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Lokalnachrichten

» Ostalb | Montag, 31. Mai 2010

Ein von Felsen umgebenes Lorcher Kleinod: Auch der Wasserfall wurde zum 125-​jährigen Bestehen aktiviert

In jedem Frühling und Sommer bietet Lorch von einem Seitental der Rems, dem Götzental aus gehend ein von Felsen umgebenes Kleinod, einen äußerst interessanten Wanderweg, der den Sommer über zudem von einer Gruppe des Schwäbischen Albvereins mit Wasserspielmodellen bereichert wird und dadurch für viele Wanderer ein lohnendes Ziel darstellt.

LORCH (kos). Am gestrigen Sonntag feierte die Lorcher Gruppe des Schwäbischen Albvereins mit einem Fest das 125-​Jahr– Jubiläum der Schelmenklinge. Dazu kam am Mittag auch eine Wandergruppe des Schwäbischen Albvereins aus Urbach. Grußworte sprachen der Vorsitzende der Lorcher Ortsgruppe und Lorchs Bürgermeister Karl Bühler.
Der Leiter des Schelmenklingen-​Teams, Gunther Belser, erzählte, wie es zur Schelmenklinge kam und welcher Aufwand getrieben wird, um jedes Jahr viele Besucher zu erfreuen. Im Mai 1885 wurde begonnen, von der Welzheimer Straße her, also von Bruck aus, einen Weg in die Schelmenklinge zu bauen und zu den imposanten Sandsteinfelsen. Man wollte damit den vielen Sommerfrischlern des damaligen Luftkurorts Lorch einen Anziehungspunkt bieten. Später dann wurde der Weg ins Götzental weitergeführt und ein Wasserfall geschaffen.
Am Anfang stand eine Attraktion
für Sommerfrischler
Am Sonntag wurde nun ein Jubiläumsfest auf der Wiese oberhalb der Schelmenklinge gefeiert. Am Morgen begann das Fest mit einem Weißwurstfrühstück, gekühlte Getränke ergänzten das Angebot. Der Vorsitzende der Lorcher Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, Michael Schmidt, begrüßte die vielen Besucher am Nachmittag. Er dankte auch der Stadt und dem Bauhof Lorch für die Hilfe. Bürgermeister Karl Bühler nannte das Jubiläum ein tolles Fest, könne man doch eigentlich ein doppeltes Jubiläum feiern. Die Schelmenklinge sei die älteste touristische Attraktion der Stadt Lorch, die auf den damaligen Stadtschultes und den Ortsverschönerungsverein zurückgehe und seit 1996 vom Schwäbischen Albverein Lorch betreut werde. Besonders aber hob er auch hervor, dass es in Lorch das Ehrenamt nicht erst seit heute gebe, denn seit 125 Jahren werde die Schelmenklinge durch ehrenamtliche Arbeit von Bürgern betreut. Dabei erwähnte er auch dankend die Familie Dürrich, über deren Grundstück der größte Teils des Weges verläuft, und die für das Fest die Wiese zur Verfügung stellte. Gunther Belser machte dann einen Ausflug in die Geschichte der Schelmenklinge.
Als besondere Attraktion zeigte die Rentnergruppe vom Welzheimer Heimatverein, wie ein vier Meter langer Baumstamm in der Mitte der Länge nach durchgebohrt wird. Und dabei ging dann auch Lorchs Bürgermeister Karl Bühler mutig zu Werke. Dieses Handwerk beherrschen nur noch wenige. Früher wurden so Wasserleitungen hergestellt. Auch das Kloster Lorch wurde lange Zeit über eine solche Leitung mit Trinkwasser versorgt. Wie aus dem Heimatbuch der Stadt Lorch hervorgeht, soll der Name „Schelmenklinge“ daraus hervorgegangen sein, dass sich dort in früherer Zeit „Schelme“ (wie man früher ehrlose, unehrliche Menschen, Halunken oder Gauner, Betrüger und Diebe nannte) vor dem Zugriff der Obrigkeit versteckt hätten. Bevor jetzt die Schelmenklinge wieder geöffnet wurde, mussten der Bachlauf und die Wanderwege in der Schelmenklinge von allerlei Unrat befreit werden. 17 Helfer, darunter auch eine Mutter aus Welzheim mit ihren beiden Kindern, halfen mit Rechen, Laubbesen und Schaufeln Unmengen von Laub, Geäst und Tannenzapfen wegzuräumen, die sonst später einmal den Betrieb der Wasserspiele beeinträchtigen würden. Von der Lorcher Stadtverwaltung gab es dafür ein kräftiges Vesper. Zusammen mit Mitgliedern der Jugendgruppe der Gmünder Bergwacht wurde auch der seit Jahren abgestellte Wasserfall wieder hergerichtet, so dass im April das erste Mal wieder Wasser aus dem wiederhergestellten Wasserfall floss.

Veröffentlicht von Rems-Zeitung, Redaktion.
Lesedauer: 137 Sekunden.

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Hinweis: Dieser Artikel wurde vor 3092 Tagen veröffentlicht.


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