehend von einem früheren Impuls von Architekt Christof Preiß und eines Investors, das Konzept eines „Hauses der Gesundheit“ Gestalt an. Elf Millionen Euro beträgt das Kostenvolumen für das Projekt. 5,5 Millionen Euro davon werden über Kapitalbriefe finanziert, die von der Kreissparkasse Ostalb angeboten waren und, so unterstrich der Landrat, in Rekordzeit ausverkauft gewesen seien. Das zeige ihm, dass die Menschen im Ostalbkreis für solche neuartige und natürlich gewinnbringenden Finanzierungsmodelle zugänglich seien, sofern sie direkt vor der Haustüre stattfinden sowie unter der Regie einer heimischen Bank überschau– und durchschaubar seien. Dieses Finanzierungsmodell, so Landrat Pavels Anregung, sei möglicherweise durchaus übertragbar auf andere Projekte im kommunalen Bereich. Ein „hochspannender Prozess“ münde nun in eine „Erfolgsgeschichte“, fasste der Landrat zusammen und verkündete, dass bereits 85 Prozent des Gesundheitszentrum vom Landkreis, der zunächst das volle Risiko übernommen habe, vermietet seien.
Die beiden größten Mieter und damit wichtigsten Eckpfeiler des Gesundheitszentrums:
1. Das Zentrum für ambulante Operationen von Dr. Annelie Völker (ehemals Klinikum Schwäbisch Gmünd), für das zwischenzeitlich die Geschäftsform als eigenständige GmbH begründet wurde (bereits in Betrieb).
2. Das Zentrum für Psychiatrie Winnenden; es wird zum 1. Juli mit zwei Abteilungen einziehen. Zum einen wird es ein stationäres Angebot im Bereich der Erwachsenenpsychiatrie geben, zum anderen eine Tagesklinik.
Diese beiden großen Einrichtungen werden einen Großteil der Flächen im Hauptgebäude belegen.
Weiter werden zwei Kinderärzte einziehen, dazu eine Augendiagnostik, eine Logo– und Ergotherapie, eine Wohneinrichtung der Untermarchtaler Schwestern für Gehörlose, ein Sanitätshaus, eine Praxis für Physiotherapie.
Prägendes Gebäudeelement wird ein Apotheken-​Neubau direkt vor dem alten Klinikeingang ein. Die größten Investitionskosten fürs neue Innenleben des ehemaligen Schwesternwohnheims an der Klinik wird die dort vorgesehene Praxis für Radiologie und Strahlentherapie zu tragen haben. Besonders auch diese Einrichtung, so hob der Landrat hervor, stelle einen Mehrwert für ärztliche Versorgung der Menschen in der gesamten Raumschaft Schwäbisch Gmünd.
Auch Oberbürgermeister Richard Arnold zeigte sich glücklich angesichts des aufblühenden „Haus der Gesundheit Margaritenheim“ in Schwäbisch Gmünd. Die Bürger seiner Stadt seien froh, dass mit diesem Projekt die Tradition dieser Klinik in einer zukunftsträchtigen Form weitergeführt werden könne. Auch gesundheitspolitisch stehe damit Schwäbisch Gmünd „in der Mitte“ der Region. Sehr erfreulich sei, dass die Klinikkapelle öffentlich bleibe. Jeden Sonntag seien es bis zu 120 Menschen, die dort sehr gerne den Südstadt-​Gottesdienst besuchen — er selbst auch immer wieder. Täglich ist dort auch Rosenkranz-​Gebet.
Weiterer Pluspunkt des Projekts: Nach Schätzung der Betreiber und Mieter werden voraussichtlich über 50 neue Arbeitsplätze im medizinischen Dienstleistungsbereich geschaffen

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 139 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 3123 Tagen veröffentlicht.


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