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Fußball: Am 4. Juni 2000 feierten die Normannen gleich drei Meisterschaften an einem Tag — Gruca ununterbrochen beim FCN

Auf den Tag genau heute vor zehn Jahren befand sich der komplette Schwerzer im Freudentaumel. An einem Tag machten die Kicker des FC Normannia Gmünd gleich drei Meistertitel perfekt: Die erste Mannschaft stieg in die Landesliga auf, die zweite in die Kreisliga A und die damalige A-​Jugend sicherte sich die württembergische Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga. Von Patrick Tannhäuser

Freitag, 04. Juni 2010
Rems-Zeitung, Redaktion
2 Minuten 30 Sekunden Lesedauer

Ein denkwürdiger Tag, weil er auch der Beginn eines großen Aufschwungs vor allen Dingen im Aktivenbereich werden sollte. Eine ganze Saison lang lieferten sich 1999/​2000 der FC Normannia Gmünd und der TSB Gmünd einen spannenden Kampf um die Meisterschaft in der Bezirksliga. Auf der einen Seite die jungen Hüpfer aus dem Schwerzer und auf der anderen die erfahrenen Männer aus dem Laichle um Spielmacher Sadija Sadovic. Nach dem letzten Spieltag hatten die Normannen zwei Zähler mehr auf dem Konto und durften sich feiern lassen. Und da ließen sich die Schützlinge des damaligen Trainers Ralf Sporys nicht lumpen: Im Autokorso ging es durch Gmünd und seine Teilorte, in Bargau wurde das Festzelt des Musikvereins gestürmt. „Landesliga? Desch a Bollegefühl“, schrien die Jungs aus ihren Kehlen. Und sie sollten nicht ein letztes Mal feiern. Steil ging es für die Normannen in den Folgejahren bergauf. Die beiden Abteilungsleiter Günther Ammon und Jakob Zweng steckten sich noch beim Feiern neue Ziele: „Bis zum Jahre 2004 wollen wir in die Verbandsliga! Das ist unsere Vision.“ Diese ging aber „leider“ völlig daneben, denn zum hundertjährigen Bestehen des Vereins im Jahre 2004 wurde nicht der Aufstieg in die Verbandsliga, sondern die Meisterschaft in der Verbandsliga und damit der Sprung in die Oberliga erreicht.
Nur ein einziger Spieler ist seit diesem 4. Juni 2000 immer noch ununterbrochen ein fester Bestandteil der ersten Mannschaft: Torhüter Matthias Gruca stand schon damals im FCN–Kasten. Nach wie vor nimmt er eine wichtige Rolle im Oberliga-​Team ein und steht als sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Er ist aber beileibe nicht der einzige, der von der Bezirksliga-​Meisterschaft den Gmündern noch erhalten geblieben ist. Für furore sorgten in dieser Saison nämlich auch zwei sehr junge Mittelfeldspieler. Mark Mangold war schon vor zehn Jahren eine Führungsfigur in der Elf von Trainer Sporys. Zudem empfahl sich Beniamino Molinari in jener Spielzeit schon für höhere Aufgaben. Beide wechselten nach dem Erfolg den Verein. Mangold wurde von Helmut Dietterle zum VfR Aalen gelotst und Molinari schloss sich dem SV Bonlanden an. Beide kehrten aber wieder schnell in den Schwerzer zurück. Dieses Trio gibt nun schon seit vielen Jahren bei den Normannen den Ton an. Gruca als Rückhalt, Mangold als Kapitän und Molinari inzwischen als Torjäger.
Damit aber nicht genug. Auch für die A-​Jugend des FCN war der 4. Juni ein besonderer Tag mit dem Gewinn der württembergischen Meisterschaft und dem Aufstieg in die Oberliga. Trainer war zu diesem Zeitpunkt Thomas Fischer, der von Koordinator Willi Scherrenbacher den Rücken frei gehalten bekam. Zu dem erfolgreichen Jugendteam gehörten Aleksandar Kasunic und Ertac Seskir, die beide in der kommenden Oberliga-​Saison unter der Regie von Neu-​Trainer Dietterle eine wichtige Rolle einnehmen werden und damit das Gerüst der erfahrenen Eigengewächse erweitern.
Es gibt noch viele weitere Namen, die mit ihren Leistungen den FCN bis in die Oberliga führten und dort auch noch für den Schwerzer-​Klub aktiv waren. Marc Scherrenbacher, der lange Zeit mit Gruca um die Nummer eins stritt, Michael Eyrainer, René Vokal, Christian Koziara, Nizam Bedak… Alles Eigengewächse der Jugendabteilung.

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