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Der Favorit von vor zwei Wochen machte das Rennen — Jochen König zum Bürgermeister gewählt

Spannend machen wollte es gestern Abend Bürgermeister Reinhold Daiss. Doch dieses Ergebnis dürfte die Mehrheit der Eschacher erwartet haben: Jochen König, der schon vor zwei Wochen die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, wurde zum Bürgermeister gewählt.

Sonntag, 27. Juni 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
1 Minute 34 Sekunden Lesedauer

ESCHACH (rw). Vor zwei Wochen lag die Latte höher: Bei der ersten Wahl muss ein Bürgermeisterkandidat die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen. Dies schaffte keiner der vier Kandidaten. Doch Jochen König (36; aus Abtsgmünd-​Pommertsweiler) lag damals mit 40,5 Prozent vorne und konnte 413 Stimmen auf sich vereinen. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 73,8 Prozent. Gestern gingen noch mehr Eschacher Bürgerinnen und Bürger zur Wahl und warfen ihren Stimmzettel in die Urne: Von den 1386 Stimmberechtigten machten 1038 von ihrem Recht Gebrauch. Nur zwei stimmten ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,9 Prozent. Jochen König erhielt 477 Stimmen und kam somit auf 46,0 Prozent. Renate Iwaniw steigerte ihren Stimmenanteil ebenfalls — von 336 Stimmen auf 398 (38,4 Prozent).
Die beiden anderen Kandidaten hingegen verloren Stimmen: Hans-​Peter Reuter erhielt 113 (10,9 Prozent); vor zwei Wochen waren es noch 160 (15,7 Prozent) gewesen. Michael Eller erhielt 48 Stimmen (4,6 Prozent), sein Anteil wurde mehr als halbiert.
Vor der Bekanntgabe des Ergebnisses spielte der Musikverein Holzhausen den „Schwyzer Soldaten“-Marsch, auch der gesangverein Eschach brachte ein Ständchen dar. Zu den ersten Gratulanten nach Bürgermeister Reinhold Daiss zählten Bürgermeister-​Stellvertreter Rolf Späth, der im Namen des Gemeinderats Glück wünschte, und Franz Raab als Sprecher der Eschacher Vereine. Benachbarte Bürgermeister-​Kollegen hatten sich ebenfalls eingefunden: Peter Lang aus Heuchlingen, Jochen Renner (Täferrot), Peter Kühnl (Ruppertshofen), Walter Weber (Göggingen), Werner Jekel (Schechingen) und Rosalinde Kottmann (Gschwend).
In seiner ersten Rede an die zahlreichen Bürger vor dem Eschacher Rathaus sagte Jochen König, dass er überwältigt sei, „mit so einem deutlichen Ergebnis habe ich nicht gerechnet.“ Doch es stärke den Rücken. Er wolle Eschach eine zukunftsorientierte Ausrichtung geben und mit Engagement die Aufgaben anpacken, „Eschach hat jetzt einen König.“
Noch aber ist Jochen König Student; Mitte Juli hat er Prüfung, der mündliche Teil folgt im September. Dann ist er Diplom-​Verwaltungswirt (FH). Seine Amtseinsetzung wird nach den Sommerferien im September stattfinden. Offizielle Verabschiedung von Bürgermeister Reinhold Daiss ist am 28. Juli.
Gefeiert wurde das Ergebnis gleich beim Kirchplatzfest, der künftige Schultes spendierte Freigetränke.

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